Almanca hikaye

Başlatan Editör, Şubat 03, 2006, 03:40:55 ÖS

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MuhaяяeM

Ein Mann zuviel
1

Hansen – Meier – Schmidt – Müller! Büro Müller!! –
Der junge Mann klingelt, geht in das Haus, Zweiter
Stock. Eine Tür ist offnen, ein Schild "Büro Müller".
Er Geht rein, ein schmaler Flur, am Ende ein Schreibtisch,
dahinter eine junge Frau, Mitte Zwanzig, langes,
braunes Haar. Es ist Bea Braun, die Sekretärin von
Helmut Müller, Privatdetektiv.
,,Guten Tag, ist Herr Müller Da, bitte?"
,,Einen Moment, bitte, wie ist ihr Name?"
,,Hofinger. Her Müller wartet auf mich."
Bea Braun geht in andres Zimmer.
Nach einer Minute kommt sie zurück, zusammen mit
dem Privatdetektiv: ein Mann um die Vierzig, dunkle
Haare, freundliche, ruhige Augen, ein rundes, etwas
Trauriges Gesicht, eine ebenso runde und traurige Figur.
,,Sie sind also Herr Hofinger! Freut mich!"
,,Ja, richtig! Guten Tag, Herr Müller."
,,Kommen Sie in mein Büro. Möchten Sie einen Kaffee?"
,,Ja, gern."
,,Mit Milch und Zucker?"
,,Nur mit Milch, bitte."
Sie gehen in das Büro von Müller und setzen sich an einen Tisch.
,,Also, Herr Hofinger, was kann ich für Sie tun?"
,,Tja, also, eine Freundin, die Sie auch gut kennen,
meint, Sie sind ein guter Privatdetektiv."
,,Ach so? Und wer ist die Freundin?"
,,Petra Weiser."
,,Ah, ja. Die kenn ich gut, sehr gut sogar."
,,Freut mich. Also, ich bin gerade in Berlin, um eine
Reportage über die Filmfestspiele zu machen."
,,Aha, Sie sind Journalist?."
,,Na ja, mehr oder weniger. Ich mache Fotos und
Artikel für einige Zeitschriften, arbeite aber auch in
Der Werbung."
,,Ach, Sie sind also gar nicht aus Berlin?"
,,Nein, ich komme aus Hamburg, muss aber viel reisen.
Jedenfalls, gestern bekam ich diesen Zettel. Hier bitte!"

Kod:


   Du weißt zuviel                         
   Vorsicht - oder du         
   Bist ein toter Mann!

             


,,Donnerwetter, woher haben Sie den Zettel?"
,,Er war im Briefkasten von Petra Weiser."
,,Und wissen die, dass Sie dort wohnen?"
,,Keine Ahnung!"

Bea Braun kommt ins Zimmer.
,,Chef, Telefon Für Herrn Hofinger."
Hofinger geht ans Telefon, es ist Petra Weiser.
,,Werner, jemand war in der Wohnung, es ist alles
durcheinander, Papiere auf dem Fußboden, der
Schrank ist auf, Hosen und Hemden und alles....."
,,Ist etwas weg?" fragt Hofinger.
,,Ja, alle Fotoapparate und alle Fotos von deiner
Reportage!"
,,Oh Gott, Petra, bleib ruhig, ich sage es Herrn Müller!"

Ein Mann zuviel
2


Werner Hofinger legt den Hörer auf. Er ist nervös.
,,Es war Petra. Jemand war in der Wohnung und hat
alle Kameras und Fotos mitgenommen."
,,Wie? Ich verstehe nicht, welche Fotos?"
,,Meine Berliner Fotos. Von den Filmfestspielen, vom
Ku-Damm, vom Bahnhof Zoo, von Kreuzberg...
Kinder, Leute, Spaziergänger, ganz normale Fotos.
Eine ganz Serie."
,,Gibt es noch mehr Fotos?"
,,Ja, die sind im Fotolabor `Blitz´."
,,Und wann sind sie fertig?."
,,Heute nachmittag."
,,Gut", Detektiv Müller steh auf, gibt Herrn Hofinger
di Hand.
,,Kommen Sie Heute nachmittag gegen fünf wider
hierher. Meine Sekretärin holt die Fotos. Beruhigen
Sie sich erst mal, trinken Sie einen Kaffee."
,,Ja, danke, ich weiß nicht... das ist alles wie im Film."
Müller lächelt. ,,Ja, wie in einem schlechten Fernsehfilm."

