Das osmanische Reich und Türkei (Almanca biyografiler)

Başlatan Nazire, Ağustos 29, 2006, 02:45:15 ÖS

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Bayezit II.     




aus Wikipedia


Bayezid II.Bayezit II., genannt Adlî oder Veli ("der Heiligmäßige“) (* 3. Dezember 1447 in Demotika; † 26. Mai 1512 bei Demotika) war 1481 bis 1512 Sultan des Osmanischen Reiches.

Bayezit folgte seinem Vater Mehmet II. auf dem Thron. Dazu musste er erst durch eine Schenkung die Janitscharen für sich gewinnen; dieses Vorrecht bei der Machtübernahme eines neuen Sultans sollte für Jahrhunderte bestehen bleiben.

Bevor er den Thron für sich festigen konnte, entbrannte ein langer Kampf mit seinem Bruder Cem. Cem musste zu den Johanniter-Rittern nach Rhodos fliehen, die eine Pension von Bayezid dafür akzeptierten, ihn dort gefangenzuhalten. Solange Cem lebte, war er eine ständige Bedrohung für den Frieden des Sultans. Deshalb gab es um ihn eine beträchtliche Rivalität zwischen den Herrschern Europas, die mit einem so wertvollen Instrument den Sultan um Geld oder Zugeständnisse erpressen konnten.

Mit allgemeiner Zustimmung wurde der Prinz schließlich Papst Innozenz VIII. anvertraut, der ihn nicht nur benutzte, um dem Sultan einen jährlichen Tribut zu entlocken, sondern auch, um Bayezids ehrgeizige Pläne im Mittelmeerraum zu durchkreuzen. Sein Nachfolger Alexander VI. benutzte ihn für noch zweifelhaftere Zwecke. Indem er sich über Karls VIII. Absicht ausließ, Cem als Sultan einzusetzen, versuchte er Bayezid davon zu überzeugen, ihm gegen den Kaiser zu helfen.

Der Prinz, der mit Alexander wunderbar ausgekommen war, starb im Februar 1495 in Neapel. Es ist gemutmaßt worden, dass Bayezid den Papst bestach, um Cem zu vergiften, wofür es aber keine Hinweise gibt. Ob als Konsequenz seiner Rivalität mit Cem, oder wegen seines persönlichen Charakters, zeigte Bayezid wenig vom aggressiven Geist seiner kriegerischen Vorgänger; Machiavelli sagte, dass mit einem weiteren Sultan wie ihm das Osmanische Reich aufhören würde, eine Bedrohung für Europa zu sein.

Er brach einen Angriff auf Rhodos beim ersten Hindernis ab, machte um des Friedens Willen Zugeständnisse an Venedig und verminderte den von Ragusa eingeforderten Tribut. Seine Kriege hatten den Charakter von Raubzügen, an der dalmatinischen Küste und in Kroatien, Ungarn, Moldau und Polen.

Die Bedrohung in der Ägäis durch die wachsende Macht Venedigs, das sich 1489 Zypern angeeignet hatte, veranlasste ihn zu einem ernsthafteren Unternehmen; 1499 brach der Krieg mit der Republik Venedig aus, der 1502 mit der Einverleibung von Lepanto und Modon, Coron und Navarinos in der Morea in das Osmanische Reich endete. Bayezid selbst führte die Belagerung Modons im Jahr 1500.

Die vergleichsweise große Untätigkeit Bayezids in Richtung Europa gründete teilweise in Problemen anderswo. Im Süden wurde er durch Kait Bey bedroht, dem Mameluken-Sultan von Ägypten, der seinen Machtbereich nordwärts bis nach Tarsus und Adana ausgedehnt hatte. 1488 gelang ihm ein großer Sieg über die Osmanen, und 1491 wurde ein Friedensvertrag geschlossen, der bis nach Bayezits Tod hielt.

Auch auf der persischen Seite stand der Sultan unter Druck. Durch die Entscheidungsschlacht von Shurur 1502 war Ismail an die Macht gekommen, der die Safawiden-Dynastie begründete. Die letzten Jahren von Bayezids Regierungszeit wurden durch die Verbreitung – unter dem Einfluss der neuen persischen Macht – der Schiiten-Doktrin in Kurdistan und Kleinasien gestört.

Die Truppen, mit denen seine Macht in Asien aufrechterhalten werden sollte, vertraute Bayezid seinen drei Söhnen an, Ahmed, Korkut und Selim; ihre Machtkämpfe und Revolten verbitterten Bayezid. Bald nach dem großen Erdbeben von 1509, das Konstantinopel in Trümmer legte, erschien Selim, der Pascha von Trapezunt, vor Adrianopel, wo der Sultan Zuflucht gesucht hatte.

