Die Weihnachtsgeschichte in der Bibel

Başlatan Nazire, Aralık 24, 2006, 02:57:11 ÖS

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Die berühmteste Weihnachtsgeschichte ist die Erzählung über die Geburt Jesu Christi wie sie im Neuen Testament der Bibel vom Evangelisten Lukas in Lukas 2,1-20 EU, erzählt wird. Dieser Text wird im christlichen Kulturraum traditionellerweise am Heiligen Abend und am Weihnachtstag bei Gottesdiensten und Weihnachtsfeiern vorgelesen oder nacherzählt.

Die Geschichte beginnt damit, dass Kaiser Augustus die erste Volkszählung der Geschichte durchführt und sich deswegen jede Familie in den Heimatort des Familienvaters begeben soll. Aus diesem Grund begibt sich Josef der Zimmermann mit seiner hochschwangeren Verlobten Maria nach Betlehem. Als sie dort ankommen, kommt Maria in die Wehen und bringt ihren ersten Sohn zur Welt. Das Neugeborene wird gewickelt und in eine Krippe gelegt. Daraus wird zumeist geschlossen, dass die Geburt in einem Stall stattfand; der Text lässt aber auch die Interpretation zu, dass der Raum, den Joseph und Maria in der Herberge hatten, kein Kinderbett enthielt und sie ersatzweise eine Futterkrippe nahmen.

Der Rest der Geschichte handelt davon, wie Hirten in der Nähe von einem Engel aufgesucht werden, der ihnen mitteilt, dass in Betlehem der Heiland (Messias) geboren worden sei. Da es in der Gegend um Betlehem im Dezember zwar kaum Nachtfröste gibt, aber vor allem im Winter keine Pflanzen wie Gräser usw. wachsen, werden die Schafe und Ziegen im Winter stets in Ställen gehalten. Daraus lässt sich schließen, dass Jesus nicht im Dezember geboren sein kann - das Datum des 25. Dezember wurde auch erst im vierten Jahrhundert unter Kaiser Konstantin I. festgelegt, wobei möglicherweise das Fest des Sonnengottes „Sol invictus“ eine Rolle spielte.

Nach dieser Verkündigung kommt eine Schar von Engeln zu dem einen hinzu, und sie lobpreisen Gott im Himmel und verheißen den Menschen Frieden auf Erden. Hier ist der Text wieder doppeldeutig: Entweder wird der Friede allen Menschen gemäß dem guten Willen Gottes verheißen oder nur denjenigen Menschen, die guten Willens sind. Die Hirten beschließen, nach Betlehem zu eilen und dem Kind zu huldigen, das sie an seinem für Neugeborene ungewöhnlichen Aufenthaltsort identifizieren. Nachdem sie das Christkind gesehen und allen Umstehenden von ihrer Begegnung mit den Engeln erzählt haben, kehrten die Hirten wieder zu ihrer Herde zurück und „priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.“ Sie erzählen die frohe Botschaft, dass der versprochene Retter der Welt geboren ist.


Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus  [Bearbeiten]Der Evangelist Matthäus erzählt die Geschichte auf andere Weise Mt 1,18-25; 2,1-23 EU. Danach wird Jesus in Betlehem geboren, wo Joseph und Maria wohnen. Sie bekommen Besuch von Magiern aus dem Osten, die von einem Stern dorthin geführt wurden. (Es ist zu beachten, dass Matthäus in diesem Zusammenhang weder von Königen spricht noch die Zahl drei benutzt – es können also auch mehr gewesen sein). Die Magier (griech.: μαγοι) huldigen dem Kind und bringen Geschenke. Weil sie auf der Suche nach dem neugeborenen König der Juden waren, hatten sie sich vorher im Königspalast im nahegelegenen Jerusalem erkundigt. Auf diesem Wege erfährt König Herodes davon, dass ein Rivale geboren wurde und befielt den Kindermord zu Betlehem, vor dem sich die heilige Familie, von einem Engel gewarnt, in Ägypten in Sicherheit bringen kann. Nach Herodes’ Tod im Jahre 4 v. Chr. kehren sie nach Palästina zurück und siedeln sich in Nazaret an.


