Almanca çeviri

Başlatan 52alican, Aralık 03, 2012, 06:03:20 ÖS

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52alican

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Die „Deutsche Ansprache“


Die Reichstagswahl 1930 hatte den Nationalsozialisten einen gewaltigen Stimmenzuwachs beschert. Thomas Mann, der, wie viele andere Skeptiker, die politische Kraft der NSDAP mit Misstrauen beobachtet hatte, entschloss sich zu einem Appell an die Vernunft, einer Rede, die er am 17. Oktober 1930 im Berliner Beethovensaal hielt und die als „Deutsche Ansprache“ in die Geschichte einging. Unter das vorwiegend republikanische und sozialdemokratische Publikum hatten sich Arnolt Bronnen, die Brüder Ernst und Friedrich Georg Jünger sowie etwa ein Dutzend Nationalsozialisten gemischt, die versuchten, durch Zwischenrufe zu stören. Das gelang ihnen jedoch nicht.

Thomas Mann nannte den Nationalsozialismus in nüchterner Unumwundenheit „eine Riesenwelle exzentrischer Barbarei und primitiv-massendemokratischer Jahrmarktsrohheit“ mit „Massenkrampf, Budengeläut, Halleluja und derwischmäßigem Wiederholen monotoner Schlagworte, bis alles Schaum vor dem Munde hat“. Er fragte, ob das deutsch sei und ob „das Wunschbild einer primitiven, blutreinen, herzens- und verstandesschlichten, hackenzusammenschlagenden, blauäugig gehorsamen und strammen Biederkeit, diese vollkommene nationale Simplizität in einem reifen, vielerfahrenen Kulturvolk wie dem deutschen“ überhaupt verwirklicht werden könne. Der Beifall im Saal war groß, drang aber nicht nach draußen durch. Thomas Mann zählte zu den wichtigsten prominenten Gegnern des Nationalsozialismus.

Im Februar 1933 jährte sich Richard Wagners Todestag zum 50. Mal. Mann erreichten mehrere Einladungen, aus diesem Anlass einen Vortrag zu halten. Am 10. Februar hielt er diesen (Leiden und Größe Richard Wagners) zunächst im Auditorium Maximum der Universität München, um am folgenden Tag mit seiner Frau eine längere Reise ins Ausland anzutreten: Die Vortragsreise führte sie nach Amsterdam, Brüssel und Paris, danach folgte ein Winterurlaub in Arosa. Nicht zuletzt auf Drängen von Erika und Klaus Mann sollten sie von dieser Reise nicht mehr nach München zurückkehren. Als alle Mitglieder der Sektion Dichtkunst bei der Preußischen Akademie der Künste aufgefordert wurden, gegenüber der nationalsozialistischen Regierung eine Treueerklärung abzugeben, erklärte Mann mit einem Schreiben an den Akademie-Präsidenten Max von Schillings vom 17. März 1933 seinen Austritt.

Von der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 blieben seine Werke verschont, jedoch nicht die seines Bruders Heinrich und seines Sohnes Klaus.