Deutsche Berühmtheiten

Başlatan Nazire, Mayıs 07, 2006, 11:44:42 ÖS

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Ludwig van beethoven


Am 17.12.1770 wurde Ludwig van Beethoven in einem kleinen Zimmer in der Bonngasse 20 geboren.
Sein Vater Johann van Beethoven war wie Ludwigs Großvater sehr musikalisch.
Leider war er - wie auch seine Mutter - auch der
Alkoholsucht verfallen.
Nachdem er Ludwigs Mutter Maria Magdalena geheiratet hatte, gebar diese ihm einen Sohn.
Wegen Johann van Beethovens Alkohoeskapatden fehlte es in der Familienkasse häfig an Geld.
Ein Wunderkind kam dem Vater da sehr gelegen.

Im Alter von acht Jahren gab Ludwig van Beethoven am 26.03.1778 sein erstes Konzert in Bonn.
Die Zeit, um mit anderen Kindern zu spielen, fehlte Ludwig.
Er hatte Unterricht bei seinem Vater, und daneben nahm er Stunden bei dem Sänger und Schauspieler Tobias Pfeiffer. Später erhielt er Unterricht beim Organisten Aegidius van den Enden. Als Ludwig 12 Jahre alt war, kam er zu seinem Haptlerhrmeister, dem Musiker und Schriftsteller Christian Gottlob Neefe.
Duch Neefe erhielt Beethoven, der immer ien schlechter Schüler gewesen war, eine umfassende Allgemeinbildung.

Aus dieser Zeit rührt auch Beethovens Bewunderung für Schiller.
Duch Neefe lernte Beethoven auch den Kurfürsten Graf von Waldstein kennen, der ihn unbedingt mit Mozart bekannt machen wollte.
Im Frühjahr 1787 reiste Beethoven nach Wien und begeisterte dort den depressiven Mozart it seiner Improvisation.

Drei Monate später erkrankte seine Mutter an der Schwindsucht.
Beethoven reiste sofort nach Bonn, um seiner im Sterben liegendern Mutter bezustehen.
1788 und 1789 gab Beethoven Musikunterricht, weil er aus Trauer keine neuen Werke schreiben konnte.
Zwei seiner Schüler waren die Kinder der Witwe Helene von Breunig, Lorenz und Eleonore.
Ludwig verliebte sic in Eleonore.
Doch diese heratete den Studenten Franz Wegeler.

In der folgenden Zeit begann Ludwig an der Bonner Universität zu studieren.
1790 machte der Weltberühmte Komponist Joseph Haydn auf dem Weg nach London in Bonn Halt.
Am 24.12. spielte Beethoven ihm im kurfürstlichen Ballsall vor.
Haydn war begeistert und wollte Beethoven nach Wien schicken.
Doch der Kurfürst Maximilian Franz wollte das Genie nicht ziehen lassen.
Erst durch die Überzeugugskraft des Grafen Waldstein konnte der Kurfürst umgestimmt werden.
Am 3. November 1792 verließ Beethoven bonn, um am 10 November in Wien anzukommen.

Dort bekam er eine Wohnung im Palast desw Kurfürsten Karl von Lichnowsky.
Doch Joseph Haydn hatte den Jungen schon längst vergessen, und erst nach einem Empfehlungsschreiben des Kurfürsten Lichnowsky erkälrte er sich bereit, Beethoven Stunden zu geben. Die beiden entwicketen kein besonders gutes Verhältnis zueinander.
1794 brach Haydn nach Großbritinnien auf und schrieb seinem Schüler eine charakterisierung: "Meiner Meinung nach wird immer etwas - um nicht zu sagen Verschrobenes - doch Ungewöhnliches in Ihren Werken sein... Dunkles, weil sie selbst ein wenig finster und sonderbar sind..."

Am 25.01.1815 trat Beethoven das letzte Mal als Klaviersolist auf.
Am 07.05.1824 wurde seine 9 Symphonie uraufgeführt.
Am 26.03.1827 starb Beethoven im Alter von 56 Jahren in Wien.
er wurde auf dem Währinger Friedhof in Anwesenheit von 30000 Menschen begesetzt.

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1856-1939 

Sigmund Freud
Mediziner, Begründer der Psychoanalyse



1856
6. Mai: Sigmund Freud wird als Sohn des jüdischen Textilkaufmanns Jacob Freud und dessen ebenfalls jüdischer Ehefrau Amalia (geb. Nathanson) in Freiberg (heute: Pribor/Tschechien) geboren.


