Almanca şiirler - 3

Başlatan Nazire, Ağustos 16, 2006, 08:46:47 ÖS

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Nazire

Die dunkle Wolke dort am Horizont.
Schon lange fühlte ich ihr Kommen.

Sie ist noch fern, und doch so nah.

Ihre Gegenwart ist spürbar.

Ihre dunklen Arme greifen schon nach mir.

In der Seele, Hoffnungslosigkeit und Leere.

Ach, ich wünschte mir so sehr, dass ich mich irre.

Hirngespinst!
Sie kommt nicht!

Ich versuch's mir einzureden: "Da ist noch Hoffnung! Dein Fürchten ist umsonst!
Fürchte nicht die Wolke!
In Wohlgefallen wird alles enden!
Du wirst schon sehen!
Diesmal nicht!
Nein!
Diesmal nicht!"

Ich red's mir ein.
Versuch's mir einzureden, um meine Ängste zu vertreiben.
Doch: In meinem Inneren fühle ich ihre Unvermeidlichkeit, ihr Kommen.

Ich fühl die Wahrheit, fühl das Unheil, und, eine leise innre Stimme spricht: "Es ist vorbei!"

Noch dunkler ist die See.
Noch leerer als zuvor.

Mein Leben wird zum Warten.

Ich warte auf das Unvermeidliche.

Ich erwarte die Zerstörung.

Meine Liebe wird zerstört.
Das Feine, Schöne wird zerbrechen, und, Erinnerung wird bleiben.

Nur Erinnerung wird bleiben: Erinnerung an schöne Zeiten.

Ich will es nicht, ich möcht' es nicht!
Ich fürchte den Moment, wenn sie mir sagt: "Es tut mir leid, es ist vorbei!"

Ich höre ihre Worte.
Ich höre sie erklären.
Und, während ich ihr lausche, fühle ich, dass das was gegenwärtig ist, bereits vergangen ist.

Bis vor kurzem war sie Gegenwart, und mit ihr meine Liebe, meine Träume.
Doch jetzt: Ist sie Vergangenheit.

Jedes Wort macht sie (noch mehr) vergangen.

Umwölkt, von einer Dunklen Wolke.

Nazire

Einsam
Immer wenn du einsam bist,
nimm mich in Gedanken in Deine Arme
und halt mich ganz fest;

Immer wenn Du einsam bist,
denk an meine Lippen,
die Dich zärtlich küssen;

Immer wenn Du einsam bist,
denk an meine Augen,
die Dich aus Liebe zu dir anstrahlen;

Immer wenn Du einsam bist,
denk an meine Stimme,
die leise zu Dir Ich Liebe Dich sagt;

Immer wenn Du einsam bist,
denk an uns beide,
wie glücklich wir sind;

Immer wenn Du einsam bist,
denk an mich,
denn auch ich bin einsam ohne Dich

Nazire

Weil ich bin
mein bauch
mein herz
meine seele
die sind der motor
für die wunderbaren bilder
die in meinem kopf leben
mich erfreuen,
mich erstaunen

also bin ich mehr als ich ,
weil ich außer mir
auch noch in mir bin

weil ich spiegel und betrachter bin
weil ich vergangenheit,
gegenwart und zukunft bin

weil ich bin

Nazire

Wenn du wen brauchst
Wenn du wen brauchst, der dich mag wie du morgens bist
oder der wegen dir seine Träume vergisst.
Wenn du wen brauchst, der immer deine Sorgen teilt
und dir sagt wie es weitergeht.
Wenn du wen brauchst, der deine Wunden heilt
und alles für dich gibt.
Wenn du wen brauchst,
der wegen dir auch mal unten liegt
und immer zu dir hält,
dann denk an mich!
unbekannt

Nazire

Ein Gedicht für liebe Menschen
Wenn es einen Menschen gibt, der dich nimmt wie du bist,
der kein anderes Denken stört und auch gerne deine Meinung hört,
der dich achtet und versteht und alle Wege mit dir geht,
der ohne Lügen oder List stets aufrichtig und ehrlich zu dir ist,
der das Gute in dir baut und dir grenzenlos vertraut,
der mit seinem Kummer zu dir eilt und deine Sorgen mit dir teilt,
bist du mal traurig und verstimmt, der dich dann in seine Arme nimmt,
der sich aufs Wiedersehen freut und dich zu lieben nie bereut,
der ist ein wahrer Freund für dich, darum lasse ihn auch nie im Stich.
unbekannt