Bayezit hatte zwar Ahmet, den älteren Sohn, als seinen Nachfolger designiert, aber Selim gelang es, nach einer vorläufigen Niederlage, die Janitscharen auf seine Seite zu ziehen. Am 25. April 1512 wurde Bayezit gezwungen, zu seinen Gunsten abzudanken. Wenige Tage später starb er.





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ISTANBUL

Im Jahre 658 v.Chr. gründete eine Gruppe von dorischen Siedlern, geführt von dem König Byzantion, eine Kolonie an dem europäischen Ufer des Bosporus, in einem ruhigen und geschützten Hafen. Dank seiner glücklichen geographischen Lage (durch die Meerenge des Bosporus ist das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbunden und dieses seinerseits mündet über die Dardanellen in das Mittelmeer) wurde Byzanz sehr bald ein wichtiges Handelszentrum, das dem Perser Darius auffiel, der es im Jahre 513 v. Chr. eroberte. Die Stadt schloß daraufhin ein Bündnis mit Rom. Im Jahre 324 n. Chr. vereinigte Kostantin beide Teile des Imperiums und am 11.Mai des Jahres 330 taufte er die neue Hauptstadt feierlich auf den Namen Neu-Rom. Sie wird jedoch bekannter unter dem Namen Konstantinopel, und die Kultur, die sie ins Leben ruft, ist die der byzantinischen, die über Jahrhunderte hinweg strahlt. Unter dem Herrscher Justinian, einziges Haupt von Staat und Kirche, gelangt Konstantinopel zu seinem Ruhm.
Gegen Ende des XI. Jh. hatte die geistige Spannung, in der das Abendland lebte, verbunden mit der Idee, die heiligen Stätte von Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien, zum Gedanken der Kreuzzüge geführt. Im April des Jahres 1204 eroberten die Kreuzritter Konstantinopel, wo sie ohne Erbarmen plünderten und mordeten, raubten und zerstörten: unzählige Kunstwerke von unschätzbarem Wert gingen unwiderruflich verloren. Auf hunderttausend Einwohner reduziert, seines vergangenen Rums beraubt, wurde die Stadt vom byantinischen Reich zurückerobert, genau zur der Zeit, als die Macht der türkischen Ottomanen unaufhaltbar vordrang. Im Jahre 1451 bestieg der Sultan Mehmet den Thron, dessen Traum es schon von jeher gewesen war, sich Konstantinopels zu bemächtigen. Die Belagerung begann am 5. April 1453 und am Morgen des 23. Mai wurde die Stadt besetzt. Auf diese Art und Weise endete das christliche Konstantinopel in den Händen eines gerade erst 23 Jährigen Sultans: die neue Stadt wird später auch einen anderen Namen haben, Istanbul, abgekürzte Form des griechischen Ausdrucks ''eis ten polin'' , was ''zur Stadt hin'' bedeutet.
Die Macht des Osmanischen Reichs erreichte ihren Gipfel mit Süleyman dem Prächtigen, dessen großer Architekt Sinan die Stadt mit großartigen Moscheen, Brücken, Palästen und Brunnen verschönert. Mit dem fortschreitenden Verfall der Osmanischen Macht und der Zerteilung des Reichs, verfällte auch die Stadt, bis der Anbruch des XX. Jh. das Ende des Reichs und die Geburt der jungen türkischen Republik sieht. Im Jahre 1923 wird der Sitz der Hauptstadt nach Ankara verlegt, es ist jedoch immer Istanbul, das mit seinem ruhmreichen Denkmälern die Geschichte seiner jahrtausendealten Vergangenheit erzählt.