1860
Umzug der Familie nach Wien.


1873-1881
Freud studiert Medizin an der Wiener Universität.


1876-1882
Forschungstätigkeit am Wiener Physiologischen Institut.


1880
Einjähriger Militärdienst.


1881
Promotion in Medizin.


1882-1885
Anstellung am Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Freud ist an der Entdeckung der schmerzstillenden Wirkung des Kokains beteiligt.


1885
Habilitation in Neuropathologie in Wien.


1885-1902
Er ist Dozent für Neuropathologie an der Wiener Universität und beschäftigt sich mit hirnanatomischen Forschungen.


1885/86
Freud beobachtet an der Pariser Nervenklinik Salpêtrière Frauen mit seelischen Erkrankungen ohne organischen Befund (Hysterien). Jean-Martin Charcot (1825-1893) behandelt diese Patientinnen mittels Hypnose oder Suggestion. Freud bietet an, die Arbeiten Charcots ins Deutsche zu übersetzen, und erhält eine Zusage.


1886
Nach vierjähriger Verlobungszeit Heirat mit Martha Bernays, Tochter einer Hamburger jüdischen Familie.
Freud eröffnet eine neurologische Praxis in Wien.


1895
Gemeinsam mit Josef Breuer (1842-1925) stellt er in "Studien über die Hysterie" die Methode der freien Assoziation vor. Da die Ursache seelischer Störungen verdrängte traumatische Erfahrungen seien, kann der Analytiker durch Deutung spontaner Äußerungen von Patienten auf deren verschlüsselte Ängste schließen und den Patienten von seiner Neurose befreien.


1895
Geburt der Tochter Anna Freud (1895-1982), des fünften der insgesamt sechs Kinder.


1897
Freud formuliert in einem Brief an Wilhelm Fliess nach selbstanalytischen Betrachtungen den "Ödipus-Komplex": Er bemerkt seine Verliebtheit in seine Mutter bei gleichzeitiger Eifersucht gegen den Vater und hält sie für allgemeingültig. Damit ersetzt er die Lehre vom pathogenen Trauma durch die Lehre von der pathogenen Wunscherfüllung.


1900
"Die Traumdeutung" erscheint. Freud führt hier die grundlegenden Begriffe der frühen Psychoanalyse ein. Der Hauptantrieb menschlichen Verhaltens entspringe unterbewußten kindlichen Sexualphantasien, denen gesellschaftliche Normierungen gegenüberstehen. Mittels "Sublimierung" kann der Mensch die unterdrückte Libido in kulturelle Leistungen umwandeln. Träume seien verschlüsselte Hinweise auf den Konflikt zwischen menschlichen Wünschen und Verboten.


1901 In "Psychopathologie des Alltagslebens" beschäftigt sich Freud mit der Bedeutung von Vergeßlichkeit und Versprechern. Diese Fehlleistungen können nach Freud jedoch auch durch Egoismus, Feindseligkeit oder Eifersucht entstehen.


1902
Freud erhält die Professur für Neuropathologie an der Wiener Universität.
In den Tagungen der "Psychologischen Mittwochs-Vereinigung" in Freuds Wohnung wird die neue Deutungskunst diskutiert und erprobt.


1905
In "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie" beschreibt Freud die sexuelle Komponente des normalen und des pathogenen Verhaltens. Er gesteht erstmalig bereits dem Kleinkind erotische Impulse zu und betont nochmals den Sexualtrieb als die größte Antriebskraft menschlichen Verhaltens.


1908

Der Erste Internationale Psychoanalytische Kongreß findet in Salzburg statt.


1910
Gründung des "Zentralblatts für Psychoanalyse" und der "Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung". Auf Freuds Vorschlag wird Carl Gustav Jung (1875-1961) zum Präsidenten gewählt.


1913
In der Schrift "Totem und Tabu" analysiert Freud Inzestverbote bei den Aborigenes. Die religiöse Anbetung eines Totems und der soziale Zusammenhalt seien Ergebnis verdrängter Inzestwünsche und Aggressionen.


1916/17
Freud hält an der Wiener Universität zum letzten Mal die Vorlesung "Einführung in die Psychoanalyse".


1919

Gründung des "Internationalen Psychoanalytischen Verlags".


1920
In "Jenseits des Lustprinzips" revidiert Freud die Wunscherfüllungstheorie und gelangt zum Triebdualismus von Tod und Eros.


1923

Bei Freud wird Krebs diagnostiziert. Bis zu seinem Tod muß er sich 33 Operationen unterziehen.