Nazire

Freundschaft
Ich möchte mit dir befreundet sein, ohne dich einzuengen;
dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten;
dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen;
zu dir kommen, ohne mich aufzudrängen;
dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen;
dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen;
von dir Abschied nehmen, ohne wesentliches versäumt zu haben;
dir meine Probleme mitteilen, ohne dich für sie verantwortlich zu machen;
dich informieren, ohne zu belehren;
helfen, ohne zu beleidigen;
mich um dich bemühen, ohne dich ändern zu wollen;
mich an dir erfreuen, so wie du bist.
unbekannt
 


Nazire

Das Sterben



                                                                Vielleicht ist es

                                                                kein Weggehen

                                                                sondern Zurückgehen?



                                                                Sind wir nicht unterwegs

                                                                mit ungenauem Ziel

                                                                mit unbekannter Ankunftszeit

                                                                mit Heimweh im Gepäck?



                                                                Wohin denn

                                                                sollten wir gehen

                                                                wenn nicht

                                                                nach Hause zürück


Ölmek

Belki gitmek degildir
Geri gitmektir

Yolda degilmiyiz
belirsiz bir hedefte
belirsiz bir Varis saatinde
Gurbet özlemiyle valizde

Nereye
geri gidelim
eve degilde

Nazire

Kein Kinderspiel



                                                   Mutter

                                                    wie weit darf ich reisen?

                                                    Soweit du willst

                                                    Wirst du auch nicht weinen

                                                    Laß meine Tränen

                                                    mein Herz hat Flügel

                                                    (Anne Steinwart)


Nazire

von einem, der den Sommer unerträglich findet. Wer hat es geschrieben?

Der Sommer ist fürchterlich:
siehst du ihn toben?
Wie kann man ihn loben, der seine Lanzen wirft,
uns zu erstechen -
und dass sie aus Gold sind
und nicht aus Eisen
wie sonst die Messer,
macht es nicht besser!

Wie kann man ihn preisen,
den blauen Himmel
mit seinen weissen
Wolken im Freudentanz?
Er tut den Augen weh,
all dieser Glanz.
Die wilden Blumen sind
wie Feuerräder
über dem Gras im Wind.
Später, am Abend, glüht
schrecklich der Mond.

Es blitzen die Schlangen
durch Dorn und Gesträuche.
Zwar die Kreuzotter
im spiegelnden glatten
Kleid kannst du erschlagen -
grün starren die Fliegen dann
über dem Aas!
Hätt' er nicht den schwarzen
Schatten, der Wald,
und die Quelle froschkalt,
wär' nicht zu ertragen
die hitzige Zeit.

Nazire

Ist es nicht schön hier?

das schwarze loch
die unendliche leere
die farblose wüste

orte, die mir wohlbekannt sind

sinken ohne grund zu erahnen
fallen ohne gebremst zu werden
verschluckt werden ohne sich zu wehren

meine leichenkalten gefühle

ohne sich wehren zu können
ohne sich wehren zu dürfen
ohne sich wehren zu wollen

hier unten im dunkel,
hier im konturenvernichtenden nebel
aus unzufriedenheit,
trauer,
hass und liebe,
angst
zu vergessen -
vergessen zu werden
wo ich mich schon auskenne
wo ich blind meinen weg finde
wo ich -
keine angst zu haben brauche...
ist es nicht schön dort?

Nazire

WAS BLEIBT IST DIE HOFFNUNG

Verlassen von allen guten Freunden
Von allen guten Geistern sowieso
Eine Flucht in die Besinnungslosigkeit
Eine Flucht ins Nirgendwo
Ein Vorhang der sich langsam schließt
Soll es das etwa schon gewesen sein ?
Am Ende des Weges steh ich allein

Habe gewartet und geblutet
Eine unglückliche Suche ohne Ziel
Depressionen der Einsamkeit
Depressionen mit im Spiel
Dunkle Wolken ziehen auf
War da mal nicht noch etwas mehr ?
Trotz allem fällt mir der Abschied schwer

Und was bleibt ist die Hoffnung
Das vorbei geht was weh tut
Und morgen alles besser wird
Damit dieses Leben nicht an Sinn verliert

Nazire

Fragen..."ohne"Antworten...