DiaLogMaN

Ein Mann zuviel
3


Werner Hofinger geht aus dem Büro, steht im Zimmer
Der Sekretärin.
„Was ist los? Ist etwas nichts Ordnung?“ fragt Bea.
„Nichts, nichts. Danke. Ich bin ein bisschen nervös.„
„Machen Sie sich keine Sorgen, Herr Müller ist ein
wunderbarer Detektiv…“
„Ich weiß, ich weiß.“
„Soll ich ein Taxi rufen?“
„Nein, danke, ich geh´ lieber ein bisschen spazieren.
Ich brauche etwas Ruhe. Ich bin ja um fünf wieder hier!“
„Bis später, also“, sagt Bea. Dieser Herr Hofinger gefällt ihr.
Sie mag seine blauen Augen und seine Hände.
„Künstlerhäde“, denkt Bea.
Werner Hoffinger ist weg. Helmut Müller kommt in das
Zimmer von Bea. Sie träumt.
„Was ist denn mit  ihnen los?“
„So schöne Augen. Ein toller Mann.“
„Also, Bea“, sagt Müller ernst und ein bisschen
unfreundlich, denn er hat keine blauen Augen und ist
auch  nicht besonders hübsch.
„Es ist mir egal, ob Herr Hofinger schön ist oder blaue
Augen hat. Er ist ein Klient, ein Klient mit Problemen.
Außerdem ist er ein Freund einer guten Freundin. Er
wohnt bei ihr in Berlin, wenn Sie verstehen! Können
Sie mir jetzt einen Moment helfen?“
„Zu dumm“, denkt Bea. „Immer, wenn mir ein Mann
gefällt, ist er entweder verheiratet oder hat eine
Freundin.“ Sie nimmt einen Bleistift und ein Heft und
geht zu ihrem Chef.

DiaLogMaN

Ein Mann zuviel
4

Werner Hofinger geht in eine Konditorei. Dort gibt es
auch Kaffee. Jetzt sitzen nur alte Damen hier und essen
Erdbeertorte mit Sahne. Er trinkt eine Kaffee,
dann geht er zu Petra Weiser. Sie ist
nicht da. In der Wohnung ist alles chaotisch. Er räumt
ein bisschen auf. Die Bücher kommen in das Regal, die
Kleider in den Schrank, er sammelt Schallplatten ein.
Er hat keine Lust, weiter aufzuräumen. Die Fotos weg,
die Kameras weg, die ganz Arbeit für die Reportage
umsonst, der Zettel…
„Hallo Werner, wie geht´s?“ Petra ist zürückgekommen.
„Wie war´s bei Helmut Müller?“
„Gut, gut. Ich habe alles erklärt, und er war sehr nett.
Um fünf geht ich zu ihm, seine Sekretärin holt die Fotos.“
„Welche Fotos?“
„Die Fotos von gestern sind im Fotolabor. Um fünf
Uhr sind sie fertig.“
„Prima, ich komme mit, aber gehen wir essen,
einverstanden?“
Sie essen bei „Hardtke“, einer Kneipe in der Nähe vom
Ku-Damm. Dort gibt es Berliner Schlachtplatte. Immer,
wenn Werner zu Besuch in Berlin ist, geht er mit
Petra zu Hardtke. Zum Essen gibt´s eine Berliner
Weiße, eine Art Weißbier, wie man es sonst nur in
Bayern trinkt.
Nach dem Essen gehen sie zu Müller.

