4 Büyük Melek

Başlatan khoLpa$aLı, Mayıs 03, 2008, 11:25:01 ÖS

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Gabriel (Cebrail)

Gabriel (zu deutsch „Held Gottes“, wörtliche Übersetzung von Gavri-El (hebr.) = „Mein Mann ist Gott“) ist der zweite der vier Erzengel und wird in der Bibel im Buch Daniel und im Lukasevangelium erwähnt. Er gilt als Ausleger von Visionen und als Bote Gottes. Er nimmt auch im Islam eine wichtige Rolle ein.

hebr. „Gott ist mein Held“, גַּבְרִיאֵל
arab. Djebrail, جبريل‎;

Interpretationen 
Gabriel im Judentum
 
Im Judentum gilt Gabriel neben Michael als Fürbitter und Schutzengel des Volkes Israel, aber auch als Straf- und Todesengel.

Erstmals erscheint sein Name im Buch Daniel, wo er die Vision von Widder und Ziegenbock deutet ( Kapitel 8 ) und die Weissagung über Dauer und Ende des Exils verkündet (Kapitel 9).

Im Äthiopischen Buch Henoch wird Gabriel in Kapitel 20,7 neben Uriel (20,2), Raphael (20,3), Raguel (20,4), Michael (20,5) und Sarakael (20,6) – in einigen Handschriften wird noch Remiel (20,8) genannt – zu den (sieben) höchsten Engeln gezählt. Dort heißt es über ihn: „Gabriel heißt ein sechster der heiligen Engel, der über das Paradies, die Schlangen [Seraphim] und die Kerube gesetzt ist.“ (1. Henoch 20,7). Die Siebenzahl der höchsten Engel ist, nebenbei vermerkt, für das Äthiopische Buch Henoch in Kapitel 90,21f. verbürgt.

In rabbinischen Quellen heißt es von Gabriel, er bestehe ganz aus Feuer, während Michael ganz aus Schnee bestehe. Entsprechend werden darin Gabriel und Michael die Metalle Gold und Silber zugeordnet. Die ihnen im Judentum zugesprochenen Attribute unterscheiden sich also von jenen, die ihnen die spätere christliche Mythologie zuordnet, in der teilweise Michael mit der Sonne und Gabriel mit dem Mond verbunden wird.

In der jüdischen Überlieferung waren die beiden Engel, die nach Sodom und Gomorrha gingen, Michael und Gabriel (Genesis 19): Michael, um Lot zu retten, Gabriel, um die Stadt zu zerstören.

Christlich-Jüdische Bedeutung

Im Talmud gilt er nach Michael als der Größte der „Engelsfürsten“, das Urteil Gottes aufzeichnend und vollziehend, Israel verteidigend und beschützend.

Nach christlicher und jüdischer Auffassung ist er der Vorsteher der Cherubim und Seraphim.

Nach katholischer Auffassung ist Gabriel der Herrscher über das Wasser und über das Prinzip des Flüssigen. Er regiert außerdem die Welt der Gefühle, der Emotionen und das Unterbewusstsein. Seine Farbe ist blau in allen Schattierungen. In der Bibel finden sich keine solche Beschreibungen von Gabriel.

Er wird in der katholischen Kirche mit einer Lilie dargestellt, als Verkünder der Geburt des Johannes an Zacharias oder des Jesus an Maria. Nach katholischer Auffassung im Norden vor Gottes Thron.

Nach evangelischer und evangelikaler Auffassung ist Gabriel kein Erzengel, da er in der Bibel so nicht beschrieben wird. Der höchste und einzige Erzengel sei Michael.

Islamische Bedeutung 

Djibril (جبريل‎ arab. für „Gabriel“) ist der arabische Name für den Erzengel Gabriel.

Nach sunnitischer Auffassung des Islam wird der Erzengel Djibril auch als Ruh al-Qudus / روح القدس‎ /„Geist der Heiligkeit“ bezeichnet. Jedoch ist er nicht mit dem Heiligen Geist aus der Dreifaltigkeit des christlichen Glaubens zu verwechseln. Nach schiitischer Meinung bezeichnet Ruh al-Qudus ein anderes Wesen, während Djibril als Ruh al-Amiyyn / روح الامين‎ /„Geist der Zuverlässigkeit“ bezeichnet wird (Koran 26:193).

Djibril ist der Engel der Offenbarung, durch welchen die Aufzeichnung der göttlichen Ratschlüsse mittels Inspiration des Propheten Muhammad bei Abfassung des Korans geschah.

Djibril ist derjenige, der zum Imam Ali gesagt hat: La fata ila ali, wala saif ila solfikar. Das bedeutet soviel wie: Es gibt keinen Jungen außer Ali und kein Schwert außer Solfikar. Er ist auch derjenige, der dem Propheten Mohammed die erste Sure diktiert hat.