1923-1930
Freud modifiziert die Struktur des "psychischen Apparats" in das "Es" (Unterbewußtsein), in das "Ich" (Vermittlungsinstanz zwischen dem "Es" und der Außenwelt) und das "Über-Ich" (auferlegte Normen und Verhaltensmuster).


1930
Er erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt (Main). Antisemitische Organisationen protestieren gegen die Verleihung des Preises an einen jüdischen Wissenschaftler.
"Das Unbehagen in der Kultur" erscheint. Freud erkärt hier, der Ursprung religiösen Glaubens sei der infantile, präödipale Wunsch, mit der omnipotenten Mutter zu einer Einheit zu verschmelzen.


1933

Die gemeinsam mit Albert Einstein verfaßte Schrift "Warum Krieg?" erscheint.
10. Mai: Bei der von den Nationalsozialisten inszenierten Bücherverbrennung werden auch Freuds Werke verbrannt.


1935

Freud wird Ehrenmitglied der British Royal Society of Medicine.


1938

Nationalsozialistische Repressionen nach dem "Anschluß" Österreichs an das Deutsche Reich zwingen Freud in das Exil nach Großbritannien. Bis zu seinem Tod praktiziert er in London.


1939
23. September: Sigmund Freud stirbt in London.
(se)




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Johann Sebastian Bach
"Ein musikalischer Dichter zur Ehre Gottes"


Johann Sebastian Bach (Porträt)


"Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen, wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien." - So sagte Beethoven, der selber ein großer Komponist war, von Bach.

Johann Sebastian Bach wurde 1685 in der Stadt Eisenach in Thüringen geboren. Er hatte eine harte Jugend und lebte immer in bescheidenen Verhältnissen. Aber er war von einem ungeheuren Fleiß und wollte immer dazulernen. Als er mit zehn Jahren Waise wurde, nahm ihn ein älterer Bruder, der Organist war, zu sich. Hier schrieb er sich einmal heimlich nachts bei trübem Kerzenschein Noten ab, bis sein Bruder es merkte und ihm die Noten wegnahm.

Virtuoser Organist
Mit 18 Jahren war Bach bereits Organist in Arnstadt. Von hier aus machte er zu Fuß eine Reise zu dem 350 km entfernten Lübeck, um dort den berühmten Organisten Buxtehude zu hören.

1708 trat Bach als Hoforganist in den Dienst des Herzogs von Sachsen-Weimar. Hier komponierte er einen großen Teil seiner Orgelwerke (Präludien und Fugen). Denn er war bereits jetzt ein berühmter Orgelspieler. Ein Zeitgenosse sagte von ihm: "Seine Füße flogen über die Orgelpedale, als ob sie Flügel hätten, und wie ein Donner brausten die Klänge durch die Kirche."

In diesen Jahren wollte sich der bekannte französische Orgel- und Cembalospieler Marchand einmal in Dresden mit Bach vor einer großen Zuhörerschaft im Cembalospiel messen. Aber als Bach zur vereinbarten Stunde erschien, war Marchand kurz vorher heimlich abgereist. Er wußte, daß Bach ihn besiegen würde.

Konzertmusik in Köthen
Im Jahr 1717 ging Bach nach Köthen bei Magdeburg. Er wurde dort Leiter des fürstlichen Hoforchesters. Die sechs Jahre hier waren für ihn eine sehr glückliche Zeit, obgleich er in Köthen seine erste Frau durch den Tod verlor. Hier schrieb er für den fürstlichen Hof viele Suiten, Sonaten und Konzerte, darunter auch die bekannten sechs "Brandenburgischen Konzerte".

Thomaskantor in Leipzig


Thomaskirche in Leipzig
1723 wurde Bach Kantor (Organist) an der Thomaskirche in Leipzig. Er war damit für die Kirchenmusik an den Leipziger Kirchen verantwortlich. Oft komponierte er für jeden Sonntag eine neue Kantate für den Gottesdienst in den Kirchen. In den Kantaten wurden die Gedanken der Predigt musikalisch vorgetragen. Insgesamt schrieb er rund 200 Kirchenkantaten.

Mit den Schülern der Thomasschule mußte Bach für jeden Sonntag seine Kantaten und andere Musikstücke einüben. Er hatte außerdem auch noch den Schülern Lateinunterricht zu erteilen. Weil die Schüler häufig schlecht sangen oder nicht gehorchten, mußte er sich oft über sie ärgern. Deshalb hatte Bach mit dem Rat der Stadt Leipzig harte Auseinandersetzungen wegen der Thomasschüler und wegen anderer Dinge. Erst nach langen Kämpfen konnte er seine Forderungen wenigstens zum größten Teil durchsetzen.