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Blaue Moschee


Die Sultan Ahmet-Blaue Moschee. Wer wenigstens einmal in Istanbul gewesen ist, wird nie das Gefühl von Erstaunen und Bewunderung vergessen, das ihn ergriff, als er zum ersten Mal vor der Blauen Moschee stand: die schlanken Minarette, die kühn zum Himmel ragen, ihre enormen Ausmasse, die Kaskade von Kuppeln, die verblüffende Sanftheit ihrer Farben und Formen.Von der Galata Brücke oder vom Goldenen Horn aus ist die Ansicht einzigartig.
Sultan Ahmet Moschee, Blaue Moschee ist die einzige der Welt, die sechs Minarette hat. Mit ihrem Bau wurde von dem strenggläubigen Sultan Ahmet I., der den Thron schon als vierzehn jähriger bestiegen hatte, Mehmet Aga, ein Schüler des großen Sinan, beauftragt. Man nannte ihn auch ''Sedefkar'', was soviel wie ''Perlmuttbearbeiter'' bedeutet. Die Arbeiten an dieser Moschee begannen 1609 und wurden erst 1616 abgeschlossen, gerade ein Jahr vor dem Tode des Sultans, der dafür gut 1.181 Goldtaler ausgegeben hatte. Es wird überliefert, dass Ahmet I. am tage der feierlichen Einweihung zum Zeichen seiner Demut einen Hut in der Form des Fußes des Propheten trug. Das erste was einem auffällt, wenn man auf die Moschee zufährt,ist, daß diese als einzige in der Welt sechs Minarette besitzt, von denen vier drei Umgaenge besitzen, insgesamt sechzehn. Als die Moschee fertiggestellt war, mußte der Sultan für die Moschee in Mekka, die auch sechs Minarette hatte, ein siebtes bauen lassen, um deren religiöse Vorherrschaft wiederherzustellen.
Das Innere des Moschee ist ein beinahe quadratischer riesiger Raum, in den das Licht durch 260 Fenster fällt und spielerisch die Oberflächen verwandelt.Die mächtige Kuppel (43 m hoch) wird von vier mächtigen Pilastern mit einem Durchmesser von je 5 m getragen, die vertikal gerillt sind und ''Elefantenfüsse'' genannt werden. Aus diesem perfekt ausgewogenen Ganzen tritt das herrliche blaue Dekor hervor, das dem Bauwerk seinen Namen gegeben hat. Mauern und Säulen sind nämlich bis zu einem Drittel ihrer Höhe mit 21.043 Majolika-Fliesen aus dem 16. und 17. Jh. verkleidet, in denen Blau als Farbe in allen seine Nuancen dominiert.

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Süleyman der Prächtige

Porträt Süleymans I.Die Ära von Süleyman I. (1520-1566) kann man als den Höhepunkt der Macht des Osmanischen Reichs betrachten. In der osmanischen und türkischen Geschichtsschreibung erhielt er wegen seines Gesetzbuches über die Landes- und Finanzverwaltung den Beinamen „Kānūnī“ („der Gesetzgebende“), in Europa wird er „der Prächtige“ genannt. Er gilt auch als einer der größten Kunstförderer unter den Osmanischen Herrschern. Unter seiner Regentschaft fallen etwa die architektonischen Meisterleistungen von Mimar Sinan. Durch viele Feldzüge erweiterte Süleyman das Reich Richtung Westen, Osten und Südosten.

1521 eroberte er innerhalb von nur 3 Wochen Belgrad. Die Festung galt damals als die stärkste auf dem Balkan. 1522 landete er mit seinen Truppen auf Rhodos und nahm die Festung im Dezember 1522 ein. Er ließ die Verteidiger aushungern, welche entkräftet aufgeben mussten. Vier Jahre später wurde in der Schlacht von Mohács, in der Ludwig II. getötet wurde, das Schicksal Ungarns besiegelt. Zwar zog das osmanische Heer noch vor Jahresende vorläufig ab, aber um die Thronnachfolge gab es einen Streit zwischen dem Habsburger Ferdinand I. und dem Ungarn Johann Zápolya, der die Osmanen um Hilfe ersuchte. Letztlich fiel das westliche Ungarn an Österreich, während Zápolya im Frieden von Großwardein als König Restungarns unter osmanischer Oberhoheit anerkannt wurde. Nach seinem Tod 1540 besetzte die Pforte das mittlere Drittel des einstigen Ungarns und ließ Zapolyas Sohn das Fürstentum Siebenbürgen.

Unterdessen nutzte Süleyman I. 1529 die Lage, um erstmals Wien zu belagern, was aber nicht von Erfolg gekrönt war. Nach nur 19 Tagen war Süleyman I., aufgrund eines zu frühen Wintereinbruchs, gezwungen die Belagerung abzubrechen. Dennoch wurde Österreich als Folge dieses Konflikts langfristig tributpflichtig. Durch drei Feldzüge gegen die Safawiden gelang es dem Osmanischen Reich den Osten Kleinasiens endgültig zu erobern. Auch an anderen Fronten gab es Expansionen: 1534 Mesopotamien mit Bagdad, 1534 Aserbaidschan, 1540 Teile Dalmatiens, 1547 große Teile des Jemen.