DiaLogMaN

Ein Mann zuviel
5


„Also ich sehe nichts Besonders“, sagt Petra. Helmut
Müller nimmt die Fotos, sucht sie noch mal an.
„Sie sind guter Fotograf, sehr gut, sehr gut, aber ich
kann nichts Besonders finden…“
„Chef, schauen Sie, Hier, auf dem Foto da hinten, zwei
Männer, sehen Sir?“
„Ja, und?“
„Ich glaube, der eine gibt dem andern etwas, irgend
etwas. Außerdem glaube ich, ich kenne die Männer.“
„Was?“
„Ja, aber sie sind so klein, man kann es nicht genau
sehen…“
„Wenn Sie wollen“, sagt Hofinger, „kann ich sie
vergrößern lassen.“
Müller überlegt einen Moment. „Eine gute Idee, aber
Das machen wir selbst. Man kann ihnen folgen.“
„Na, Chef, glauben Sie, wir haben eine Spur?“
fragt Bea.
„Ich weiß nicht, ich weiß nicht, vielleicht…“

DiaLogMaN

Ein Mann zuviel
6


Am nächsten Tag sind die Vergrößerungen fertig.
Helmut Müller hat jetzt auch das Gefühl, er hat die
beiden Männer schon einmal gesehen. Aber er ist
sich nicht sicher.
„Bea, kennen Sie diesen Mann hier?“ fragt er und
zeigt auf einen der beiden.
„Den nicht, Chef, aber den andren, glaube ich, der
vom andren das Päckchen bekommt.“
„Wer ist es?“
„Der Gläser-Peter.“
„Was? Kann nicht sein, der ist doch im Gefängnis!“
„Im Gefängnis? Lesen Sie kein Zeitung, Chef? Der
ist doch ausgebrochen!“

In diesem Moment klingelt es an der Tür. Bea macht
Auf. Es sind Werner Hofinger und Petra Weiser. Petra
Weiser sieht, wie Müller mit ernstem Gesicht ein Foto
anschaut.
„Was ist los?“ fragt sie, ein bisschen besorgt, denn sie
kennt Helmut schon lange und hat ihm noch nie mit so
einem ernsten Gesicht gesehen.
„Der Mann auf dem Foto ist der Gläser-Peter.“
„Was? Wer?“ Petra kann es nicht glauben.
Müller, Bea und Peter schauen zu Werner Hofinger.
„Gläser-Peter sucht Sie. Er ist gefährlicher Mann!“
„Und was soll ich tun?“ fragt Hofinger.
„Wegfahren“, sagt der Detektiv. „Fahren Sie für einige
Tage mit Petra weg.“
„Chef, ich weiß nicht, ich glaube, das ist keine gute Idee.“
„Warum nicht?“
„Mann kann ihnen folgen … auf der Autobahn …“
„Stimmt. Es ist besser, Sie bleiben in Berlin.“
Alle sind nervös. Nach einigen Minuten sagt Hofinger:
„So ein Pech, da komme ich nach Berlin, will Fotos von
den Filmfestspielen und Berlinern machen, und
was passier? Ich fotografiere einen Gangster!“
„Nur ruhig“, sagt Müller. „Am besten geht ihr jetzt
nach Haus. Bea bestellt euch ein Taxi. Wenn etwas ist,
ruf mich an, Petra. Du hast doch meine Nummer?“
„Die gleiche wie früher?“
„Nein“, sagt Müller etwas traurig. „Ich lebe nicht mehr
mit Karin zusammen, wir haben uns getrennt. Ich
wohne jetzt in Wilmersdorf, in der Neuen-Kant Straße.
Meine Nummer ist zwei – zwei – vier – drei – sieben – fünf.“
„Zwei – zwei – vier – drei – sieben – fünf“ wiederholt
Petra und schreibt die Nummer auf.
„In Ordnung. Wenn es ein Problem gibt, rufen wir dich
an. Danke, Helmut, vielen Dank.“
„Schon gut, schon gut.“