Matthäuspassion
Bach war ein gläubiger Christ. Er sagte: "Mit aller Musik soll Gott geehrt werden und sollen die Menschen erfreut werden. Wenn man Gott mit seiner Musik nicht ehrt, ist die Musik nur ein teuflischer Lärm und Krach." Oft schrieb er über seine Kompositionen "J. i.", die Abkürzung für lateinisch "Jesu iuvall" = "Jesus, hilf". Und die meisten seiner Werke kennzeichnete Bach mit den Buchstaben: s.d.g. = soli deo gloria = "Gott allein die Ehre!" Der große Meister wußte, daß er nur mit der Hilfe von Jesus und Gott gute Musik machen konnte.

Bachs größtes Werk ist neben der h-moll-Messe seine Matthäuspassion. In ihr hat er die Passions- oder Leidensgeschichte Jesu nach dem Matthäusevangelium in der Bibel in herrlicher Musik vertont. Nicht wenige Menschen sind durch das Hören der Matthäuspassion zum Glauben an Jesus und Gott gekommen. Deshalb nennt man Bach auch "den fünften Evangelisten" neben den vier Evangelisten in der Bibel.

Lebensende
Drei Jahre vor Bachs Tod lud der kunst- und musikliebende Preußenkönig Friedrich der Große ihn zu einem Besuch nach Potsdam ein. Bach widmete dem König daraufhin das "Musikalische Opfer". Dieses Werk und Bachs letztes unvollendetes Werk "Die Kunst der Fuge" sind größte polyphone (mehrstimmige) Meisterwerke. Sie sind deshalb auch nicht leicht zu verstehen.



Bach im Kreis seiner Familie
Von seinen beiden Frauen hatte Bach zusammen zwanzig Kinder, von denen jedoch nur sechs Söhne und vier Töchter groß wurden. Vier von seinen Söhnen wurden selber berühmte Komponisten.

Kurz vor seinem Tod im Jahr 1750 erblindete Bach. Als allerletztes Werk diktierte er seinem Schwiegersohn eine Komposition über das Kirchenlied "Vor deinen Thron tret ich hiermit, Gott Vater, und demütig bitt, wend von mir armen Sünder nicht dein gnadenvolles Angesicht." Er wußte, daß er jetzt durch seinen Tod zu Gott gehen würde, in das ewige Leben bei Gott.

Johann Sebastian Bach war bald nach seinem Tod vergessen. Die Menschen wollten eine einfachere und leichtere Musik hören, als Bach sie schrieb. Erst hundert Jahre später fing man an, seine Größe zu entdecken. Und heute wird seine Musik in der ganzen Welt gespielt. Für viele Menschen ist Bach der größte aller Komponisten.


Quelle:Der Weg

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Physiker
Albert Einstein: Auf der Suche nach der letzten Ursache unserer Welt
 

Einer der berühmtesten Männer ist Albert Einstein. Er hat unser Wissen über den Aufbau unserer Welt sehr vermehrt. Man darf ihn mit Kopernikus und Newton vergleichen.

Kopernikus (um 1500) entdeckte, daß die Erde um die Sonne kreist (und nicht umgekehrt, wie man bis dahin dachte). Und Newton (um 1700) erkannte, daß alle kleinen und großen Körper in der Welt sich gegenseitig durch die Anziehungskraft (Gravitation) anziehen. Dadurch bleiben alle Gegenstände und die ganze Welt im Gleichgewicht, in Harmonie.

Die Relativitätstheorie
Einstein hat nun gesehen, daß Raum, Zeit und Energie sich verändern können. Sie hängen voneinander ab. Wenn sich zum Beispiel von zwei gleich großen Körpern der eine schneller bewegt als der andere, wenn sich also seine Bewegungszeit verändert, verändert sich auch sein Raum: er wird kleiner als der andere, langsamere Körper. Wir nennen diese Entdeckung Einsteins die „Relativitätstheorie“ (relativ = abhängig: Raum, Zeit und Energie hängen voneinander ab).

Auch andere wichtige Entdeckungen hat Einstein gemacht. Alle seine Erkenntnisse sind schwer zu verstehen.

Ein scharfer Denker
Albert Einstein wurde 1879 als Kind deutscher Juden in der süddeutschen Stadt Ulm geboren. Sein Vater hatte eine kleine Fabrik. Schon seit Jahrhunderten lebte die jüdische Familie Einstein in Deutschland. Albert hat immer gesagt, daß Deutsch seine Muttersprache sei. In den USA, wo er später lebte, hat er sich nie zu Hause gefühlt. Englisch sprach er schlecht.