Kunst

In der Kunst wird Gabriel immer wieder als weiblicher Engel dargestellt. Sollen Engel eigentlich geschlechtslos sein, so sind bei Gabriel immer auch weibliche Züge zu erkennen. Im Film Constantine wird Gabriel von der Schauspielerin Tilda Swinton dargestellt. Im Film God's Army – Die letzte Schlacht (engl. Originaltitel: The Prophecy) und den beiden Fortsetzungen wird Gabriel durch den Schauspieler Christopher Walken dargestellt. In diesem Film wird der Erzengel Gabriel und diverse andere Engel in einer recht kruden Mischung aus Mystery- und Actionfilm gezeigt, die einen (vollkommen frei erfundenen) epischen letzten Kampf um das Himmelreich führen.

Gedenktag 

Der Gedenktag ist der 29. September (röm.-kath.: „Erzengel-Fest Hl. Michael, Hl. Gabriel, Hl. Rafael“; evangelisch: „Tag des Erzengels Michael und aller Engel“). Bis zum 1. Januar 1970 wurde Sankt Gabriel eigens am 24. März begangen.

Der Erzengel Gabriel ist unter anderem Schutzpatron der Briefträger und Postboten, Müllmänner, Diplomaten, Radiosprecher und der Fernmeldetruppe des deutschen Heeres.

Michael (Mikail)

Der Erzengel Michael (hebr. מיכאל; arab. ميكائيل/ميكا „Mika'il/Mikaal“; zu deutsch: „Wer ist wie Gott?“) ist ein in der Bibel erwähnter Erzengel, der für Anhänger aller drei Abrahamitischen Religionen von Bedeutung ist. Den Christen gilt er vor allem als Bezwinger Satans und Seelenwäger am Tag des Jüngsten Gerichts. Er ist seit der siegreichen Schlacht auf dem Lechfeld am 10. August 955 Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches und später Deutschlands.

Erwähnungen in der Bibel

Der Erzengel Michael wird sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament erwähnt.

In Dan 10,13ff. kämpft er mit dem „Engelfürsten von Persien“ und ermöglicht so die dem Propheten Daniel zuteil werdende Offenbarungsvision. In dieser selbst erscheint er wiederum als „Verteidiger Israels“ (Dan 12,1). In Offb 12,7 besiegt er den Teufel in Gestalt eines Drachen und stößt ihn hinab auf die Erde:

Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen. Und der Drache stritt und seine Engel und siegeten nicht; auch ward ihre Stätte nicht mehr funden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet; und ward geworfen auf die Erde; und seine Engel wurden auch dahin geworfen.

Jud 9 berichtet von einem Disput des Heiligen Michael mit dem Teufel über den Leichnam des Moses.

Apokryphen

Im apokryphen 1. Buch Henoch (1. Hen 1,20) wird Michael als vierter der sieben Erzengel und Schutzpatron Israels benannt und als „barmherzig und langmütig“ bezeichnet (1. Hen 2,40). In 1. Hen 1,11 beauftragt Gott Michael damit, den gefallenen Engel Semjasa und sein Gefolge „für 70 Geschlechter“ zu binden, die „Geister der Verworfenen“ zu vernichten und „alle Gewalttat und Unreinheit von der Erde zu tilgen“. Auch legt er den Eid Aqae, der die Geheimnisse der Schöpfung enthält, in seine Hände (1. Hen 2,69). Außerdem fungiert Michael als Führer und Lehrer des Henoch und zeigt ihm u. a. den Baum des Lebens (1. Hen 1,24) sowie „alle Geheimnisse der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, (…) alle Geheimnisse der Enden des Himmels und alle Behälter aller Sterne und Lichter“ (1. Hen 2,70).

Eine zentrale Rolle spielt Michael auch in der Moses-Apokalypse. So überbringt er etwa mehrfach Botschaften Gottes an Adam und seinen Sohn Seth (Ap Mos 3,2; 13,2). Nach Ap Mos 22,1 bläst Michael die Trompete zum Gericht Gottes über den sündigen Adam. Michael ist es aber auch, der danach Adam auf Gottes Geheiß in den „dritten Himmel“ bringt (Ap Mos 37,4) und dort mit Leinen und Salböl versieht (Ap Mos 40,1). Später hilft er Seth bei der Beerdigung seiner Mutter Eva (Ap Mos 43,1).

Auf das apokryphe Nikodemusevangelium schließlich geht die Vorstellung von Michael als Hüter des Paradiestores zurück.

Jüdische Tradition 

Der Name des Erzengels Michael ist eindeutig jüdisch-hebräischer Herkunft. Mi kamocha elohim bedeutet „wer“ (mi) „ist wie du“ (ka(mocha)), „Gott“ (El(ohim). Von Elohim ist bezüglich Gottes die Rede, nicht von Jehova (dem vermeintlichen Gottesnamen) oder Adonai (mein Herr). „Elohim“ ist eigentlich aufgrund der im-Endung ein Plural, der Plural von „el“ (Gott). Die Verfasser der jüdischen Midrasch-Texte sahen Michael häufig auch in namentlich nicht näher bezeichneten biblischen Engelsgestalten, so etwa