1566 brachen die Osmanischen Truppen erneut Richtung Wien auf um die österreichische Hauptstadt zu erobern. Süleyman I. starb kurz vor dem Erreichen des Ziels. Auf dem Sterbebett befahl er seinen Generälen den geordneten Rückzug, um eine geregelte Thronnachfolge zu gewährleisten.

Die Zeit Süleymans leitete auch engere Beziehungen zu den europäischen Mächten ein. 1536 wurde die erste so genannte "Kapitulation" mit Frankreich unterzeichnet, die freien Handel vereinbarte und Frankreich die Gerichtsbarkeit über seine Untertanen auf dem Boden des Osmanischen Reichs übertrug.

Quelle: wikipedia

aybastili ekrem

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İstiklal Marşı
Korkma, sönmez bu şafaklarda yüzen al sancak;
Sönmeden yurdumun üstünde tüten en son ocak.
O benim milletimin yıldızıdır, parlayacak;
O benimdir, o benim milletimindir ancak.
Çatma, kurban olayım, çehreni ey nazlı hilal!
Kahraman ırkıma bir gül! Ne bu şiddet, bu celal?
Sana olmaz dökülen kanlarımız sonra helal...
Hakkıdır, hakk'a tapan, milletimin istiklal!
Ben ezelden beridir hür yaşadım, hür yaşarım.
Hangi çılgın bana zincir vuracakmış? şaşarım!
Kükremiş sel gibiyim, bendimi çiğner, aşarım.
Yırtarım dağları, enginlere sığmam, taşarım.
Garbın afakını sarmışsa çelik zırhlı duvar,
Benim iman dolu göğsüm gibi serhaddim var.
Ulusun, korkma! Nasıl böyle bir imanı boğar,
'Medeniyet!' dediğin tek dişi kalmış canavar?
Arkadaş! Yurduma alçakları uğratma, sakın.
Siper et gövdeni, dursun bu hayasızca akın.
Doğacaktır sana va'dettigi günler hakk'ın...
Kim bilir, belki yarın, belki yarından da yakın.
Bastığın yerleri 'toprak!' diyerek geçme, tanı:
Düşün altında binlerce kefensiz yatanı.
Sen şehit oğlusun, incitme, yazıktır, atanı:
Verme, dünyaları alsan da, bu cennet vatanı.
Kim bu cennet vatanın uğruna olmaz ki feda?
şuheda fışkıracak toprağı sıksan, şuheda!
Canı, cananı, bütün varımı alsın da hüda,
Etmesin tek vatanımdan beni dünyada cüda.
Ruhumun senden, ilahi, şudur ancak emeli:
Değmesin mabedimin göğsüne namahrem eli.
Bu ezanlar-ki şahadetleri dinin temeli,
Ebedi yurdumun üstünde benim inlemeli.
O zaman vecd ile bin secde eder -varsa- taşım,
Her cerihamdan, ilahi, boşanıp kanlı yaşım,
Fışkırır ruh-i mücerred gibi yerden na'şım;
O zaman yükselerek arsa değer belki başım.
Dalgalan sen de şafaklar gibi ey şanlı hilal!
Olsun artık dökülen kanlarımın hepsi helal.
Ebediyen sana yok, ırkıma yok izmihlal:
Hakkıdır, hür yaşamış, bayrağımın hürriyet;
Hakkıdır, hakk'a tapan, milletimin istiklal!
                                              Mehmet Akif Ersoy

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Mehmet I. Çelebi (* 1389; † 1421) war Sultan des Osmanischen Reiches von 1413 - 1421. Nach den Wirren des Interregnums gelang es ihm, die osmanische Herrschaft wieder herzustellen.

Die 1420 von Haci Ivaz errichtete Yesil Camii ist eins der Meisterwerke der frühosmanischen Architektur. Auftraggeber für die „Grüne Moschee“ war Mehmet I. Çelebi (1413-1421), ein Sohn Yildirim Bayezits. Die Grüne Moschee, hat ihren Namen von den schönen Fayencen der Innenräume.






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Mehmet II.


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Fatih Sultan Mehmet II. Fatih (oftmals auch Mehmed II. Fatih) (der Eroberer) (* 29. März (30.3.?) 1432 in Edirne (Adrianopel); gestorben 3. Mai 1481) war Sultan des Osmanischen Reiches 1444 und von 1451 bis 1481. Am 29. Mai 1453 eroberte er Konstantinopel und besiegelte damit das Ende des byzantinischen Reiches.


