Ein anderer Text/Leseverstehen B2

Başlatan doğa, Şubat 17, 2008, 01:46:38 ÖS

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doğa

Zwischen Krebs und Kommerz“ – Von den tödlichen Folgen des Rauchens
Ein Interview zwischen dem Rundfunk-Redakteur Jörg Seiderer und zwei Heidelberger Fachärzten

zum Thema Rauchen. Dr. Rüdiger Bechstein äußert sich kritisch über die Machenschaften der Tabakindustrie,
Frau Dr. Lydia Rettke schildert die Gefahren, denen Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind, die früh mit dem
Rauchen anfangen, und gibt Tipps, was man dagegen tun kann.
Zu diesem Text sollen Sie 10 Aufgaben lösen.
Lesen Sie jetzt die fett gedruckten Fragen neben den Nummern 6 – 15. Hören Sie den Text zuerst einmal ganz.
Danach hören Sie ihn in Abschnitten noch einmal.
Herr Dr. Bechstein, wieso ist Rauchen ein allgemeines Gesundheitsproblem?
Es ist inzwischen statistisch erwiesen, dass immer mehr Menschen zur Zigarette greifen.
Raucherschicksale beginnen oft schon im jugendlichen Alter. Die meisten kompensieren damit
Unsicherheiten, Einsamkeitsgefühl oder Langeweile. Erst nach und nach wird der Glimmstängel
zur Sucht.
Nun könnte man doch den Standpunkt vertreten: Jeder ist seines Glückes Schmied und soll
frei entscheiden, ob er rauchen will oder nicht.
So frei ist man da nicht. Immerhin würden 70 % der Raucher gern aufhören, schaffen es aber
nicht. Und da trägt die Tabakindustrie eine beträchtliche Verantwortung.
Inwiefern?
Nehmen Sie nur den Megaprozess in den USA: Die amerikanische Regierung verklagt derzeit
die US-Tabakindustrie, weil diese seit Jahrzehnten Studien unterdrückt haben soll, die vor den
Gefahren des Rauchens warnen. Zudem soll die Industrie den Nikotingehalt von Zigaretten
manipuliert haben, um so deren Suchtwirkung und damit den Absatz zu steigern.
Wie sieht es in Deutschland aus? Die Bundesregierung versucht doch mit allen ihr zur
Verfügung stehenden Mitteln, die Zahl der Raucher zu reduzieren.
Schön wär’s! – Hier entsteht in der Tat ein völlig verzerrtes Bild. Zwar gibt es aus öffentlichen
Geldern bezahlte Anti-Tabak-Kampagnen, aber die werden zum Teil von der Tabakindustrie
mitfinanziert und …
Verzeihung … das klingt nicht sehr logisch.
… ist aber so … und … Sie können sich gar nicht vorstellen, mit welchen heimtückischen
Methoden die großen Tabakfirmen arbeiten, um Einfluss auf die Politiker zu nehmen. Die
erstellen Gutachten, von denen sie sich erhoffen, dass Politiker in Brüssel und Berlin sie sich zu
eigen machen. Nur so lässt sich erklären, dass es in Deutschland z.B. immer noch kein allgemeines
Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden gibt, im Gegensatz zu anderen europäischen
Ländern. Gestern Abend war ich zum Beispiel in einem schönen Restaurant, wo das Essen hervorragend
war – und die Luft total verraucht. Und ich kann Ihnen sagen, nirgendwo in Europa
oder Amerika ist man gezwungen, so viel Rauch einzuatmen.
Sind Sie nicht ein bisschen intolerant?
Das hat mit Intoleranz nichts zu tun. Wer die Raucher verteidigt, handelt wider besseres Wissen.
Vor Aids haben die Leute eine höllische Angst, gegen BSE versuchen sie, sich zu schützen.
Es werden harte Kämpfe geführt, damit Autos schadstoffärmere Abgase produzieren. Und dann
stellt sich ein vom Raucherhusten befallener Bürger hin und kämpft gegen die Aufstellung eines
Handymastes. Das ist doch völlig absurd.
Wären Sie für ein generelles Rauchverbot?