Nachweise und Kritik  [Bearbeiten]Beide biblischen Geschichten bemühen sich, das unerhörte Ereignis, auf das es ihnen ankommt, das Kommen des Messias und die Menschwerdung Gottes, mit zwei Strategien glaubhaft zu machen: Zum einen durch Anbindung an historische Gestalten – nirgendwo in der Bibel kommen außerbiblische Personen in derartiger Häufung vor (Augustus, Publius Sulpicius Quirinius, Herodes der Große) –, zum anderen durch Bezugnahme auf alttestamentliche Prophezeiungen, die Matthäus sogar explizit anführt.

Nach Micha 5,1 LUT soll der Messias in Betlehem zur Welt kommen, was beide Evangelisten vor das Problem stellt, dass der historische Jesus nach Meinung einiger Theologen aus Nazaret kam, ein Problem, das jeder von ihnen auf andere Weise löst.
Nach Jesaja 7,14 LUT soll der Messias durch eine Jungfrauengeburt zur Welt gekommen sein, was vielleicht nur ein Missverständnis ist, da das griechische Wort parthenos sowohl Jungfrau im biologischen Sinne als auch einfach „junge Frau“ bedeuten kann, und der hebräische Begriff 'almah bezeichnet eine Frau vor der Geburt ihres ersten Kindes, was dem früheren Gebrauch des Wortes Magd im Deutschen nahe kommt.
Nach Hosea 11,1 LUT soll Gott seinen Sohn aus Ägypten kommen lassen, was Matthäus Anlass für die durch keinerlei andere Quellen belegte Geschichte vom betlehemitischen Kindermord gibt.
Eine vierte von Matthäus angeführte Prophezeiung, wonach der Messias den Beinamen „Nazarener“ tragen würde, lässt sich im Alten Testament nicht finden.
Auch unterscheidet sich das Matthäus-Evangelium von den drei anderen durch eine eigentümliche Besonderheit. Durch anfangs immer wieder vorkommende Prophezeiungen aus dem Alten Testament, wie z. B.: „Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat“ – eine Aussage, die eingestreut worden sein könnte, um Jesus als den erwarteten Messias und Erlöser zu bestätigen. Doch ausgerechnet bei seiner „Weisen-Erzählung“ unterlässt Matthäus einen solchen Hinweis. Dabei können in diesem Fall im Alten Testament sogar mit Psalm 72,10 LUT[1] und Jesaja 60,3.6 LUT zwei Stellen als Hinweise auf das Ereignis in Betlehem gedeutet werden. Der Grund für den Wegfall dieses Hinweises scheint auf der Hand zu liegen. Saba liegt im Süden der arabischen Halbinsel, also auch südlich von Jerusalem. Die Weisen und Gelehrten kamen aber von Osten - dies wusste natürlich auch Matthäus.

Die Anbindung der Weihnachtsgeschichte wirft ebenfalls Probleme auf. Verwirrung schafft bei manchen Wissenschaftlern die Tatsache, dass Lukas anfangs des 2. Kapitels in zwei unmittelbar aufeinander folgenden Sätzen zwei verschiedene römische Verwaltungsvorgänge erwähnt, nämlich:
1.: Den Reichscencus (Iustrum), die Schätzung römischer Bürger im gesamten Imperium Romanum
2.: den Provincialcencus (die Schätzung der Provencialien) für die Bewohner der Provinz, die das römische Bürgerrecht (Civitas Romana) nicht besaßen.
Beide wurden im ein- und demselben Jahr 8 v. Chr. in der „Provincia Syria / Iuadea“ durchgeführt. Es ist wohl Zufall, dass der Provincialcencus zur Zeit der ersten Statthalterschaft des Publius Sulpicius Quirinius (11 – 7 v. Chr) mit dem vom Kaiser Augustus angeordneten Reichscencus zusammenfällt. Denn letztere galt nur für Reichsbürger – sie kann also Joseph nicht betroffen haben, denn wäre er römischer Bürger gewesen, hätte Pontius Pilatus seinen (Adoptiv-) Sohn nicht kreuzigen lassen dürfen. Dreizehn Jahre später, im Jahr 6 n. Chr. schickte Kaiser Augustus den Publius Sulpicius Quirinius zum zweiten Male als Statthalter in die Provinz Syria, die in das Königreich Judäa kurz zuvor eingegliedert worden war, um die Verhältnisse nach der Verbannung des Herodessohnes Archaelaos dort neu zu regeln und nachweisbar einen Census (und Volkszählung) abzuhalten.