im Cherub, der den Menschen die Rückkehr ins Paradies verwehrt (Gen 3,24)
in einem der Engel, die nach Sodom gingen (Gen 19,1ff.), um Lot zu retten
im Engel, der Isaak vor dem Opfertod errettet hat (Gen 22,11ff.)
im Engel, mit dem Jakob gekämpft hat (Gen 32,25ff.)
im Engel, der sich der Eselin des Bileam in den Weg stellte (Num 22,22),
im „Fürst über das Heer des Herrn“ (Jos 5,13-15),
im Engel, der die Armee des Assyrer-Königs Sennacherib vernichtet hat (2 Kg 19,35)
im Engel, der die drei Jünglinge aus Nebukadnezars Feuerofen errettet hat Dan 3,20.
Auch wird Michael mit dem „Engel des Angesichts" in Verbindung gebracht, der nach dem apokryphen Buch der Jubiläen zunächst von Gott als Chronist der Weltgeschichte eingesetzt worden ist (Jub 1,27), dann aber wiederum auf Gottes Geheiß Moses beauftragt hat, die Schöpfungsgeschichte für die Menschen niederzuschreiben (Jub 2,1).

Des Weiteren schreibt die jüdische Tradition Michael vielfach Mittlertätigkeit zwischen Gott und den Menschen zu, auch wenn in der betreffenden Bibelstelle von einem Engel explizit keine Rede ist. Beispiele hierfür sind die Übergabe der Gesetzestafeln an Moses auf dem Sinai (Ex 31,18) sowie diverse göttliche Traumbotschaften, etwa die an Abimelech (Gen 20,1ff.) oder Laban (Gen 31,24).

In den 1947 entdeckten Schriftrollen vom Toten Meer wird Michael als „Fürst des Lichts“ bezeichnet, der die Heerscharen Gottes gegen die Mächte des Bösen unter Belial führt. Auch trägt er dort den Titel „Vizekönig des Himmels“, der früher Satan zugestanden haben soll.

Im Judentum gilt Michael zusammen mit Gabriel als Fürbitter und Schutzengel des Volkes Israel. Er führt die himmlischen Bücher und vollzieht die Gerichtsurteile. Nach rabbinischer Tradition besteht Michael ganz aus Schnee, weshalb ihm das Metall Silber zugeordnet ist (während Gabriel für Feuer und Gold steht).

Christliche Tradition
Vorstellungen

Im Christentum gilt Michael insbesondere als Bezwinger des Teufels in Gestalt des Drachen (Höllensturz) sowie als Anführer der himmlischen Heerscharen (Archistrátegos dynameon Kyriou), die im Osten vor Gottes Thron stehen. Die letzten Worte, die der Satan vor seinem Sturz hörte, sollen „Wer (ist) wie Gott?“ gewesen sein – eine wörtliche Übersetzung des hebräischen Mi-ka-el. Schon früh wird er als Hüter des Paradiestores dargestellt.

Daneben spielt Michael eine wichtige Rolle im Totenkult des traditionellen Volksglaubens. Er ist es, der ein Verzeichnis der guten und schlechten Taten eines jeden Menschen erstellt, das diesem zunächst am Tag des Sterbens (Partikulargericht), aber auch am Tage des Jüngsten Gerichts vorgelegt wird und auf dessen Basis er über ihn richtet. Er erscheint hier in der wichtigen Position des Seelenwägers. Auch geleitet er die Seele des Verstorbenen auf ihrem Weg ins Jenseits. Dementsprechend wird er gerne mit den Attributen Waage und Flammenschwert dargestellt. Die Farbenmystik ordnet ihm die Farbe Rot in allen Schattierungen zu (für Feuer, Wärme und Blut).

Die christliche Vorstellung vom Hl. Michael wurde vor allem von der Offenbarung des Johannes (Offb 12,7) beeinflusst, aber auch von Gedanken aus dem 1. Buch Henoch und anderen Apokryphen. Dazu bestehen Ähnlichkeiten mit verschiedenen antiken Gottheiten anderer Kulturkreise: Zu nennen ist etwa der ägyptische Mondgott Thot, der das Ergebnis der Herzenswägung beim Totengericht notiert, der mit dem Planeten Merkur verbundene akkadische Weisheitsgott Nabu, der Schreiber und Inhaber der Schicksalstafeln, sowie dessen sumerisches Gegenstück, die Göttin Nisaba. Als Seelenführer und Seelenwäger kann man Michael schließlich mit den zoroastrischen Göttern Sraosha und Rashnu, den ägyptischen Göttern Horus und Anubis sowie den mandäischen Göttern Hibil und Abathur vergleichen.

Wesen und Natur

Das Christentum betrachtet Michael als einen der vier Erzengel; die anderen sind Gabriel, Raphael und Uriel. Umstritten war unter den Kirchenvätern seine Einordnung in die himmlische Hierarchie: Während Salmeron, Robert Bellarmin sowie Basilius der Große und andere griechische Patriarchen ihm den höchsten Rang unter den Engeln einräumen, betrachtet ihn etwa Bonaventura lediglich als Haupt der Seraphim, des ersten der neun Engelschöre. Nach Thomas von Aquin steht er gar der untersten Ordnung vor, den einfachen Engeln. Einer Legende nach entstanden die Cherubim aus den Tränen des Erzengels Michael, die er über die Sünden der Gläubigen vergossen hat. Der Mozarabische Ritus reiht ihn unter die 24 Ältesten ein.

