Bir Almanın Gözüyle Türk Kurtuluş Savaşı ve Atatürk

Başlatan mikail, Mart 25, 2007, 01:11:55 ÖÖ

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Die Grundlagen der Türkischen Republik
         (Türkiye Cumhuriyetinin Temelleri)    
                         Udo Steinbach

Der nationale Befreiungskampf: (Ulusal Kurtuluş Savaşı)


Nach dem — von Seiten der Türkei freilich nicht ratifizierten — Diktatfrieden von Sévres (August 1920) war den Türken nur ein Rumpfgebilde ohne eigene Unabhängigkeit als Staat zugedacht. Dass sich gleichwohl ein eigener Nationalstaat ausbilden konnte, der im Vertrag von Lausanne (Juli 1923) seine völkerrechtliche Anerkennung erhielt, ist das Ergebnis eines opfervollen nationalen  Befreiungs-  kampfes. In ihm ragt die Gestalt des Mustafa Kemal hervor, der während des Krieges und in den anschließenden revolutionären Maßnahmen die Grundlagen des neuen Staates, der Türkischen Republik, schuf und schließlich zum ,,Vater der Türken” (Atatürk) wurde; ein Ehrenname, mit dem ihn die Grosse Türkische Nationalversammlung 1934 auszeichnete.
   Mit dem Waffenstillstand waren der Sultan und die Regierung der Hohen Pforte vollständig in die Abhängigkeit der Siegermächte geraten. Um auch in Anatolien Ruhe und Ordnung wiederherzustellen und die Armee den Bestimmungen des Waffenstillstands gemäß zu demobilisieren, bestellte der Sultan den bewährten Mustafa Kemal Pascha (Pascha steht für General) zum Heeresinspekteur. Dieser betrat am 19. 5. 1919 bei Samsun anatolischen Boden. Doch anstatt seinen Auftrag zu erfüllen, setzte er sich an die Spitze des sich formierenden nationalen Widerstands und nahm einen Kampf auf, der sich sowohl gegen die Besatzungstruppen der Siegermächte — vornehmlich Griechenlands — als auch gegen die Unterwerfung des Landes unter das Diktat der Vertrage von Sévres richtete.


        Mustafa Kemal

Mustafa Kemal (1882-1938) war in Saloniki (Thessaloniki) als Sohn eines kleinen Beamten geboren. Die Stadt war damals ein Schmelztiegel vieler Völker; auch lebten hier Muslime mit Christen und einer starken jüdischen Gemeinschaft in regem Austausch miteinander. In dem weltoffenen Klima in Saloniki hatte die Bewegung der Jungtürken ihren Ausgang genommen. Auch Mustafa Kemal stand zeitweise zu ihnen in Beziehung, wenn er auch ihre politischen Ansichten und Schritte keineswegs immer teilte. Namentlich distanzierte er sich auch von der späteren Hinwendung der Jungtürken zu Deutschland und sprach sich gegen einen Eintritt in den Ersten Weltkrieg an der Seite des Deutschen Reiches aus.
Mustafa Kemal gelang es, eine nationale Bewegung zu mobilisieren, deren Repräsentanten schon bald die eigentliche Vertretung der türkischen Nation und ihrer Interessen für sich beanspruchten. Ende 1920 wurde der Sitz des Repräsentativ-Komitees nach Ankara verlegt und in einem ,,Nationalpakt” ein Minimalprogramm der türkischen Nationalbewegung ausgearbeitet. Als die Briten im März 1920 das Parlament in Istanbul auflösten, wurde Ende April die ,,Grosse Türkische Nationalversammlung” nach Ankara einberufen. Mustafa Kemal bekleidete nun in Personalunion die Ämter des Präsidenten Nationalversammlung und des Vorsitzenden der Nationalen Regierung.


      Nationale Befreiung: (Ulusal Kurtuluş)

Mit der politischen Konsolidierung der nationalen Bewegung gingen militärische Erfolge bei der Rückgewinnung und Wiedervereinigung Anatoliens gegen die Besatzung durch äußere Mächte und gegen die auf Unabhängigkeit hinarbeitenden nicht-türkischen Völker einher. 1920 wurden die Armenier, die die östlichen Provinzen zu einem armenischen Staat zusammenfügen wollten, geschlagen. Und in einer Reihe von Schlachten konnte 1921/22 der Vormarsch der Griechen
gestoppt werden. Ende August 1922 schließlich erfolgte der türkische Generalangriff gegen die griechischen Stellungen, bei dem die Griechen in wenigen Tagen eine vernichtende Niederlage erlitten. Mitte September verließen die letzten griechischen Einheiten Izmir, gefolgt von praktisch der ganzen griechischen Zivilbevölkerung. Zum Teil seit Jahrtausenden in Kleinasien, hatten Griechen seit Jahrhunderten als Minderheit unter den Türken Westanatoliens gelebt. Am 19. 10. 1922 zogen die ersten Einheiten der Nationalen Befreiungsarmee in İstanbul ein.
 
       
Der Frieden von Lausanne: (Lozan Barışı)

Die anderen europäischen Mächte waren angesichts des unerwartet starken Widerstandes schon zuvor von ihren Plänen nach und nach abgerückt. Am 11. 10. 1922 einigten sich die Beteiligten in Mudanya auf einen Kompromiss, der in dem am 24. 7. 1922. unterzeichneten Frieden von Lausanne, den die Türkei nun von gleich zu gleich abschloss, bestätigt wurde:
Die Zugehörigkeit ganz Anatoliens zur Türkei, ohne Einschränkung der Unabhängigkeit, wurde anerkannt. Auf der europäischen Seite behielt die Türkei Osttrazien und Edirne, während sie den Anspruch auf die arabischen Gebiete aufgab. Das Meerengengebiet wurde entmilitarisiert und der türkischen Souveranitat unterstellt.


                          Mikail
                      Deutschlehrer


vagabundsverliebt


Romeoseyes


mikail

 
Sen de çok sağ ol, Sevgili Romeoseyes, zaman ayırdığın için teşekkürler.