Die Steuererklärungen der Bewohner der Provinzen erfolgte immer nach einem einheitlichen Steuerformular, welches in allen kaiserlichen Provinzen gleich war. Einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass im Jahre 1961 solch ein Formular vom Jahre 127 n. Chr. in einer Höhle westlich des toten Meeres gefunden wurde.[2] Auch 100 Jahre nach dem Tod Jesu mussten die Einwohner sich nachweisbar von ihrem Wohnort zu ihrem Geburtsort begeben, um ihre Steuerformulare vor römischen Beamten abzugeben. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass auch Maria und Joseph für den Provincialcensus des Statthalters Publius Sulpicius Quirinius von Nazareth etwa 148 km nach Betlehem aufgebrochen waren - denn nur sie persönlich konnten dort vor Ort z. B. ererbten Grundbesitz deklarieren.

Nach Meinung einiger Kritiker wohnte Joseph nach der lukanischen Tradition in Nazaret, was zu Galiläa gehörte, dies lag aber im Herrschaftsgebiet des Herodes des Großen, wo der römische Statthalter allenfalls indirekte Befehlsgewalt hatte. Und selbst wenn dieser ein Interesse daran gehabt hätten, auch die Einwohner ihrer Klientelstaaten zu erfassen, wäre es für die Römer, denen es auf funktionierende Steuerlisten ankam, äußerst unpraktisch gewesen, als Eintragungsort nicht den Wohnort, sondern den Stammsitz der Familie zu befehlen – im Falle Josephs eben Betlehem, wo rund tausend Jahre zuvor sein Ahnherr König David zur Welt gekommen war.

Aus all diesen Widersprüchen innerhalb der beiden biblischen Weihnachtsgeschichten und zwischen ihnen ziehen heutezutage immer noch manche Historiker und Theologen den Schluss, dass es sich um literarische Fiktionen handelt, mit denen die Gottessohnschaft Christi und sein Kommen in die Welt historisch und prophetisch glaubhaft gemacht werden sollen. Es solle vermittelt werden, dass es sich bei dem Gottessohn auf Erden ihrer Ansicht nach nicht um eine mythische Gestalt, sondern um eine wahrhaftig historische Gestalt gehandelt habe.


Moderne Weihnachtsgeschichten  [Bearbeiten]Geschichten, die während der Advents- und Weihnachtszeit erzählt werden, gibt es viele. Die meisten nehmen einige traditionelle Elemente auf, so beispielsweise Maria und Joseph, den Stern von Betlehem oder die Hirten. Andere Weihnachtsgeschichten transportieren den metaphysischen Sinn und die Moral der Weihnachtsgeschichte: Liebe, Gemeinschaft usw., oder bearbeiten das Thema Weihnachten auf satirische Weise.




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Türkei: Ein anderes Wort für Silvester 
Weihnachten wird in dem Land, in dem mehr als 90 Prozent der Einwohner muslimisch sind, natürlich nicht als Geburt Christi gefeiert. Hier ist Weihnachten ein anderes Wort für Silvester. Aber die großen Städte sind weihnachtlich geschmückt, und in vielen Cafés, Restaurants und Geschäften sind Weihnachtsbäume aufgestellt. 