22 43 75  Helmut

Petra und Werner nehmen ein Taxi. Der Fahrer ist ein
junger Student. Er verdient sich sein Studium als Taxi-
Fahrer – wie viele andre Studenten. Es geht nur langsam
Voran, die Straßen sind voller Autos. Jetzt, gegen
sechs Uhr, ist er am schlimmsten, es ist Büroschluss,
und alle Leute fahren nach Hause. Endlich sind sie
wider vor dem Haus von Petra.
„Achtzehn sechzig“, sagt der Fahrer. Werner gibt ihm
einen Zwanzigmarkschein.
„Stimmt so.“

Sei steigen aus und schauen nach links und rechts. Sie
Glauben, dass niemand ihnen folgt oder sie beobachtet.
Schnell gehen sie in das Haus. Petra öffnet den Briefkasten
– nichts. In der Wohnung ist immer noch Chaos.
Werner geht ins Wohnzimmer und legt eine Platte
Von Udo Lindenberg auf, ´Udo und Panikorchester´.
„Warum ist das Foto bloß so wichtig für den Gläser-
Peter?“
„Keine Ahnung, Peter, Ich habe wirklich keine Ahnung!“

Am nächsten Morgen um 10 Uhr klingelt es an der Tür.
Werner und Petra sind beim Frühstück, Berliner
Schrippen mit Butter und Marmelade, dazu Kaffee.
Petra steht auf und geht zur Tür:
„Wer ist da?“ fragt sie, ohne zu öffnen.
„Ich bin´s, Helmut Müller.“
Petra öffnet die Tür. „Guten Morgen. Hast du schon
gefrühstückt?“
„Guten Morgen. Ja, danke.“
„Möchtest du eine Tasse Kaffee?“
„Danke, gern.“
Helmut Müller setzt sich zu Werner Hofinger an den Tisch.
„Na, wie geht´s heute morgen?“
„Ach, es geht schon … Sagen Sie mall,  haben Sie eine
Idee, warum das Foto wichtig ist für Gläser-Peter?
Petra und ich finden keine Lösung.“
„Ich glaube schon, dass ich es weiß. Auf  dem Foto
nimmt Gläser-Peter ein Päckchen. Ein Mann gibt es
Ihm. Was ist wohl drin?“
„Vielleicht Heroin?“
„Genau. Und der Mann, der Gläser-Peter das
Päckchen gibt, ist der Besitzer. Gläser-Peter ist der
Verkäufer, der Mann ist aber wichtiger; er ist der
Großhändler.“
„Oh Mann“, sagt Werner, „Ich will eine Reportage über
die Berliner machen und was mache ich? Eine
Reportage über Heroinhandel!“

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Ein Mann zuviel
7

 
Werner Hofinger arbeitet schon lange als Journalist
und Fotograf. Er hat viele Länder besucht, hat viele
Menschen kennengelernt und hat nie große Angst gehabt.
Heute aber fühlt er sich nicht gut. Heute hat er Angst.

„Ja, Werner, du hast ein Foto von zwei Heroinhändlern
gemacht. Der eine ist bekannt, er war im Gefängnis.
Der andere ist bis jetzt unbekannt. Aber durch dein
Foto kann die Polizei ihn erkennen und ihn auch ins
Gefängnis bringen. Aber das Problem ist, er geht
bestimmt nicht freiwillig.“
„Genau“, sagt Helmut Müller. „Jetzt ist auch klar, wie
alles passiert ist. Werner Hofinger macht seine Fotos
von den Menschen auf dem Ku-Damm. Es gibt sehr,
sehr viele Menschen dort. Mitten unter den Menschen
ist der Unbekannte mit Gläser-Peter. Einer von beiden
sieht, wie Werner fotografiert. Er oder beide folgen
Hofinger bis zur Wohnung von Petra. Am nächsten
Tag gehen sie in die Wohnung und rauben Kameras
und Filme.“
„Aber …“, sagt Petra, „aber …“
„Sie merken, dass das Foto von ihnen fehlt, denn dieses
Foto war im Fotolabor 'Blitz'.“
Hofinger sieht Müller und Petra an und fragt nervös:
„Also? Was soll ich machen?“
Müller hat einen Plan.
„Ich muss wissen, wer der andere Mann ist. Dazu
brauche ich Sie, Herr Hofinger. Sie arbeiten einfach an
der Reportage weiter. Gläser-Peter und der Unbekannte
folgen Ihnen, und wir folgen den beiden.“
„Na hör' mal, das ist doch sehr gefährlich!“ sagt Petra.
Müller nickt mit dem Kopf: „Ja, das stimmt. Wir müssen
die Polizei informieren.“
„Die Polizei?“
„Natürlich, das ist besser so.“