Gentile Bellini: Mehmed II.Er war der Sohn von Sultan Murad II. und Huma Hatun und war Vater von fünf Kindern (Tochter: Gevrehana Sultana; Söhne: Mustafa, Bayezid II., Cem, Korkut). Er kann aufgrund seiner zahlreichen Eroberungen als zweiter Gründer des osmanischen Reiches, neben Osman I. bezeichnet werden.

Mehmet II. war ein brillanter Staatsmann und Militärführer, ausgebildet von dem damals berühmten islamischen Gelehrten Akşemseddin. Er sprach angeblich sieben Sprachen flüssig und war ein großer Förderer von Literatur und Wissenschaft. Er ließ byzantinische philosophische und theologische Werke ins Arabische übersetzen.

Sein politisches Hauptziel war die Ausschaltung des byzantinischen Reiches und die Eroberung Konstantinopels. Die Hauptstadt des oströmischen Reiches fiel 1453 und wurde sogleich Hauptstadt des osmanischen Reiches. Seitdem ließ er sich als Beinamen "Fatih" (arabisch: Eroberer) nennen.

Neben diesem Sieg erweiterte er das osmanische Gebiet um große Territorien, namentlich Serbien, Griechenland (Morea), die Walachei, Trapezunt, Bosnien, Karaman und Albanien. Er stieß sogar bis nach Italien vor und nahm die Stadt Otranto ein, welche allerdings nach seinem Tod wieder aufgegeben wurde.

Sultan Mehmet II. stärkte die osmanische Flotte mit dem Ziel die venezianische Seehegemonie im Handel herauszufordern, was auch gelang. Zu diesem Zweck machte er durch die Eroberung der Halbinsel Krim (1475) das Schwarze Meer zu einem osmanischen Binnenmeer.

Neben seinen militärischen Eroberungen führte er eine zentralisierte und effektive Verwaltung des Reiches ein. Ebenso gab er eine schriftliche Gesetzessammlung des Hauses Osman heraus (Kanunname-i Ali Osman).

Des Weiteren erlebte unter seiner Herrschaft die osmanische Kultur einen urbanen Aufschwung. Mehr als 300 Moscheen, 57 Medresen (islamische Hochschulen) und 59 Bäder wurden unter seiner Ägide errichtet.

Der Topkapı-Palast in İstanbul bezeugt gleichermaßen bis heute die Regentschaft Mehmet II

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Murat II.


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Murat II.Murat II., Gazi (* 1403; verstorben 1451 in Adrianopel) war von 1421 bis 1451 (mit einer Unterbrechung von 1444 bis 1446) Sultan des Osmanischen Reiches.

Murat folgte seinem Vater Mehmed I. auf dem Thron. Der von dem byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos und anderen Fürsten unterstützte Versuch seines Onkels Mustafa (der "falsche Mustafa", siehe Mehmed I.), sich den Thron anzueignen, führte bald nach seinem Amtsantritt zu Schwierigkeiten, was zu einer erfolgslosen Beendigung der Belagerung Konstantinopels 1422 führte. Die Abtrünnigen wurden jedoch bald besiegt und Mustafa hingerichtet, ebenso wie ein jüngerer Bruder Murats, der seinen Anspruch auf den Thron anmeldete.

In den folgenden Jahren festigte Murat die osmanische Herrschaft in Westanatolien und besetzte 1430 Saloniki, das sich erst wenige Jahre zuvor unter den Schutz Venedigs begeben hatte. Er betrieb einen langfristigen Kampf mit den Bosniern und Ungarn, bei dem die Türken gegen Johann Hunyadi viele schwere Rückschläge erlitten. Dementsprechend schloss er 1444 in Szegedin einen zehnjährigen Vertrag ab, in dem er alle Ansprüche auf Serbien aufgab und Georg Branković als König anerkannte.

Kurz danach dankte er, tief betroffen vom Tod seines ältesten Sohns Ala-ud-din, zugunsten seines zweiten Sohns Mehmed ab, der zu der Zeit vierzehn Jahre alt war. Aber der Angriff der christlichen Mächte – in Verletzung des geschlossenen Vertrages – überforderte den unerfahrenen jungen Herrscher, so dass Murat von seinem Ruhestand in Magnesia zurückkehrte, seine Feinde in der Schlacht bei Warna (10. November 1444) vernichtend schlug, und sich wiederum nach Magnesia zurückzog. Ein Aufstand der Janitscharen veranlasste ihn, wieder die Macht zu übernehmen. Mehrere Jahre seines Lebens verbrachte er noch auf Kriegszügen in Europa, wobei er in Serbien auf dem Amselfeld abermals Hunyadi besiegte (17.-19. Oktober 1448). Als die Lage auf dem Balkan stabilisiert war, wandte er sich nach Osten und besiegte Timur Lenks Sohn Schah-Rukh und die Emirate von Karaman and Çorum-Amasya. Er starb 1451 in Adrianopel und wurde in Bursa beigesetzt.