Zu Weihnachten, auf Türkisch „Noel“, schmücken sich die Geschäfte und die Städte mit Weihnachtsbäumen, Lichterketten, Sternen und Kerzen. In den Einkaufszentren sorgen Weihnachtsmänner und internationale Weihnachtsmusik für die richtige Stimmung. In großen Supermärkten kann man Weihnachtsbäume kaufen


Der Heilige Abend kommt – nichts passiert
Aber dann kommt der Heilige Abend und nichts passiert. Auch das Phänomen „zwischen den Jahren“ gibt es nicht. Denn in der Türkei steht Weihnachten für den 31. Dezember, und „Yýl baþý“, der „Kopf des (neuen) Jahres“, wird mit Partys, auf der Straße, in Clubs und Restaurants, oder zu Hause mit der Familie gefeiert. In Istanbul beginnt man mit dem Feiern auf dem Taksim-Platz, wenn man nicht unter Platzangst leidet, denn mehrere zehntausend Leute drängen sich dort vor Mitternacht zusammen, um zur Musik des Silvesterkonzerts zu tanzen und das große Feuerwerk zu sehen.

Wenn das Wetter mitspielt, finden die Partys auf den Dachterrassen über dem Bosporus statt. Oder man bleibt zu Hause, isst zusammen mit der Familie zu Abend – traditionell Truthahn, gefüllt mit Kastanien – und die Kinder bekommen kleine Geschenke. Am Silvesterabend findet auch die große Lotterieziehung statt, für die sich viele Familien Lose gekauft haben. Mehr als 10 Millionen Euro winken dem Hauptgewinner! Etwas merkwürdig finden Wahltürken die Tradition, Frauen zu Noel rote Unterwäsche zu schenken.

 





In den Städten sieht es weihnachtlich aus
Natürlich veranstalten die christlichen Gemeinden in den großen, multikulturellen Städten der Türkei Weihnachtsbasare und -konzerte, und in Istanbul, dem ehemaligen Konstantinopel, feiern auch die orthodoxen Christen. Die internationale Gesellschaft hat ihre Weihnachtsbälle und -partys am Heiligen Abend – aber ansonsten sind der 24. und 25. Dezember normale Arbeitstage. Früher, erzählen alte Istanbuler, gehörte es in bürgerlichen Familien zum guten Ton, am 24. eine westliche Bescherung zu feiern – aber die Auffassungen von Bürgerlichkeit haben sich in den letzten 30, 40 Jahren geändert. Geblieben ist die Weihnachtsstimmung!

So sieht es heute im Dezember zwar sehr weihnachtlich aus in den Städten der Türkei, aber Weihnachtshektik und Einkaufsstress muss man nicht befürchten. Allerdings gibt es auch keine Weihnachtsferien. Doch dieses Jahr fällt das zweithöchste muslimische Fest – das Opferfest – auf den 31. Dezember, und an den folgenden drei Tagen sind Schulen und Universitäten geschlossen. So kommt dann auch das DAAD-Team in der Türkei zu seinem Weihnachtsurlaub. Wir wünschen allen mutlu noeller!


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Luzialied
Dunkelheit liegt so schwer,
auf allem Leben.
Sonne die scheint nicht mehr.
Nachtschatten schweben. Durch dunkle Stub´und Stall
schreitet im Lichterstrahl.
Sancta Lucia, Sancta Lucia.
Nacht war so groß und stumm,
nun hört ein Brausen
ums stille Haus herum
wie Flügelrauschen.
Seht dort, wie wunderbar,
kommt her mit Licht und Haar
Sancta Lucia, Sancta, Lucia.

Bald flieht die Dunkelheit
aus dieser Welt.
Bald steigt dieser Tag erneut,
vom Himmelszelt.
welch wunderbarer Geist,
der uns dies Licht verheißt:
Sancta Lucia, Sancta Lucia.