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Ein Mann zuviel
8

 
Am Montag trifft Helmut Müller den Kommissar
Schweitzer. Kommissar Schweitzer ist klein, hat eine
Glatze, eine dicke Brille auf einer dicken Nase und
dünne, schmale Lippen. Er hat immer schlechte Laune.
Immer! Seine Kollegen sagen, er hat immer schlechte
Laune, weil er immer noch nicht Hauptkommissar ist.
Müller und Schweitzer sind nicht sehr befreundet, aber
arbeiten oft zusammen.
„Tag, Herr Schweitzer, wie geht's?“
„Danke, was gibt es denn?“
„Darf ich mich setzen?“
„Bitte. Also, was ist los?“
„Sie suchen doch den Gläser-Peter, stimmt's?“
„Na und?“
„Ich kann Ihnen helfen, wenn Sie wollen. Aber dann
müssen Sie mir auch helfen.“
„Quatsch.“
„Na gut, dann nicht.„ Müller steht auf und geht zur Tür.
„Moment, Herr Müller, einen Moment, bitte … Setzen
Sie sich wieder.“
Müller lächelt und setzt sich wieder.
„Was wissen Sie vom Gläser-Peter?“ fragt der Kommissar.
„Sie helfen mir also?“
„Ja.“
„Ehrlich?“
„Ehrlich.“
„Ich habe einen Klienten, der gerade eine Reportage
über Berlin und die Berliner Filmfestspiele macht.
Eines Tages bekommt er einen Drohbrief. Am Tag
darauf raubt man ihm seine Kameras und Filme. Er
kommt zu mir, und schließlich wissen wir den Grund:
Auf einem Foto ist Gläser-Peter und ein anderer Mann
mit einem Päckchen.“
„Mit einem Päckchen?“
„Also bitte, Herr Schweitzer … Was ist wohl in dem
Päckchen? Drogen! Heroin! Die Männer wissen, dass
mein Klient ein Foto von ihnen gemacht hat und
versuchen jetzt, meinen Klienten zu töten.“
„Und wer ist der andere Mann?“
„Ich weiß es nicht, aber Sie können es wissen. Hier ist
das Foto.“
„Hm, also, … nein, ich kenne ihn auch nicht. Aber
vielleicht finden wir ihn im Archiv.“
Schweitzer ruft im Archiv an. Ein Mann kommt und
holt das Foto.
„Also Müller, was haben Sie für einen Plan? Sie haben
doch einen Plan, nicht wahr?“
„Na klar. Ich finde, mein Klient macht einfach weiter
mit seiner Reportage. Die beiden Heroinhändler
verfolgen ihn, und wir verfolgen die Heroinhändler.“
„Ach du liebe Liese!“ Schweitzer sagt oft 'ach du liebe
Liese'. Helmut Müller hat oft überlegt, ob Frau
Schweitzer vielleicht Liese heißt; aber er weiß es bis
heute nicht.
„Sie sind also einverstanden, Herr Schweitzer?“
„Na klar; ein gefährlicher Plan. Aber gut, sehr gut.“

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Ein Mann zuviel
9

 
Es ist Dienstag früh. Helmut Müller ist im Büro und
liest den „Tagesspiegel“. Bea Braun, seine Sekretärin,
öffnet die Tür.
„Chef, hier ist Kommissar Schweitzer.“
„Na sowas“, sagt Müller. „Kommen Sie rein, Herr
Kommissar. Möchten Sie einen Kaffee? Frau Braun,
machen Sie mir auch gleich einen? Danke schön.“
Der Kommissar setzt sich, wie immer hat er schlechte
Laune. Seine Lippen sind noch schmaler als sonst.
Seine Glatze glänzt. Kommissar Schweitzer schwitzt.
„Hören Sie, Müller. Wir wissen, wer der andere Mann
ist. Er heißt Antonio Ferucci und kommt aus Italien. In
ganz Europa wird er gesucht. Bei Interpol steht er ganz
oben auf der Liste.“
„Oh Mann, armer Werner Hofinger!“
„Ja, ja, ich weiß. Aber wir finden ihn bestimmt.“