In der Theologie der Mormonensekte hat sich der Erzengel Michael im ersten Menschen Adam verkörpert. Konsequenterweise wird er hier als Gottes Ebenbild betrachtet. Nach dem Glauben der Zeugen Jehovas ist Michael sowohl mit dem Wort Gottes (vgl. Joh 1,1) identisch als auch mit Jesus. Er habe Jehova bei der Erschaffung der Welt Hilfe geleistet, später als fleischgewordener Menschensohn ein Leben ohne Sünde gelebt und ist nach dessen Opfertod in seinen ursprünglichen spirituellen Zustand zurückgekehrt. Eine ähnliche Vorstellung findet sich auch bei den Siebenten-Tags-Adventisten. Hier wird Jesus freilich trotz der Gleichsetzung mit Michael gleichzeitig als „Gott der Sohn“ und damit als Teil der Dreieinigkeit angesehen.

Erscheinungen 

Der Überlieferung nach hat der Hl. Michael in Konstantinopel den Kaiser Konstantin besucht. Auf die Gebete des Papstes Gregors des Großen (590-604) um Befreiung der Stadt Rom von der Pest soll er mit dem Schwert in der Hand über dem Hadriansmausoleum erschienen sein, worauf der Papst diesem den Namen „Engelsburg“ gab, den das Bauwerk noch heute trägt. 708 zeigte er sich der Legende nach dem Heiligen Aubert, dem Bischof von Avranches (Normandie), worauf die Errichtung des Mont-Saint-Michel zurückgeht.

Patron der Soldaten

Der Hl. Michael wurde – gemeinsam mit anderen Heiligen wie dem Hl. Georg, dem Hl. Sergius oder dem Hl. Mauritius – als Patron der Soldaten und Krieger verehrt. Er gilt als Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche: Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives („Fürst der himmlischen Heerscharen“). Dementsprechend soll er auch in verschiedene Schlachten eingegriffen haben:

So wird etwa der Sieg der Langobarden von Sipontum (Manfredonia) über die griechischen Neapolitaner am 8. Mai 663 auf sein Eingreifen zurückgeführt – weshalb an diesem Tag ein in weiten Teilen der Westkirche verbreitetes, seit Papst Pius V. Apparitio S. Michaelis genanntes zusätzliches Michaelsfest begangen wird.
Die Stadt Konstantinopel soll der Erzengel gleich zweimal errettet haben: 626 vor den Awaren und 676 vor den Arabern.
Im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich spielt er eine weitere Rolle. So sah die Jungfrau von Arc (Jeanne d’Arc) ihn in ihren Visionen, aus denen sie ihre „göttliche Sendung“ ableitete.
Nach einer russischen Chronik hat sich Großfürst Dmitri Donskoi vor seiner siegreichen Schlacht gegen den Mongolenkhan Mamaj auf dem Kulikowo-Feld 1380 vor einer Ikone des „Himmlischen Führers und Archistrategen“ Michael niedergeworfen.
Im Spätmittelalter wurde Michael gemeinsam mit dem Heiligen Georg zum Patron des Rittertums und speziell der ihm geweihten Ritterorden, des Ordre de Saint-Michel (Frankreich, 1469) und des Order of St. Michael and St. George (England, 1818), berufen.

Heilkundiger

Weiter gilt der Hl. Michael aber auch als Heilkundiger, als „himmlischer Arzt“ und Patron der Kranken. So soll er u. a. laut einem Bericht des Patriarchen Sisinnios von Konstantinopel († 427) im phrygischen Kolossai am Flusse Lykus, dem späteren Chonai, im 3. Jahrhundert eine wundertätige Heilquelle entspringen haben lassen, woraufhin man ihm dort eine Kirche errichtete. Etwa hundert Jahre versuchten die Heiden den populären christlichen Kult auszulöschen indem sie die Gebirgsbäche Lykokapros und Kouphos in die Heilquelle umleiteten, damit sie sie verunreinigten und ihr somit die heilende Kraft nähmen. Auf die Fürbitte des Heiligen Eremiten Archippos (vgl. Kol 4,17) fuhr der Erzengel Michael „wie eine Feuersäule“ vom Himmel herab und spaltete einen Felsen, worauf die Wassermassen unterirdisch abflossen, und hierbei zwar die frevelnden Heiden mitrissen, der Heilquelle und der um sie herum errichteten Kirche aber keinen Schaden zufügten. Durch das Wunder, dessen die orthodoxe Kirche am 6. September gedenkt, wurde Chonae zum Mittelpunkt eines ausgeprägten Erzengelkults in ganz Phrygien, dessen Auswüchsen sowohl der Hl. Paulus im Kolosserbrief (Kol 2,18) als auch das Konzil von Laodicea (363) zu steuern versuchten. Vermutlich hat er eine vergleichbare vorchristliche Tradition um den antiken Heilgott Men-Karoi überlagert und ersetzt.