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Mahmud II. (* 20. Juli 1785 in Istanbul; † 1. Juli 1839 in Istanbul) war 1808 bis 1839 Sultan des Osmanischen Reiches.

Mahmud war ein Sohn von Abdülhamid I. und folgte seinem Bruder Mustafa IV. auf dem Thron. Als sein Cousin, der Ex-Sultan Selim III., nach seinen Reformversuchen von den Janitscharen abgesetzt worden war, wurde Mahmud zusammen mit ihm gefangengesetzt. Auf diese Weise wurde von Anfang an klar, dass er seine Reformabsichten so lange verborgen halten musste, bis er mächtig genug wäre, um sie durchsetzen zu können. Die Reformbemühungen des Großwesirs Bairakdar, dem er sein Leben und seine Thronbesteigung verdankte, scheiterten an der Opposition der Janitscharen, so dass Mahmud auf günstigere Zeiten warten musste. Inzwischen lief das Reich Gefahr, auseinanderzubrechen. Erst 1812 wurde der Krieg gegen Russland mit dem Frieden von Bukarest beigelegt, der die Moldau und den größeren Teil der Walachei wieder unter osmanische Regierung brachte. Aber obwohl der Krieg beendet war, ließen die Bedingungen des Vertrags mehrere – sowohl innere als auch äußere – brennende Fragen offen. Vor allem war das der Fall mit dem russischen Anspruch auf Poti und das Rioni-Tal (Phasis), der zur Zeit des Wiener Kongresses (1814/15) noch ungeklärt war und der verhinderte, dass die Frage einer europäischen Garantie für die Integrität des Osmanischen Reiches behandelt wurde.

Im Innern des Reiches versuchten inzwischen ehrgeizige Valis nacheinander, kleine Herrschaftsgebiete auf Kosten der Zentralmacht für sich selbst in Anspruch zu nehmen. Die Ambitionen Muhammad Alis von Ägypten waren noch nicht offenkundig; aber Ali Pascha von Janina, der dem Sultan gegen den rebellischen Pascha Pasvan Oglu von Widdin zu Hilfe gekommen war, legte bald seine Karten offen, und es erforderte die Konzentration aller Truppen des Osmanischen Reichs, um seinen Sturz und Tod zu bewirken (1822). Die Inanspruchnahme des Sultans mit Ali gab den Griechen ihre Gelegenheit; schon lange hatten sich die Unzufriedenen unter ihnen in der großen Geheimorganisation Hetairia Philikon (Gesellschaft der Freunde) organisiert, vor der Metternich die osmanische Regierung vergeblich gewarnt hatte. 1821 ereignete sich der fehlgeschlagene Raubzug Alexander Ypsilantis in die Donaufürstentümer, und im Mai desselben Jahres begann der griechische Unabhängigkeitskrieg mit den Revolten der Griechen von Morea (siehe Geschichte Griechenlands). Die Aufstände im Norden waren leicht niederzuschlagen; aber im Süden wurde die osmanische Kräfte sehr durch den Treuebruch der seefahrenden Griechen behindert, die bislang einen wesentlichen Teil der Besatzungen der türkischen Flotte gestellt hatten. Nach drei misslungenen Feldzügen war Mahmud gezwungen – vollkommen gegen seinen Willen – den schon zu mächtigen Pascha von Ägypten, Mehmet Ali, zu seiner Unterstützung zu rufen; schon vorher hatte er ihn zur Unterdrückung der rebellischen Wahabis in Arabien eingesetzt. Die disziplinierte ägyptische Armee, unterstützt von einer gut organisierten Flotte, erreichte schnell, was den Türken nicht gelungen war; und um 1826 waren die Griechen zu Land praktisch unterworfen, und Ibrahim bereitete sich vor, seine Aufmerksamkeit auf die Inseln zu lenken. Wenn es nicht zur Intervention durch die europäischen Mächte und die Schlacht von Navarino gekommen, wäre Mahmuds Autorität in Griechenland wiederhergestellt worden. Auf die Nachricht von Navarino reagierte Mahmud mit einem der Wutanfälle, zu denen er neigte, und die ihm in kritischen Situation fatal seinen gewöhnlich guten Verstand vernebelten. Nachdem er vergeblich versucht hatte, eine Entschuldigung für das beispiellose Vorgehen gegen eine befreundete Macht zu bekommen, rief er die Gläubigen am 20. Dezember feierlich zum Heiligen Krieg auf. Dies, zusammen mit bestimmten anderen Beschwerden und dem Vorwand, die von den Großmächten gebilligte Einigung über die Griechische Frage durchzusetzen, gab Russland die Entschuldigung für seine Kriegserklärung an das Osmanische Reich. Nach zwei Feldzügen (1828, 1829) war Mahmud schließlich gezwungen, am 14. September 1829 den Frieden von Adrianopel zu unterzeichnen. Von diesem Moment bis zu seinem Tod war Mahmud in allen Absichten und Vorhaben ein Vasall Russlands, wenn auch nicht ohne gelegentliche verzweifelte Versuche, seine Ketten zu sprengen.