Auf jeden Fall in öffentlichen Gebäuden und in Restaurants.
Würden die Kneipen mit einer solchen Rauchertradition dann nicht mit einem Schlag leer
werden?
Das ist das Argument der Industrie. Ich vermute vielmehr, dass die Lokale noch viel voller
wären, denn dann würden auch wieder Leute hingehen, die keine Lust auf blauen Dunst
haben. Schließlich fliegen wir auch weiter mit dem Flugzeug, obwohl dort nicht geraucht werden
darf.
Trotzdem sprechen sich viele gegen ein Rauchverbot in Kneipen aus.
Ja, vor allem die Tabakindustrie. Wobei mir zunächst nicht ganz klar war, warum. Heute weiß
ich es: Es sind vor allem junge Leute, die in die Kneipen gehen, und wer jung anfängt, bleibt oft
am Tabak hängen.
Rauchen ist ungesund – das weiß jedes Kind. Anscheinend aber doch nicht. Trotz aller
Warnungen raucht die Hälfte aller Jugendlichen. Frau Dr. Rettke: Sie arbeiten viel mit Schulen
zusammen und versuchen mit drastischen Methoden, Jugendliche auf die Gefahren aufmerksam
zu machen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Wie erfolgreich ist Ihre Arbeit?
Also zunächst mal wäre zu sagen, dass die Nachfrage nach unseren Informationsveranstaltungen
enorm ist. In den letzten vier Jahren haben wir über 20 000 Schüler betreut. Das soll aber
nicht von der Tatsache ablenken, dass das Rauchen tatsächlich zugenommen hat. Vor allem bei
den Mädchen, die dadurch abnehmen wollen. Das glauben die wirklich!
Man darf aber nicht nur der Schule die Schuld in die Schuhe schieben. Denn auch die Eltern
tragen große Verantwortung. Sie sind oft ein negatives Vorbild, rauchen zu Hause, und es
erfordert schon große Willenskraft, wenn man sich dagegen auflehnen will.
Stellen Sie sich vor, Sie sind 12 oder 13, in einer coolen Clique, alles raucht. Wie wollen Sie
da abstinent bleiben?
Der soziale Druck ist enorm. Aber genau den müssen wir für unsere Zwecke nutzen. Mit tollen
Sportlern etc., die uns zeigen: Man kann auch cool sein, ohne zu rauchen.
Wie versuchen Sie nun, dem entgegenzuwirken? Denn jemandem zu sagen, er bekommt
vielleicht in 20 Jahren Lungenkrebs, das hat noch niemanden beeindruckt.
Deshalb greifen wir zu Methoden, die, wie wir meinen, abschreckender sind. Wir übertragen
z.B. eine Lungenspiegelung live, wir zeigen Farbfotos von Teerlungen und Tumoren, vor allem
aber bringen wir die Schüler in Kontakt mit Patienten, die sehr früh mit Rauchen angefangen
haben, mit 45 total abgemagert sind und mit einem Raucherbein kaum noch laufen können.
Und die bereit sind zu berichten, wie sie ihr eigenes Leben gesundheitlich ruiniert haben.
Das lässt niemanden kalt, das kann ich Ihnen versichern.
Welche anderen Maßnahmen könnten dazu führen, dass der Zigarettenkonsum bundesweit
zurückgeht?
Als Erstes würde ich die Zigarettenautomaten abschaffen, die es in Deutschland an jeder
Straßenecke gibt. Man bekommt leichter Zigaretten als Nahrungsmittel. Und jedes Kind kann
welche ziehen.
Dann sollte der Preis pro Packung verdoppelt werden, das könnten sich die jungen Leute
dann nicht mehr leisten. Kleiner Nebeneffekt: Der Staat würde doppelt so viel Tabaksteuer
bekommen.
Und schließlich sollte die Bundesregierung alles in ihrer Macht Stehende tun, damit Tabakwerbung
– wie in anderen Ländern schon lange üblich – generell verboten wird.
Wir müssen weg von dem Nimbus, dass Rauchen etwas mit Freiheit zu tun hat.
Frau Dr. Rettke, Herr Dr. Bechstein, vielen Dank für das interessante Gespräch!