Lokal- und Regionalpatrozinien
Der Hl. Michael gilt u.a. auch als Patron

Deutschlands (Abbildung auf der Kriegsflagge des Heiligen Römischen Reiches, zahlreiche Michaeliskirchen)
der Stadt Brüssel (Cathédrale St. Michel; Michaelsfigur auf dem Rathausturm)
der Stadt Kiew
der Stadt Archangelsk (die sogar ihren Namen dem Erzengel verdankt)
der Stadt Jena (Michael im Stadtwappen und auf den Fenstern der ihm geweihten Stadtkirche)
der Stadt Zeitz (Michael im Stadtwappen)
der Wiener Stadtteile Heiligenstadt und Fünfhaus
der Gemeinde Tadten (Österreich, Bundesland: Burgenland)
der Luzerner Region Michelsamt mit dem dazugehörigen Chorherrenstift St. Michael in Beromünster
der Erzdiözese Seattle
des Nils
der Stadt Alghero (Sardinien)
der Gemeinde Pomarico (Italien)
der Stadt Ohrdruf (Michael im Stadtwappen und am Rathaus)
des Östringer Stadtteils Odenheim (Michael im Gemeindewappen und als Patron der Gemeindekirche)
der Stadt Totonicapán (Guatemala)

Kirchen und Heiligtümer

Michaels Hauptheiligtum ist der Monte Sant' Angelo in Gargano (Apulien), wo er 493 erschienen sein soll. Von dort verbreitete sich sein Kult in ganz Europa. Meist wurden ihm Bergheiligtümer geweiht.

Zeitweise bis zu fünfzehn Michaelskirchen hatte Konstantinopel vorzuweisen. Deren wichtigste, das Michaelion, befand sich in Sosthenion, etwa fünfzig Meilen südlich der Stadt. Eine weitere berühmte Michaelskirche stand innerhalb der Stadtmauern bei den Arcadius-Thermen. Nach dem Chronisten Prokopios wurden sechs Michaelskirchen allein von Kaiser Justinian I. in Auftrag gegeben. In Alexandria errichtete man eine Michaelskirche über einen früheren Kleopatratempel.

Eines der bekanntesten Michaels-Heiligtümer befindet sich am Mont-Saint-Michel in der Normandie. St Michael's Mount ist das britische Gegenstück zum Mont-Saint-Michel, das italienische ist die Sacra di San Michele im Piemont. Zu erwähnen sind weiter die Cathédrale St. Michel in Brüssel, die Michaelskirche in Luxemburg, Orsanmichele in Florenz, die Michaelskirche in Prag, die Michaelskapelle in Kaschau, die Erzengel-Michael-Kathedrale in Moskau, das Kloster des Erzengels Michael Panormitis in Symi (Griechenland) und die Skellig Michael an der irischen Westküste.

Die größte, repräsentativste und wohl bedeutendste Michaelskirche in Deutschland ist die am Anfang der Renaissance erbaute Jesuitenkirche St. Michael in der Innenstadt Münchens. Weitere dem Hl. Michael geweihte „Michaeliskirchen“ im deutschsprachigen Raum findet man u. a. in Aachen, Albstadt, Altenstadt im Pfaffenwinkel, Bamberg, Bautzen, Berlin, Etting, Eutin, Fulda, Groß Munzel, Hamburg ("Der Michel"), Hannover, Hildesheim, Hof, Ingelheim, Kallmünz,Jena, Köln, Marktoberdorf (Ortsteile Thalhofen und Bertoldshofen), Mettenheim (Obb.), München-Berg am Laim, Neunkirchen am Brand, Pforzheim, Regen, Saarbrücken, Schwäbisch Hall, Steyr, Tittmoning, Überlingen, Volkringhausen, Waldbröl, Weiden in der Oberpfalz, Wermelskirchen, Wien und Wien-Heiligenstadt.

Festtag

Papst Gelasius I. widmete im Jahr 493 dem heiligen Erzengel das im 9. Jahrhundert allgemein gewordene Fest Michaelis oder Michaeli am 29. September. An diesem Tag verehren heute die römisch-katholische, die anglikanische sowie die protestantischen Kirchen den Hl. Michael sowie die beiden anderen Erzengel Gabriel und Raphael. Im Mittelalter war das Michaeli-Fest ein verbindlicher Feiertag und ein beliebter Termin für laufende Miet-, Pacht- oder Zinszahlungen. In Augsburg gibt es noch heute das traditionelle Turamichele-Fest.

Die Ostkirche begeht heute das Michaelsfest am 8. November, nachdem im alten Byzanz je nach Kirche u.a. die Termine 18. Juni, 27. Oktober und 10. Dezember gebräuchlich gewesen waren.

In Ägypten wird das Fest des Erzengels am 12. November begangen. Daneben verehrt man ihn dort an jedem 12. eines Monats, insbesondere am 12. Juni, wenn der Pegel des Nils anzusteigen pflegt.

Gebete 

Bedeutende Michaelsgebete enthielten bereits die Sakramentare der Päpste Leo des Großen (6. Jh.; „Natale Basilicae Angeli via Salaria“), Gelasius I. (7.Jh.; „S. Michaelis Archangeli“) und Gregors des Großen (8. Jh.; „Dedicatio Basilionis S. Angeli Michaelis”).