Die politischen Ereignisse in dem Zeitraum zwischen der ersten Revolte Muhammad Alis (September 1832) und dem Tod Mahmuds werden im Artikel Muhammad Ali Pascha diskutiert. Die persönliche Haltung des Sultans, die uns an dieser Stelle interessiert, wurde vollkommen von seinem überwältigenden Hass gegen den Emporkömmling geprägt, vor dem er sich gebeugt hatte, um Hilfe zu bekommen, und der nun seinem Willen trotzte. Dies war deshalb wichtig, weil als Ergebnis der Zentralisierungspolitik und besonders der Auflösung der Janitscharen die oberste Autorität im Staat nicht mehr wie bisher von der praktischen Macht der Minister der Pforte und den Unruhen in der privilegierten militärischen Kaste eingeschränkt wurde, sondern in einer Person konzentriert war. Nicht mehr die Pforte entschied, sondern das Saray, und der Privatsekretär des Sultans hatte mehr Einfluss auf die Politik des osmanischen Reichs als der Großwesir.

Die Omnipotenz des Sultans in den Entscheidungen der Regierung stand in bemerkenswertem Kontrast mit seiner Machtlosigkeit beim Durchsetzen seiner Ansichten und bei seinen Beziehungen zu fremden Mächten. Trotz, oder gerade wegen, seiner wohlgemeinten Reformbemühungen wurde Mahmud von seinen muslimischen Untertanen gehasst und als Ungläubiger und Verräter am Islam gebrandmarkt. Er wurde in der Tat ein Opfer dieser halben Sachen, die Machivelli als tödlich für den Erfolg verurteilt. Ibrahim – der Eroberer Syriens – spottete, die Vorstellung des Sultans von Reform sei, seine Soldaten in enge Hosen zu stecken und ihnen Achselklappen zu geben. Die Kritik ist nicht ungerechtfertigt. Mahmuds Strategie war das Gegenteil der von Machiavelli empfohlenen, nämlich eine Revolution durchzuführen, indem man die Substanz ändert, während man den Anschein der alten Ordnung aufrechterhält. Metternichs Rat an Mahmud, ein Türke zu bleiben, war vernünftig. Seine Unterlassung, dies äußerlich zu tun, isolierte ihn innerhalb seines Reiches: Rayas und Islamgläubige misstrauten ihm gleichermaßen. Dieser Hass war ihm voll bewusst; er wusste, dass seine Untertanen, sogar viele seiner eigenen Minister, Mehmet Ali als den Meister des Islam gegen den ungläubigen Sultan betrachteten; er vermutete, dass der Pascha, bereits Herr über die Heiligen Stätten, sich als Kalif an seiner Stelle ausrufen würde. Zusammen mit der militärischen Schwäche durch gerade begonnene Reformen veranlasste ihn dies, sich auf fremde Hilfe zu verlassen; bei den aktuellen Zustand Europas musste das die Hilfe durch Russland bedeuten: die lange Tradition französischer Freundschaft war 1830 durch die Besetzung Algiers gebrochen. Österreich war fürs erste nur ein treuer Verbündeter des Zaren. Am 9. August 1832 machte Mahmud mittels Stratford Canning einen formalen Vorschlag für eine Allianz mit Großbritannien, den Palmerston aus Furcht, Frankreich zu kränken, ablehnte. Mahmud stellte den Erklärungen Englands bitter das Angebot wirksamer Hilfe durch Russland gegenüber. Nachdem sein alter Verbündeter ihn im Stich gelassen hatte, akzeptierte er die Hilfe seines Erbfeinds. Eine russische Expedition zum Bosporus, die Konvention von Kütahya und der Vertrag von Unkiar Skelessi (8. Juli 1833) folgten. Mahmud machte sich keine Illusionen über die Position, in die ihn dieser Vertrag letzterer gegenüber Russland brachte; aber seine Angst vor Mehmet Ali und sein Rachebegehren überwogen alle anderen Überlegungen.