Einstein verließ mit 15 Jahren die Oberschule ohne Abitur. Er haßte den Zwang der Schule. Lieber beschäftigte er sich zu Hause intensiv mit dem, was ihn persönlich interessierte: mit naturwissenschaftlichen Problemen. Er war ein starker Individualist. Seine Freiheit ging ihm über alles.

Er war auch ein großer Denker, wie wenige andere Menschen. Er hat alle seine Entdeckungen nur durch Grübeln [1] und Nachdenken gemacht, ohne alle praktischen Experimente.

In der Schweiz konnte Einstein das Studium zum Ingenieur machen. 1902 fand er eine Anstellung beim Patentamt in Bern/Schweiz. Jetzt konnte er auch heiraten. Dem Ehepaar wurden zwei Söhne geboren.

Zeit und Raum
 

Durch folgenden einfachen Versuch zeigte Einstein, daß Zeit und Raum voneinander abhängen: Genau in der Mitte eines fahrenden Zugs schickt ein dort stehender Beobachter gleichzeitig einen Lichtstrahl nach vorn zum Anfang und nach hinten zum Ende des Zugs. Beide Lichtstrahlen brauchen bis zum Anfang und Ende des Zugs genau die gleiche Zeit.

Nun steht ein zweiter Beobachter auf dem Bahndamm. Er sieht jedoch, daß der Lichtstrahl am Ende des Zugs früher ankommt als am Anfang. Denn der Zug fährt ja dem nach hinten geschickten Lichtstrahl entgegen, während er dem nach vorn geschickten davonfährt. Wir sehen: der Lichtstrahl braucht für die gleiche Strecke verschiedene Zeiten, wenn der Raum (der Ort der Beobachter) verschieden ist.

Neugierig aus Leidenschaft
Allmählich wurde Einstein bekannt und berühmt. Er wurde Professor, ab 1914 in Berlin. 1921 bekam er den Nobelpreis [2]. Dabei blieb Einstein bescheiden. Er sagte: „Ich habe keine besondere Begabung. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig“.

In seinem Privatleben war er recht frei. Er trennte sich von seiner ersten Frau und heiratete seine Cousine Elsa. Er war oft nachlässig gekleidet, seine Haare waren lang und unordentlich. Zum Kummer seiner Frau flirtete [3] er viel mit anderen Frauen.

Einstein entdeckte auch, daß Masse und Energie voneinander abhängen. Bei hoher Geschwindigkeit verwandelt sich Masse immer mehr in Energie. Masse ist „gefrorene“ Energie, Energie ist „aufgetaute“ Masse. Deshalb können z.B. kleine Mengen radioaktiven Materials in der Atombombe in ungeheure Energien umgewandelt werden.

Durch Einsteins Erkenntnisse glaubt man heute, daß das Weltall ein riesiger gekrümmter, also nicht unendlicher, Raum ist. Wenn man einen Lichtstrahl losschickt, kehrt dieser nach sehr langer Zeit auf einer gekrümmten Bahn wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück.

Ein Demokrat und die Atombombe
Einstein war ein entschiedener Demokrat. Krieg war ihm verhaßt. Er kämpfte für die Abrüstung [4] der Völker.   
Einsteins Arbeitsplatz in Princeton (USA) 

Er setzte sich auch für einen eigenen Judenstaat in Palästina ein, er war Zionist. Dadurch war er den Nazis [5] verhaßt. Als sie 1933 in Deutschland an die Macht kamen, ging er deshalb in die USA.

Im 2. Weltkrieg bat Einstein zusammen mit anderen Wissenschaftlern den amerikanischen Präsidenten, die Atombombe zu bauen. Man glaubte nämlich, daß auch Hitler eine Atombombe baut. Später sah Einstein, welche Zerstörungen die Atombombe verursacht. Deshalb bereute er bis zu seinem Tod, den Bau der Atombombe veranlaßt zu haben.

Einstein wurde auch gebeten, Staatspräsident des neugegründeten Staates Israel zu werden. Aber er lehnte es ab. Den Deutschen hat Einstein nie verziehen, daß Hitler Millionen Juden umgebracht hat. Das kann man verstehen. Doch seine letzten Worte auf seinem Sterbebett waren deutsch.