Als Bekämpfer des Teufels finden wir Michael in liturgischen Texten der Tridentinische Messe, bei der er bei der Beweihräucherung des Altars angerufen wird.

Orden und Bruderschaften 

1172 gründete König Alfons I. von Portugal im Zuge des Kampfes gegen die Mauren den Orden vom Flügel des Heiligen Michael; dieser ging bereits 1211 im Templerorden auf. 1469 schuf König Ludwig XI. von Frankreich den Ritterorden Ordre de Saint-Michel. 1818 folgte in England der Order of St. Michael and St. George

1693 gründete der Wittelsbacher Joseph Clemens von Bayern, damals Fürsterzbischof von Köln, den nur dem Adel offenstehenen Orden vom Heiligen Michael und als bürgerliches Gegenstück dazu die heute noch bestehende Erzbruderschaft St. Michael, („Bruderschaft des hl. Erzengels und Himmelsfürsten Michael“), der bald ca. 100.000 Mitglieder angehörten.

1910 weihte Pater Bronisław Markiewicz seine zunächst vor allem in der Waisenhilfe engagierte „Gesellschaft für Mäßigung und Arbeit“ dem Hl. Michael. Seit ihrer kirchlichen Anerkennung im Jahre 1921 trägt sie den Namen Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael (Michaelsorden, Michaeliten).

Am 29. September 1931 wurde in Marburg eine Michaelsbruderschaft als Teil der Berneuchener Bewegung gegründet, sie ist eine evangelische Vereinigung von Theologen und Laien. Die am Michaelistag 1945 gegründete Evangelische Akademie Bad Boll begeht alljährlich ihren Stiftungstag mit einer Michaelisakademie. Die von Paul Kuhn gegründete St. Michaelsvereinigung besitzt seit 1971 in Dozwil, Kanton Thurgau, Schweiz als „Gnadenort“ eine etwa 1000 Personen fassende Kirche.

1999 gründete der österreichische Generalkonsul Prof. Dr. Helmut Vejpustek, anknüpfend an den portugiesischen Michaelsorden, den Hochlöblichen Orden der freien Herren und Ritter vom Heiligen Michael. Daneben entstand in dem 2002 gegründeten, im Südatlantik gelegenen und international nicht anerkannten „Herzogtum Neuseeland“ ein Michaelsorden, der die Tradition des französischen von 1469 fortsetzen möchte.

An die Rolle des Hl. Michaels als Patron der Kaufleute knüpft indes der 2004 von dem Leipziger Unternehmer Reinhold Hartmann gegründete Michaelisbund an, der sich der Verbesserung der Zahlungsmoral verschrieben hat.

Islamische Tradition

In der Arabischen Literatur ist Michael als Mika'il oder – im Koran – als Mikal bekannt. Er gilt als einer der vier Erzengel und rangiert in deren Hierarchie an zweiter Stelle: Jibrail (Gabriel) als Überbringer des Wort Gottes erscheint im Koran immerhin acht Mal; Michael wird nur ein einziges Mal erwähnt (Sure 2,98); die beiden übrigen Erzengel Azrael und Israfil finden sich lediglich in der außerkoranischen Tradition.

Sure 2,98 enthält Drohungen gegenüber den Feinden Allahs, seiner Engel und Boten und insbesondere Gabriels und Michaels. Laut einem Koran-Kommentar wurde die Passage von einem gewissen Omar anlässlich eines Besuchs in einer jüdischen Schule zitiert, wo die Kinder Gabriel schmähten und Michael priesen.

Als Gott Adam erschuf (Sure 23,13; vgl. auch Gen 1,27), soll er der Legende nach erst Gabriel, dann Michael ausgesandt haben, um den hierfür benötigten Lehm herbeizuschaffen. Beide ließen sich vom vehementen Protest der Erde abhalten, erst Asrael soll schließlich den Auftrag ausgeführt haben.

Weiter soll Michael Eva nach der Vertreibung aus dem Paradies (Sure 7,25; vgl. auch Gen 3,23) auf Gottes Geheiß getröstet haben – eine Aufgabe, die bei Adam Gabriel wahrgenommen hat.

Schließlich sehen moslemische Kommentatoren Michael in einem der drei Engel, die nach Gen 18,2 Abraham besucht haben.

An seinem Totenbett befahl sich Mohammed zuerst der Fürbitte Gabriels, dann Michaels.

Michael wohnt im Siebten Himmel und soll smaragdgrüne Flügel besitzen. Nach der Überlieferung hat Allah im Paradies ein Haus für sich gebaut (al-Bayt al-Ma`mur), zu dem die Engel fünf Mal täglich pilgern, um zu beten und Gott zu lobpreisen. Hierbei fungiert Gabriel als Muezzin, also als Ausrufer, Michael aber als Imam (Vorbeter).

Michael in der Bildenden Kunst 

Ostkirche 

Die Synaxis (Versammlung) der Erzengel Michael und Gabriel ist der Gedenktag Michaels in der orthodoxen Kirche (8. November). Am 6. September feiert man das Wunder des Erzengels Michael in Chonae. Beide Sujets werden nach einer festgelegten Ikonografie dargestellt.