FRAGEN ZUM INTERVIEW

0--Was macht Rauchen zu einem der größten Gesundheitsprobleme unserer Zeit?
a-Es gibt keine zuverlässigen Statistiken über die Zahl der Raucher weltweit.
b-Es rauchen immer mehr Leute.  x
c-Es rauchen eigentlich nur noch junge Leute.

1--Was führt die meisten Leute zur Zigarette?
a-Sie sehen sich gezwungen zu rauchen, weil ca. 70% der Leute rauchen.
b-Sie fühlen sich einsam und gelangweilt und wollen etwas dagegen tun.
c-Sie sind drogenabhängig und suchen einen Ausweg aus ihrer Sucht.



2-Aus welchem Grund wird die US-Tabakindustrie dafür verantwortlich
gemacht, dass so viele rauchen?
a-Sie hat die amerikanische Regierung wegen ihrer strengen Gesetze gegen das Rauchen verklagt.
b-Sie hat wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse über die Gefahren des Rauchens jahrzehntelang verschwiegen.
c-Sie hat Zigaretten mit immer mehr Nikotin hergestellt.

3-Wie ist die Situation in Deutschland?
a-Die Tabakindustrie beteiligt sich manchmal an Anti-Tabakkampagnen.
b-Der Staat finanziert alle Anti-Tabakkampagnen.
c-Die Regierung erstellt Gutachten, die bei der Bekämpfung des Rauchens helfen sollen.

4-Was ist paradox am Verhalten mancher Bürger?
a-Sie haben vor den Gefahren des Rauchens genauso Angst wie vor Aids.
b-Für sie ist Rauchen genauso gefährlich wie ein Auto, das Abgase produziert.
c-Sie kämpfen gegen verschiedene Gefahren und ignorieren die, die durch das Rauchen entstehen.

5-Warum versucht die Tabakindustrie, ein Rauchverbot in Kneipen zu verhindern?
a-In den Kneipen wird am meisten geraucht.
b-Der Tabakgenuss in Kneipen bringt jüngere und ältere Leute zusammen.
c-Kneipen werden gern von jungen Leuten besucht, die sich dort leicht ans Rauchen gewöhnen.

6-Wie äußert sich Frau Dr. Rettke zu ihrer Aufklärungsarbeit in Bezug auf das Rauchen?
a-Die Informationsveranstaltungen stoßen auf geringes Interesse.
b-Die Zahl der Raucher ist gestiegen.
c-Die Informationsveranstaltungen führen zu einem Rückgang der Raucherzahlen.
7-Wie wirken sich soziale und familiäre Einflüsse auf das Rauchen aus?
a-Der persönliche Freundeskreis spielt eine große Rolle.
b-Viele rauchende Sportler sind oft ein negatives Vorbild.
c-Eltern rauchen zwar, beeinflussen ihre Kinder aber nicht.
8-Wie versucht Frau Dr. Rettke, die jungen Leute vom Rauchen abzuhalten?
a-Sie zeigt ihnen Fotos von Leuten, die seit 20 Jahren Lungenkrebs haben.
b-Sie bringt sie in Kontakt mit Leuten, die schon als Jugendliche angefangen
haben zu rauchen und jetzt krank sind.
c-Sie zeigt ihnen Fotos von Leuten mit Raucherbeinen.


9-Was soll man nach Meinung von Dr. Rettke tun, um den Zigarettenkonsum zu verringern?
a-Die Zigarettenautomaten beseitigen.
b-Die Tabaksteuer erhöhen.
c-Keine Zigaretten mehr an der Straßenecke verkaufen.
10-Was sollte mit der Tabakwerbung geschehen?
a-Für Kinder und Jugendliche sollte die Werbung verboten werden.
b-Tabakwerbung ist leider ein Stück individueller Freiheit und kann nicht verboten werden.
c-Man sollte Tabakwerbung in jeder Form verbieten.



Lösungen: 1b / 2b /3a /4 c /5 c / 6b /7a /8b /9a /10 c

sinemm

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devamini getirirsen haberim olsu  dogacim bana msj atarmisin?

cananavci

Emeğine sağlık arkadaşım güzel bir çalışma olmuş.