Wenn man denkt man schafft es jetzt,
wird man wieder aufs Neue verletzt.
Der Mensch er kennt die Gnade nicht,
so leben wie andere,dass ist die Plicht.

Doch stellt man sich gegen alles und jeden,
dann ist es aus mit dem >Kontakte pflegen<,
passt man sich jedoch Allem und Jedem an,
denkt der Mensch,dass man auch das nicht kann.

Doch wie kann ein Sterblicher überleben,
wenn Andere ständig über einen reden,
weil sie denken du bist nicht ehrlich,
ein lieber Mensch in dieser Gesellschaft--gefährlich!?

Doch allein die Welt zu erleben,
ist weiß Gott nicht mein Bestreben.
Ob anpassen oder einfach versagen,
der Mensch wird über Alles und Jeden klagen.

Nazire

Es darf nicht sein...

Ein Blick, ein Lächeln, der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
Was haben wir für einen Spaß, lässt mich lächeln ein ums andere mal.
Wie sehr genießen wir die Stunden, die wir zusammen haben.
Treibst Sorgen aus meinen Gedanken, alles andere – egal.

Wenn du da bist, ist alles egal…

Ich will dich treffen, Zeit mit dir verbringen, so oft wie möglich.
Immer öfter, will dich sehn, dein Gesicht, dein Lächeln.
Will mit dir reden, deinen Rat hören, dich lachen sehn.
Kaum Zeit zu denken, wo das nur alles hinführen wird – egal.

Wenn du da bist, ist alles egal…

Der Übergang, so fließend, nicht bemerkt und schon passiert.
Du empfindest mehr für mich, aus Freundschaft wurde Liebe.
Kaum gestehst du mir deine Liebe, wird auch mir klar, ich fühle genauso.
Aber du bist vergeben, in festen Händen – egal.

Wenn du da bist, ist alles egal…

Sorglos lassen wir es laufen, immer weiter und weiter.
Die Gefühle werden intensiver, sind nicht nur mal eben da.
Anfängliches „Sollen wir?“ weicht inniger Verliebtheit.
Wir haben keine Zukunft, das weißt du, das weiß ich – egal.

Wenn du da bist, ist alles egal…

Deine Zeit verwendest du nur noch auf mich.
Auch ich denke jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde nur an dich.
Wenn wir uns sehen entfacht eine feurige Leidenschaft.
Was tun wir da eigentlich? – Egal.

Wenn du da bist ist alles egal…

Deine fordernden Hände, dein heißer Atem auf meiner nackten Haut.
Ich will bei dir sein, so nah wie nur irgend möglich.
Bin absolut verrückt nach dir, will nur dich.
So kann es nicht weitergehn – egal.

Wenn du da bist, ist alles egal…

Da sitze ich und denke nach, denke nach über uns.
War es falsch? Aber was ist an Liebe falsch?
Ist es nicht das Außen herum, was alles so schwierig machen?
Dürfen wir uns denn lieben? – Egal.

Wenn du da bist, ist alles egal…

Ich bin unsicher, Zweifel plagen mich.
Was soll ich tun? Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur eins, ich kann und will nicht ohne dich.
Es darf nicht sein – egal.

Ich liebe dich!



 
 

Nazire

Selbstgespräch

"...was wäre wenn ich heute morgen im bett liegen geblieben wäre?"

                "...du würdest immer noch da liegen und an die decke starren!"

"...was ist bloß los mit mir?"

                        "...hör auf zu heucheln...du weißt es doch ganz genau
                          es ist dein leben...es ist zu eng...schau dich doch an...
                                 diese begrenzungen geben dir soviel halt...
                                  aber innerhalb dieser hast du schon alles
                               und festgestellt das du kein futter mehr hast
                 
                  es ist ein ständiges stolpern und hecktisches wiederaufrichten
                                                     mit feuerrotem kopf

                                       dein blick muss ständig gerade sein
                                     damit nicht auffällt das du schwach bist

                                                     in dir ist so viel lust
                                             das du zufällige berührungen
                                              als zärtlichkeit empfindest

                                               deshalb verliebst du dich...
                                        in jeden der deinen mantel streift...

                                                 ...warum stehst du auf?

"...damit ich nicht nächstes jahr immer noch da liege!"
 