In der ostkirchlichen Ikonografie wird der Erzengel Michael in ganzer Gestalt oder als Brustbild dargestellt. Ausgerüstet mit mächtigen Flügeln trägt er häufig, aber nicht immer, Soldatenkleidung und Schwert. Meist steht er aufrecht und frontal. Zu finden sind aber auch Darstellungen im Halbprofil, so in der Deesis mit gesenktem Kopf. Als Deesis-Engel flankiert er zusammen mit Gabriel den thronenden Christus-Pantokrator (Allherrscher) oder den präexistenten Christus Immanuel, so etwa im berühmten Mosaik über der Königstür der Hagia Sophia in Konstantinopel.

Hauptattribute des Erzengels sind Stab, Schwert und Sphaira (Weltkugel). Er galt als Schutzherr der byzantinischen Kaiser, deren Fahnen sein Porträt auch zierte. Die Proskynesis-Titelikone des Heroon, der Michaelskapelle in der kaiserlichen Grabeskirche zu Konstantinopel, zeigt Michael als "Unkörperlichen Erzengel gegenüber dem Erlöser".

Beliebt waren in der ostkirchlichen Kunst auch ganze Michaels-Viten, die eine Vielzahl von Taten und Wundern des Erzengels abbilden, wie etwa den Kampf um die Seele des Moses, die Jakobsleiter, den Kampf mit Jakob, die drei Jünglinge im Feuerofen, die Erscheinung vor Josua, die Rettung Lots aus Sodom, den Sieg über Sanherib, das Chonae-Wunder etc. Häufig befinden sie sich im Naos oder den Seitenkapellen orthodoxer Kirchen. Relativ selten finden sich derartige Viten auf Ikonen; ein Beispiel aus dem Jahr 1399 ist in der Erzengel-Michael-Kathedrale des Moskauer Kreml zu sehen.

Nicht seltener als in der westlichen Kunst sind Darstellungen Michaels als Teufelsbezwinger (Sturz des Luzifer). In einer apokalyptischen Szenerie reitet er als Archistrategos (Anführer der himmlischen Scharen) auf einem feurigen Pferd und stößt mit Speer, Lanze oder Kreuz in Richtung des sich am Boden kringelnden Teufelsdrachen. Dabei bläst er die Posaune und hält Rauchfass und Evangeliar. „Auf Gottes Geheiß hat der heilige Erzengel Michael den gefallenen Geist in die Hölle gestoßen.“ lautet etwa die Aufschrift einer südrussischen Ikone der Zeit um 1800.

Nach griechischem Volksglauben können das Gesicht des Seelenführers und –wägers Michael nur Tote und Sterbende sehen.

Westkirche

In der Westkirche dominierten vor allem Darstellungen des Hl. Michael als Bezwinger des Satans. Meist schwebt der geflügelte Engelsfürst dabei in der Luft, etwa auf einer Wolke. Seine Kleidung ist erkennbar von der Rüstung römischer Soldaten inspiriert und besteht zumeist aus kurzem Chiton, Brustpanzer, roter Chlamys und Stiefeln mit goldenen Beinlingen. Mit (Flammen)schwert oder Lanze rückt er dem sich zu seinen Füßen krümmenden, häufig als Drache, manchmal aber auch in menschlicher Gestalt dargestellten Satan zu Leibe. Auf seinem Schild prangt häufig die Devise „Quis ut Deus“ („Wer ist wie Gott?“) oder das Christus-Monogramm "IHS". Bekannte Darstellungen stammen etwa von Albrecht Dürer (Holzschnitt von 1500), Raffael (1518), Pieter Brueghel dem Älteren (1563), Tintoretto (1592), Peter Paul Rubens (1620), Johann Michael Rottmayr (1697), Giuseppe Castiglione (18. Jahrhundert) und Eugène Delacroix (1861). Plastische Ausführungen des Themas finden sich u.a. an den Michaelskirchen von Hamburg und München, aber auch dem Boulevard Saint-Michel in Paris.

Im Mittelalter wurde Michael auch häufig als Seelenwäger mit Schwert und Waage dargestellt, so etwa in der „Elsässischen legenda aurea“ (13. Jh.), auf Gemälden von Guariento di Apro (1354), Hans Memling (1470) und des Kartner Meisters (15. Jh.), auf einem Altarbild in der Pfarrkirche von St. Georgen (1523) sowie im Palazzo Carrara in Padua. Weiter findet sich das Motiv auf Fresken in den Kirchen St. Michel in Velleron und Notre-Dame de Benva in Lorgues sowie im Tympanon der Kathedrale von Autun (Frankreich).

Gemeinsam mit den beiden anderen Erzengeln Gabriel und Raphael wurde Michael u.a. von Lucas von Leyden oder Sebastiano Ricci gemalt, als Wächter am Eingang des Paradieses von Sebald Beham (16. Jh.). Auf einem Holzschnitt des Ritters von Turn von 1493 streitet sich Michael mit dem Satan um die Seele einer Rittersfrau. Die um 1500 entstandenen mittelalterlichen Handschrift „Leben, Tod und Wunder des Hl. Hieronymus“ enthält eine Miniatur, die Michael mit den Allegorien der Kirche und des Glaubens zeigt.