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Ein Mann zuviel
10

 
Dienstag Nachmittag um 16 Uhr beginnt die „Opera-
tion Ferucci“. Werner Hofinger verlässt die Wohnung
von Petra, geht auf die Straße. Mit der U-Bahn fährt er
zum Bahnhof Zoo. Neben dem Bahnhof ist Berlins
größtes Kino, der Zoo-Palast. Heute ist der letzte Tag
der Filmfestspiele. Hofinger hat zwei neue Kameras
und beginnt zu arbeiten. Hunderte von Menschen ste-
hen vor dem Zoo-Palast.
Alle wollen die Filmstars sehen, die heute im Zoo-Pa-
last sind Alle? Natürlich nicht. Unter den Menschen
sind auch Helmut Müller, Bea Braun, Kommissar
Schweitzer und … Antonio Ferucci.
Werner Hofinger sieht Ferucci etwa 50 Meter vor dem
Eingang zum Zoo-Palast. Hofinger fotografiert die
Menschen, die Filmstars, die Fans. Dann geht er lang-
sam zu den Würstchenbuden. Er weiß, dass der
Würstchenverkäufer Polizist ist. Er bestellt eine
Currywurst. Ferucci kommt zur Würstchenbude. Ein
anderer Mann steht plötzlich auch neben Hofinger –
Gläser-Peter! Hofinger hat Angst. Er sieht in der Hand
von Ferucci ein Messer.
„Die Fotos! Gib mir die Fotos!“
„Welche Fotos?“ fragt Hofinger und schwitzt.
„Die Fotos von uns beiden. Du warst doch nicht bei der
Polizei, oder?“ fragt Ferucci. Hofinger spürt das
Messer im Rücken. In diesem Moment zieht der
„Würstchenverkäufer“ seine Pistole.
„Das Messer weg! Hände hoch! Polizei!“
Hinter Ferucci und Gläser-Peter stehen Mül-
ler, Kommissar Schweitzer und zwei andere
Polizisten.
In einer Minute ist alles vorbei. Werner Hofinger ist
ganz weiß im Gesicht. Seine Hände zittern.
„Sie waren großartig, Herr Hofinger, wunderbar,
einfach wunderbar!“ sagt Helmut Müller.
Auch Bea Braun ist glücklich. Sie hatte große Angst.
So ein charmanter und mutiger Mann, dieser Hofinger,
denkt sie.

Bei Petra Weiser gibt es ein großes Abschiedsessen.
Werner Hofinger fährt morgen zurück nach Hamburg.
Helmut Müller, Bea Braun, Petra und Werner sitzen
am Tisch.
„Jetzt habe ich eine interessante Reportage über
Drogenhandel. In Hamburg kann ich sie an den „Stern“
verkaufen. Das gibt ein gutes Honorar!“
„Und der Bericht über die Filmfestspiele?“ fragt Bea
Braun.
„Zu den Filmfestspielen kommt er nächstes Jahr
wieder“, sagt Peta und lächelt. „Da macht er eine neue
Reportage.“
„Ich? Nächstes Jahr hier? Lieber bin ich dann auf den
Fidji-Inseln!“
„Schade“, sagt Bea Braun und lächelt.

ENDE

Ashtoret

Vielen Danke, lieber Diolagman...

DiaLogMaN


heart of words

arkadaslar tesekkürler... ama bu hikayenin acil olarak türkcesi lazım yardımcı olur musunuz??
danke schön......

197

Danke schön DiaLogMaN, das war eine sehr spannende Geschichte. :)