Nazire

Jede Träne, die ich weine

Jede Träne, die ich weine...
...soll zu dir fließen und
dir zeigen wie sehr ich dich brauche

...soll sanft auf deine Lippe tropfen
und dich meine Sehnsucht schmecken lassen

...soll sanft deinen Hals hinab kullern
damit du spürst wie sehr ich dich begehre

...soll sich in dein Ohr setzen
und dir beschreiben wie groß meine Liebe ist

Nach ihrem Auftrag muss sie verdampfen
und den Duft von Angst versprühen
Angst dich nie mehr zu sehen

Nazire

Hör mir zu




Weißt du
Ich wollte dir so viel sagen
Erzählen
Raten
Mitgeben
Anvertrauen

Doch es ist zu spät

Weißt du
Ich wollte so viel mit dir teilen
So viel mit dir lachen
So viel mit dir weinen

Doch es ist zu spät

Weißt du
Ich hatte noch so viel vor
Wollte dir die ganze Welt zeigen
Hätte dir von meinen Idealen berichtet

Weißt du
Nun ist es zu spät
Ich muss damit leben

Du bist nicht mehr hier.

Nazire

Friedrich Rückert (1788-1866)

Du bist ein Schatten am Tage...

Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage,
Da wohnst du bei mir dicht;
Du bist mein Schatten am Tage
Und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage,
Find' ich von dir Bericht,
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage,
Doch in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.



Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Abschied

War unersättlich nach viel tausend Küssen,
Und musst mit einem Kuss am Ende scheiden.
Nach herber Trennung tiefempfundnem Leiden
War mir das Ufer, dem ich mich entrissen,

Mit Wohnungen, mit Bergen, Hügeln, Flüssen,
Solang ich's deutlich sah, ein Schatz der Freuden;
Zuletzt im Blauen blieb ein Augenweiden
An fernentwichnen lichten Finsternissen.

Und endlich, als das Meer den Blick umgrenzte,
Fiel mir zurück ins Herz mein heiß Verlangen;
Ich suchte mein Verlornes gar verdrossen.

Da war es gleich, als ob der Himmel glänzte;
Mir schien, als wäre nichts mir, nichts entgangen,
Als hätt ich alles, was ich je genossen.



Heinrich Heine (1797-1856)

Sag, wo ist dein schönes Liebchen...

"Sag, wo ist dein schönes Liebchen,
Das du einst so schön besungen,
Als die zaubermächt'gen Flammen
Wunderbar dein Herz durchdrungen?"

Jene Flammen sind erloschen,
Und mein Herz ist kalt und trübe,
Und dies Büchlein ist die Urne
Mit der Asche meiner Liebe.



Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Wonne der Wehmut

Trocknet nicht, trocknet nicht,
Tränen der ewigen Liebe!
Ach, nur dem halbgetrockneten Auge
Wie öde, wie tot die Welt ihm erscheint!
Trocknet nicht, trocknet nicht,
Tränen unglücklicher Liebe!



Emanuel Geibel (1815-1884)

Schwerer Abschied

Niemals werd' ich das vergessen,
Wie dein Arm mich noch umfing,
Jedes Wort beim bangen Pressen
Dir in Tränen unterging.
Ach, wir lernten erst im Scheiden
Unsre Liebe ganz verstehn,
Und doch war's uns beiden, beiden:
's ist auf Nimmerwiedersehn!

Seit der Stunde jener Schmerzen
Noch den Druck von deiner Hand
Fühl' ich kühl auf meinem Herzen,
Wie ich damals ihn empfand.
Und wenn alles schweigt um mich,
Mir aufs Bett die Sterne scheinen,
Ist mir oft, ich höre dich
In der Ferne weinen.



Ludwig Eichrodt (1827-1892)

Trennung

Ich steh bei meinen vielen Büchern;
Ich geh spazieren durch den Wald -
Und weiß dabei von keinem klügern,
Von keinem schönern Aufenthalt.

Ich sitz in meiner trauten Schenke,
Bei lieben Freunden und beim Wein,
Und weil ich just nicht an dich denke,
So glaub ich überfroh zu sein.

Da übermannt mich oft ein Sehnen,
Der Zufall hat mirs angetan,
Und mir entstürzen schier die Tränen,
Und bittre Wehmut fasst mich an.

Dann kann mich, ach, nur das erfreuen,
Dass gleicher Schmerz zu dir auch spricht,
Dass er sich täglich wird erneuen -
Und dennoch, wünsch ich dir ihn nicht.