Auf der Suche nach der letzen Ursache der Welt
Wie kaum ein anderer Mensch wollte Einstein die letzte Ursache unserer Welt entdecken. Deshalb arbeitete er bis zu seinem Tod 1955 an einer Formel, die alle Kräfte in unserer Welt (Gravitation [6], Magnetismus und Elektrizität) zusammenfaßt. Aber er fand trotz großer Mühe diese Formel nicht. Und doch war Einstein nicht konsequent. Denn die letzte Ursache unserer Welt ist Gott. Und Gott suchte er nicht.

Wie in einer Uhr alle Räder miteinander verbunden sind und sich nach einem sinnvollen Plan bewegen, so sind in unserer Welt alle Bewegungen sinnvoll miteinander verbunden. Dadurch ist Ordnung in unserer Welt, dadurch ist Leben in ihr möglich. Unsere Welt ist wie ein großes Uhrwerk. Und wie eine Uhr nicht von allein entstanden ist, sondern von einem klugen Menschen gebaut wurde, so muß auch unsere Welt, das große „Uhrwerk“, von einer ungeheuer [7] klugen, allmächtigen Person gebaut worden sein: nämlich von Gott.

Unsere Welt ist ein Geheimnis
Zwar glauben viele Menschen, die Welt sei durch Entwicklung (Evolution) von allein entstanden. Aber würde jemand behaupten, eine Uhr habe sich selber zusammengesetzt, so würde man ihn nicht ernstnehmen. So kann man auch die Menschen, die Gott ablehnen, nicht ernstnehmen.

Einstein glaubte nicht an Gott. Aber er bewunderte den sinnvollen Aufbau unserer Welt. Er sagte: „Unsere Welt ist ein Geheimnis“. Er ahnte Gott.


Quelle:Der Weg

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Friedrich II., der Große (1712-1786)
Der Preußenkönig
Seinen Beinamen "der Große" erhielt Friedrich II. nach dem zweiten Schlesischen Krieg, das war im Jahre 1745. 

Friedrich II.
Nach dem Siebenjährigen Krieg, dem dritten, den er um die Provinz Schlesien führen mußte, nannte man ihn den »Alten Fritz«, obwohl er erst 51 Jahre alt war. Von Gicht und Sorgen gebeugt, kehrte er auf seinen Krückstock gestützt nach Berlin, genauer gesagt nach Potsdam zurück.

Friedrich II. wurde am 24. Januar 1712 in Berlin geboren, als Sohn Friedrich Wilhelms I., den die Geschichte den "Soldatenkönig" nennt. Seine Mutter, Sophie Dorothea, die Tochter des Kurfürsten von Hannover und Königs von England, war der musische Gegensatz zu dem sehr strengen Vater. Zu ihr fühlte sich das empfindsame Kind und später der junge Friedrich hingezogen. Von ihr fühlte er sich in seiner Liebe zur Musik und Dichtkunst ebenso verstanden wie von seiner älteren Schwester Wilhelmine. Obwohl in die Rolle des Kronprinzen hineingeboren, stieß ihn alles Soldatische ab. Als Achtzehnjähriger versuchte er einmal, die Armee heimlich zu verlassen, aber die Flucht mißlang. Er wurde auf die Festung Küstrin gebracht, und sein Helfershelfer, der Leutnant Hans Hermann von Katte, wurde vor seinen Augen im Hof der Festung enthauptet. Jetzt begriff Friedrich den eisernen Willen seines Vaters und beugte sich ihm, auch als ihm Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern zur Frau verordnet wurde. Dennoch begannen mit dieser Ehe die vier glücklichsten Jahre in Friedrichs Leben, auf Schloß Rheinsberg in der Mark Brandenburg, wo er auch begann, dem französischen Philosophen Voltaire zu schreiben. Später lud er ihn auch an seinen Hof ein. Friedrich sprach fließend Französisch, Deutsch nur wie ein Kutscher.

Was er im Jahre 1740 vorfand, als er nach dem Tod des Vaters König von Preußen wurde, waren zusammenhanglose Länder: Ostpreußen, Brandenburg und Besitzungen am Rhein. Der junge Mann hatte längst begriffen, daß mit diesem Preußen kein Staat zu machen war. Das wollte er ändern. Die Gelegenheit dazu fand sich, als in Wien plötzlich der deutsche Kaiser starb und dessen junge Tochter Maria Theresia Regentin der habsburgischen Erblande wurde. Friedrich nutzte diese Gelegenheit aus und fiel im Dezember des Jahres 1740 zum ersten mal mit seinem Heer in Schlesien ein und besetzte Breslau. Dies war kein ruhmreicher Feldzug. Ein zweiter und dritter folgten. Erst danach konnte sich Friedrich vollauf seinem ausgebluteten Land widmen. "Ich bin", wie er sich ausdrückte, "der erste Diener meines Staates." So hat er sein königliches Amt aufgefaßt und danach gehandelt.