Michael in Literatur, Film und Theater
 
Eine zentrale Rolle spielt Michael in John Miltons Versepos Paradise Lost, wo er als Engelsfürst die himmlischen Heerscharen gegen Satan in die Schlacht führt.

Der amerikanische Jesuitenpater Raymond Bishop berichtet in seinem Tagebuch vom Exorzismus an einem dreizehnjährigen Knaben, bei dem dem Kind in einer Vision der Erzengel erschienen und den Teufel aus seinem Körper vertrieben haben soll. Die Aufzeichnungen dienten William Peter Blatty als Vorlage für seinen Roman Der Exorzist von 1971 (verfilmt 1973).

Des Weiteren war Michael Titelfigur der Filmkomödie Michael aus dem Jahr 1996. John Travolta spielt hier einen unkonventionellen, auf die Erde herabgestiegenen Engel.

Im Roman Michaels Verführung der österreichischen Schriftstellerin Sabine M.Gruber aus dem Jahr 2003 ist der Engel Michael ironisch-naiver Erzähler und zugleich Alter Ego der Hauptfigur, eines jungen Dichters, der zum smarten Werbetexter Mike mutiert und als ausgepowerter Mickey endet.

In der G’schicht vom Brandner Kasper und dem ewig’ Leben von Franz von Kobell von 1871, vor allem aber in Kurt Wilhelms Theater- bzw. Fernsehfassung von 1975 erscheint Michael – gespielt von Heino Hallhuber – als unerbittlich-gestrenger Seelenrichter und damit als dramaturgischer Gegenpart zum etwas liederlich-humoresk geratenen Boandlkramer.

Raphael (Israfil)

Raphael (hebräisch: רפאל) ist einer der Erzengel. Das hebräische rapha'el bzw. raphach bedeutet: „Gott heilt (die Seele)“. Es ist im alttestamentlichen Buch Tobit der Name des Engels, der die Titelfigur Tobias auf seiner Reise begleitet und dessen Vater Tobit heilt.

Außerdem wird Raphael als der Engel der Heilung bezeichnet (das hebräische Wort für Mediziner ist rophe und teilt den Wortstamm mit Raphael).

Christliche Tradition

In der christlichen Tradition gilt er als Schutzpatron der Kranken, Apotheker, Reisenden, Pilger, Auswanderer, Seeleute, Dachdecker und Bergleute.

Im Urchristentum ist Raphael der Genosse von Michael, Gabriel und Uriel; seine Farbe ist violett (ebenfalls wird ihm auch Grün zugewiesen, siehe Erzengel). Nach katholischer Auffassung steht er im Westen vor Gottes Thron. Er wird in der Ikonographie der katholischen Kirche als Pilger, mit Stab, Flasche und Fisch in Begleitung von Tobias dargestellt.

Die Angaben zu Raphael beziehen sich auf die Apokryphen. Laut evangelischer und evangelikaler Haltung sind die später hinzugefügten Apokryphen nicht Teil der Bibel. Daher findet sich auch bei Raphael laut evangelischer und evangelikaler Sicht keine Schriftstellen in der Bibel, die belegen, dass er ein Erzengel ist. Auch die katholischen Ansichten bezgl. Raphael wie „steht im Westen“ und Farbwahl sind in der Bibel (ohne Apokryphen) nicht zu finden.

Islamische Tradition 

Auf arabisch heißt er Israfil (arabisch اسرافيل‎) und ist einer der vier Erzengel im Islam. Am Tag des Jüngsten Gerichts wird er zweimal in sein Horn blasen. Wenn Israfil zum ersten Mal in sein Horn bläst, werden sich nach islamischer Überlieferung Berge, Täler und Ozeane miteinander vermischen, wodurch kein Leben auf der Erde mehr existent sein wird. Wenn er dann zum zweiten Mal in sein Horn bläst, werden die Menschen auferstehen und sich vor Allah versammeln um Rechenschaft abzulegen.

Esoterik 

Nach esoterischer Auffassung regiert Raphael ähterische Vitalität und den (Elektro-)Magnetismus.

Namenstag 

Der Gedenktag Raphaels war von 1924 bis 1969 der 24. Oktober, heute wird er am 29. September begangen (Erzengel-Fest Hl. Michael, Hl. Gabriel, Hl. Rafael).

Azrael (Azrail)

Der Name Azrael (arabisch عزرائیل‎ Izra'īl) bezeichnet in der islamischen Traditionsliteratur den mālik al-maut („Engel des Todes“). Im Koran kommt der Name nicht vor. Viele Aspekte seiner Legende sind jedoch nicht durch die offiziellen Glaubenslehren, sondern nur durch Volksglauben belegt. Der Engel Azrael schreibt die Namen der Neugeborenen auf und streicht die der Gestorbenen wieder durch.


                                                             Quelle:Internet

cananavci

Emeğine sağlık arkadaşım güzel bir çalışma olmuş.Allah razi olsun.

şinasi

ALLAH razı olsun kardeş.