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Aids

Başlatan Nazire, Şubat 07, 2007, 03:14:48 ÖS

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Nazire

Schwachstelle Aids 


Die Immunschwächekrankheit Aids ist noch längst nicht besiegt. Zum ersten Mal seit Jahren steigt die Rate der HIV-Neuinfizierungen auch in Deutschland.

Wissen Sie in etwa, wie man sich vor Aids schützen kann? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen hier zu Lande: Ein "Basiswissen" in punkto HIV-Prävention ist vorhanden, oft ist es aber "lückenhaft", konstatiert Dr. Jens Jahrke, ärztlicher Leiter der Beratungsstelle Gesundheit in Hamburg.



Gefährlicher Leichtsinn

"Und Wissen und Tun", erklärt der Mediziner, "sind sowieso zwei unterschiedliche Sachen." Aids wird von den meisten Menschen nicht mehr als Gefahr empfunden. Das liegt vor allem daran, dass man die Immunschwächekrankheit mittlerweile gut behandeln kann. Von Aids gezeichnete Menschen gibt es hier zu Lande nicht mehr. "Man sieht den Betroffenen", erläutert Jens Jahrke, "ihre Krankheit nicht an. Aids ist nicht mehr tödlich, was sich vor allem in der Homosexuellen-Szene bemerkbar macht. In den 90er Jahren sind da noch ganze Freundeskreise weggestorben." Heute seien vor allen Dingen jüngere Homosexuelle wieder unvorsichtig bei der Verhütung geworden. Die Zahl der Neuinfektionen stieg in dieser Gruppe am stärksten an.

Doch nicht nur Schwule sind leichtsinnig. Der Mediziner erzählt von einer Frau, die in Südafrika Urlaub machte, eine Region, in der laut WHO jeder fünfte Erwachsene HIV-infiziert ist - und sich auf ungeschützten Geschlechtsverkehr einließ. "Das war eine gebildete Frau, eine Akademikerin. Sie ist einfach schwach geworden", kommentiert Jahrke nüchtern, der im Test eine Infektion mit der Immunschwächekrankheit glücklicherweise ausschließen konnte.

Häufig kommen auch Frauen zu ihm, deren neuer Partner sich weigert, ein Kondom zu benutzen. "Da gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit - beide machen den HIV-Antikörpertest." Problem: Erst nach drei Monaten lässt sich eine Infektion im Blut nachweisen.

Viele Frauen verhüten selbst ungern mit Kondom. Oder sie haben eine Latex-Allergie. Auch für sie gibt es Alternativen, auf die Jahrke und seine Kollegen in der Hamburger Aids-Beratung aufmerksam machen. "Femidom", das Kondom für Frauen, eignet sich ebenfalls zum Schutz vor Ansteckung, ist allerdings unbequem in der Handhabung. Latexfreie Kondome sind teurer und in punkto Material auch sperriger als herkömmliche Verhüterlis


Den besten Schutz vor Aids bietet nach wie vor das Kondom. Auch beim Oralverkehr kann die Krankheit übertragen werden, jedoch nur in folgenden Ausnahmefällen: Wenn eine sehr große Samenmenge in den Mund gelangt, so dass die keimabtötende Wirkung des Speichels nicht ausreicht, um kleine, versteckte verletzte Stellen zu schützen. Ähnliches gilt bei der oralen Stimulierung einer Frau, wenn sie ihre Menstruation hat und stark blutet.

Spermizide töten zwar HIV-Viren ab. Sie bieten aber Anwenderinnen keinen 100prozentig sicheren Schutz. Wer einen HIV-infizierten Partner hat, kann sie als zusätzlichen Schutz zum Kondom verwenden. Bei häufigem Gebrauch können Spermizide jedoch Reizungen der Scheidenhaut verursachen, was wiederum die Infektionsanfälligkeit erhöht.

Wer sich testen lassen möchte, geht zum Arzt: Ein HIV-Antikörpertest kostet zwischen 30 und 40 Euro, die Kosten müssen vom Patienten in der Regel selbst getragen werden. Aids- bzw. Gesundheitsberatungsstellen in größeren Städten bieten den Test anonym und kostenlos an.



Fakten zur Krankheit

Weltweit sind im letzten Jahr drei Millionen Menschen an Aids gestorben, fünf Millionen haben sich neu infiziert. Das sind täglich 14.000 Neuansteckungen, eine Rate, die so hoch ist wie nie zuvor. Insgesamt gibt es weltweit 40 Millionen HIV-Infizierte, in Deutschland sind es 45.000. Kürzlich wurde die erste Professur für Aids-Forschung in Frankfurt eingerichtet. Einer der Schwerpunkte: Behandlung HIV-infizierter Schwangerer. Insgesamt sind allerdings die Ausgaben für Aids-Forschung in Deutschland gesunken: von 25 Millionen Euro in den 80er Jahren auf sieben Millionen Euro im Jahr 2003.


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Alıntı yapılan: Nazire - Şubat 07, 2007, 03:14:48 ÖSAids-Forschung in Frankfurt

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