"In meinem Staat kann jeder nach seiner Fasson selig werden!" Auch das galt. In Preußen fanden alle, die um des Glaubens Willen aus ihrer Heimat davonziehen mußten, ein neues Zuhause. Friedrich der II. gründete in Berlin die Akademie der Wissenschaften, führte die Schulpflicht und die Pressefreiheit ein. Er wollte in seinem Staat die Aufklärung, die geistige Unabhängigkeit seiner Untertanen ermöglichen, und soweit es ihm möglich war, hat er sie auch verwirklicht.

In seiner Außenpolitik verlor er niemals die Großmacht Preußen aus den Augen. Er hatte sie geschaffen und dafür mit der Einsamkeit im letzten Abschnitt seines Lebens bezahlt. Nur seine Hunde und sein Leibhusar waren in den letzten Lebenstagen bei ihm, wenn er sich auf die Terrasse seines Schlosses Sanssouci hinausgeleiten ließ. Dieses Schloß hatte er selbst entworfen, und der große Baumeister und Architekt Knobelsdorf hatte es ihm gebaut, auf einem brandenburgischen Sandhügel. Hier, auf der Terrasse von Sanssouci, wollte er auch begraben sein. Die Gruft dazu war vorbereitet. Aber es kam anders. Sein Nachfolger hielt sich nicht an das Testament, er ließ den Sarg in die Garnisonskirche von Potsdam bringen.

Die Zeitläufe seit dem Todestag Friedrichs II. am 17. August 1786 krempelten Deutschland um und brachten neue Grenzen. Und so kam es, daß der Sarg Friedrichs des Großen bis 1993 in der Kapelle der Hohenzollernburg in Hechingen/Württemberg stand. Dort, wo es mit dem Geschlecht der Hohenzollern seinen Anfang genommen hatte, von wo sie ausgezogen waren über Nürnberg, Tangermünde nach Berlin und Potsdam. Hier hat er heute nun wieder seine letzte Ruhestätte gefunden.

Quelle:Der Weg

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Kurze Martin Luther Biographie, 1483-1546





Reformator, geboren 10. 11. 1483 Eisleben, gest.18. 2. 1546 Eisleben; Sohn des Bergmanns Hans Luther, trat infolge eines bei einem heftigen Gewitter abgelegten Gelübdes am 17. 7. 1505 in den Orden der Augustiner-Eremiten zu Erfurt ein, wo er 1507 zum Priester geweiht wurde.
1512 wurde er in Wittenberg zum Doktor der Theologie promoviert. Seine erste Vorlesung über die Psalmen hielt Luther 1513-1515, 1515/16 folgten Vorlesungen über den Römerbrief und 1516-1518 über Galater und Hebräerbrief.

Die Verkündigung des Ablasses zugunsten des Neubaus der Peterskirche in Rom durch den Dominikaner J. Tetzel in marktschreierischer Weise rief bei Luther Widerspruch hervor. Luther formulierte seine Bedenken in 95 Thesen, die er am 31. 10. 1517 zum Zweck einer Disputation mit Gelehrten in Wittenberg anschlagen liess und dem Mainzer Erzbischof und dem Bischof von Brandenburg zusandte mit der Aufforderung zu einer schriftlichen Gegenäußerung.

Luthers Thesen fanden, ihm selbst unerwartet, eine ungeahnt weite Verbreitung. Schon 1518 erhoben der Erzbischof von Mainz und die Dominikaner Klage in Rom. Im Verhör durch den Kardinallegaten Th. Cajetan de Vio im Oktober 1518 zu Augsburg lehnte Luther einen Widerruf ab. Auf der Leipziger Disputation im Juli 1519 zwischen J. Eck u. A. Karlstadt lehnte Luther die Irrtumslosigkeit der allgemeinen Konzilien ab. Aus seiner Rechtfertigungsverkündigung ergab sich notwendig die Kritik am Papsttum, das sich nach Luthers Auffassung über den klaren Wortlaut der Schrift hinwegsetzte.

Die Bulle "Exsurge Domine" vom 15. 6. 1520 forderte seine Unterwerfung. Luther antwortete mit der Veröffentlichung seiner 3 grossen Programmschriften "An den christl. Adel deutscher Nation von des christl. Standes Besserung" (August 1520), "Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche" (Oktober 1520) u. "Von der Freiheit eines Christenmenschen" (November 1520), durch die er den größten Teil des deutschen Volkes für sich gewann. Die päpstliche Bulle seiner Verurteilung übergab er am 10. 12. 1520 feierlich der Verbrennung.