Er ärgerte sich über das Verhalten Frankreichs und Englands, die die Bedingungen von Kütahya von ihm einforderten. Er isolierte sich in seinem Palast, unzugänglich für alle außer seinen Günstlingen und dem Repräsentanten Russlands. In Hinblick auf sein einziges Ziel beschäftigte er sich mit der Schaffung einer nationalen Miliz, mit Unterstützung von Moltke und anderen deutschen Offizieren. 1834 schien sich ihm in Syrien mit der Revolte gegen Ibrahim eine Gelegenheit zu bieten. Er berief sich auf die Pflicht eines Sultans, seinen Untertanen zu Hilfe zu kommen, wenn sie von einem seiner Diener unterdrückt werden. Aber die europäischen Mächte waren verstockt, sogar Russland; sie waren mit Angelegenheiten näher zuhause beschäftigt und ließen ihn im Stich. Er war klug genug, aus dem Missfallen Vorteil zu ziehen, das Mehmet Ali bei den Europäern durch sein Monopolsystem erregt hatte, und 1838 unterzeichnete er ein Handelsabkommen mit Großbritannien – später auch mit anderen –, das an die Wurzel des Systems des Paschas ging.

Einige Monate später überwältigte seine Ungeduld seine Politik und seine Befürchtungen. Das Damoklesschwert hing über ihm, und er spürte, dass er jetzt oder nie zuschlagen müsste. Umsonst warnten ihn die europäischen Mächte einhellig vor den wahrscheinlichen Konsequenzen einer Aggression durch ihn. Er würde lieber sterben, oder ein Sklave Russlands werden, rief er aus, als nicht seinen rebellischen Vasallen zu vernichten. Auf seine alleinige Initiative hin, ohne seine Minister zu konsultieren, schickte er Instruktionen an Hafiz Pascha, der die in Bir am Euphrat konzentrierten osmanischen Truppen befehligte, in Syrien einzumarschieren. Das unheilvolle Ergebnis des Feldzugs konnte er nicht mehr hören. Als die Nachricht von Ibrahims überwältigendem Sieg in Nessib (24. Juni 1839) in Konstantinopel eintrafen, war Mahmud bereits bewusstlos und lag im Sterben. Am Morgen des 1. Juli verschied er.

Mahmud II. kann nicht zu den großen Sultanen gezählt werden, und er hatte auch nichts von der berechnenden Staatskunst Abdülhamids II.; aber seine geistigen und moralischen Qualitäten erhoben ihn nichtsdestotrotz über die Masse seiner Vorgänger und Nachfolger. Er war in den Staatsangelegenheiten bewandert und loyal zu denen, die ihn berieten und ihm dienten; er war persönlich mutig, menschlich und gütig, wenn er nicht in Zorn entflammt war; er war aktiv und energisch und stand immer zu seinem Wort. Unglücklicherweise war der Makel der unvergessenen Korruption von Byzanz auch auf ihn gefallen, und sein Weg zur politischen Macht führt durch unbeschreibliche Pfade. Angesichts der enormen Schwierigkeiten, die ihm bei seiner Machtübernahme gegenüberstanden, ist es weniger überraschend, dass er scheiterte, als dass er viele seiner Ideen umsetzte. Als er den Thron bestieg, war das Reich dabei, von innen auseinanderzubrechen. Nacheinander befreite er die Provinzen von tyrannischen Herrschern, die wie Ali von Janina unabhängige, oder quasi-unabhängige Imperien innerhalb des Reiches einrichteten. Wenn er mit seinen größeren Reformplänen scheiterte, so war dies nur eine weitere Illustration einer Wahrheit, die andere aufgeklärte Herrscher außer ihm zu spüren bekamen, nämlich dass es unmöglich ist, einem Volk von oben herab ein System aufzuzwingen, wenn es deren tiefste Überzeugungen und Vorurteile verletzt.