--> Israel setzt Luftangriffe auf Gaza fort
Das israelische Militär hat die Luftangriffe auf den Gazastreifen ausgeweitet. Kampfflugzeuge bombardierten am Dienstag die Bank der herrschenden Hamas. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief bei einem kurzfristig angesetzten Besuch in der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu einem sofortigen Stopp der Gewalt auf.
"Eine weitere Eskalation der Lage könnte die gesamte Region in Gefahr bringen", sagte er. Das Weiße Haus in Washington teilte mit, dass US-Außenministerin Hillary Clinton noch am selben Tag in die Region fliegen sollte.
Das Innere des Gebäudes der Islamischen Nationalbank in Gaza wurde bei dem Angriff zerstört. Der 31 Jahre alte Eigentümer Suleiman Tauil verurteilte den Angriff und erklärte, er habe mit der Politik nichts zu tun. Die Hamas hatte die Bank gegründet, um die internationalen Sanktionen zu umgehen.
Die USA, Israel und andere westliche Staaten stufen die Hamas als Terrorgruppe ein.
Derweil erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in dem gut eine Woche währenden Konflikt auf mindestens 113, darunter 54 Zivilisten. Rund 840 Menschen wurden verwundet, mehr als 220 von ihnen Kinder, wie Vertreter palästinensischer Gesundheitseinrichtungen mitteilten.
Israel fliegt seit Tagen Luftangriffe auf den Gazastreifen, um das Raketenfeuer der Hamas auf israelisches Gebiet zu beenden.
Ban: "Alarmierende Lage" im Gazastreifen
Ban Ki Moon traf sich unterdessen in Kairo mit dem Chef der Arabischen Liga, Nabil Elarabi. Dabei sprach er von einer "alarmierenden Lage" im Gazastreifen. Anschließend wollte er Präsident Mohammed Mursi treffen, bevor er weiter nach Israel reisen wollte.
Auch US-Außenministerin Clinton machte sich auf den Weg zu Gesprächen in den Nahen Osten. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses erklärte am Dienstag, Clinton werde noch am selben Tag von Kambodscha aus in die Region fliegen.
Clinton soll dort mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sprechen. Außerdem waren Treffen mit palästinensischen Vertretern in RamAllah und mit ägyptischen Regierungsmitgliedern in Kairo geplant.