Am 3. 1. 1521 wurde Luther von Papst Leo X. exkommuniziert. Auf dem Reichstag zu Worms im April 1521 lehnte Luther den Widerruf und die stumme Unterwerfung unter ein allgemeines Konzil ab; Kaiser Karl V. verhängte darauf ueber Luther die Reichsacht. Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen ließ Luther nach einem Scheinüberfall auf die Wartburg bringen, wo die Übersetzung des Neuen Testaments entstand, die 1522 im Druck erschien und 1534 durch die Übersetzung des Alten Testaments ergänzt wurde.

Während des Wartburgaufenthalts hatten sich vielerorts luth. Gemeinden gebildet. Seine Schrift gegen die Mönchgelübde bewog zahlreiche Mönche und Nonnen, die Klöster zu verlassen. Die 1524/25 allenthalben im Reich ausbrechenden Bauernaufstände beriefen sich vielfach auf Luthers Lehren, doch die verübten Greuel veranlassten ihn nach anfänglichem Verständnis fuer die Anliegen der unter Rechtsunsicherheit leidenden Bauern, die Fürsten "wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern" aufzurufen.

Am 13. 6. 1525 heiratete Luther die ehem. Zisterziensernonne Katharina von Bora. Der Gegensatz zu H. Zwingli u. den Wiedertäufern trat nun schärfer hervor. Das Marburger Religionsgespräch (1529) mit Zwingli führte nur zu teilweiser Über-einstimmung, weil Luther an der wirklichen Gegenwart Christi im Abendmahl festhielt. Zur Belehrung für das Volk verfasste Luther 1529 den "Kleinen Katechismus", für die Pfarrer den "Grossen Katechismus".

Auf dem Augsburger Reichstag 1530 legten mehrere evangelische Reichsstände ihre hauptsächlich von Melanchthon verfasste Bekenntnisschrift ("Confessio Augustana", "Augsburger Bekenntnis") vor. 1539 legte er in der Schrift "Von den Conciliis u. Kirchen" seinen Kirchenbegriff dar. Er leugnete nicht die Heilsmöglichkeit für den römisch-katholischen Christen innerhalb einer vom Papst geleiteten Kirche, zeigte aber den Ursprung der Kirche in Wort und Sakrament, ohne menschliche Zusätze, auf.

In seinen letzten Lebensjahren widmete sich Luther dem Ausbau seiner Gemeinden. Luthers Schriften und Bibelübersetzungen haben zur Verbreitung u. Durchsetzung einer allgemeine deutschen Hochsprache wesentlich beigetragen. Seine Sprache war geprägt vom Stil der meisten Kanzleien und der mittelalterlichen Prosaliteratur. Luthers Theologie hat ihr Zentrum in der Rechtfertigungsverkündigung, die christozentrisch interpretiert werden muß.

In seiner genialen Bibelauslegung ist ein Reichtum theologischer Neuansätze angelegt, der sich schlecht in ein System einfangen läßt. In unerbittlichem Ringen um die Wahrheit der Offenbarung Gottes in Christus bereitete Luther auch der neuzeitlichen Problematik (Welt- u. Menschenbild) die Bahn. Im politischen und sozialethischen Bereich keineswegs prinzipiell konservativ, ordnete sich Luther doch dem Rahmen des 16. Jahrhunderts in mancher Hinsicht ein. Er verstand sich als Lehrer der Heiligen Schrift, nicht als Reformator der Kirche oder des Staats im Rahmen der damaligen Gesellschaftsordnung.




zegroz


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Annette von Droste-Hülshoff
Geboren am 10. Januar 1797 auf Schloß Hülshoff bei Münster. Sie stammt aus altwestfälischem Geschlecht. Trotz der von Krankheiten erschütterten Jugend erhielt sie eine reichhaltige Bildung. Sie knüpfte Bekanntschaft mit A. W. Schlegel, Adele Schopenhauer, Levin Schücking, Ludwig Uhland, Gustav Schwab und anderen. Seit 1841 lebte sie meist am Bodensee. Dort erfuhr sie eine halbmütterliche Liebe zum 17 Jahre jüngeren Schücking. Sie starb am 24. Mai 1848 in Meersburg am Bodensee.




1838 Gedichte
1842 Die Judenbuche
1844 Gedichte
1851 Das geistliche Jahr
1860 Letzte Gaben (Nachlaß)