Ramadan - der Fastenmonat der Muslime

Başlatan Ashtoret, Eylül 30, 2006, 10:03:18 ÖÖ

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Ashtoret

In der Glaubenspraxis der Muslime haben die "fünf Säulen" eine zentrale Bedeutung.
Neben dem Bekenntnis des Einen Gottes und seiner Propheten, an deren abschließender Stelle Muhammad steht, Friede sei mit ihnen allen, dem
Gebet, der sozial-religiösen Pflichtabgabe Zakat, ist dies an vierter Stelle das Fastengebot im Monat Ramadan. Die fünfte Säule bildet die Pilgerfahrt nach
Mekka, die bei Gesundheit und ausreichenden finanziellen Mitteln einmal im Leben sollte.

Wird der Ramadan im Koran erwähnt?
Ja, besonders in der zweiten Sure, Vers 183 bis 187.

Wann ist Ramadan?
Das islamische Jahr ist ein Mondjahr und damit um ca. 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr. Von Jahr zu Jahr verschiebt er sich um diese Anzahl von Tagen
nach hinten. Darum kann der Ramadan in allen Jahreszeiten liegen. Der Beginn und das Ende wird durch Sichtung der schmalen Mondsichel am Himmel bestimmt.
2001 dürfte Ramadan am 16. oder 17. November beginnen und dann nach einem Mondmonat enden. So liegt der erste Feiertag  möglicherweise auf einem Sonntag, dem 16. Dezember. Muslimische SchülerInnen sind am islamischen Feiertag aber ohnehin vom Unterricht befreit.


Wie wird gefastet?
Von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang halten praktizierende Muslime ein Fasten, das Enthaltung von Essen und Trinken bedeutet. Momentan ist das Fasten nur ca. elf Stunden lang, da die Tage so kurz sind. 


Aber überhaupt nichts zu trinken kann doch nicht gesund sein?
So wie man sich in den Abend- und Nachtstunden mit Essen stärkt, versorgt man den Körper auch mit ausreichender Flüssigkeit in Vorbereitung auf das Fasten tagsüber. Beklagen viele Mediziner die mangelnde  Flüssigkeitsaufnahme aus Nachlässigkeit, ist gerade der Ramadan eine Gelegenheit sehr bewusst die empfohlene Menge von mehr als 2 Litern täglich einzuhalten.

Und nach dem Fasten stopft man Mengen von Essen in sich hinein?
Das Fasten soll den Wert gesunder Nahrung bewusst machen und damit für einen vernünftigen Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren. Der Körper verlangt nach dem Fasten nach verträglichen Speisen und ist gar nicht in der Lage, übermäßige Mengen aufzunehmen. Völlerei wäre nicht im Sinne des  Islam, da  Fasten auch als sozialer Akt der Solidarität mit Bedürftigen verstanden wird.

Gibt es spezielle Fastenspeisen?
Nach dem Vorbild des Propheten Muhammad brechen viele Muslime ihr Fasten mit einigen Datteln und einem Glas Wasser oder Milch, ehe sie später zu Tisch gehen. Von Region zu Region gibt es Spezialitäten, die vor allem im Ramadan Saison haben, weil sie viel Flüssigkeit enthalten und leicht verdaulich  sind. Prinzipiell sind alle vom Islam als "halal", also "rein" eingestuften Nahrungsmittel auch während der Fastenzeit zugelassen, da sich der Mensch  der Gaben Gottes dankbar erfreuen soll.

Und was ist "halal"?
Es gilt das bekannte islamische Rechtsprinzip: "Was nicht verboten ist, ist erlaubt." Ausdrücklich untersagt sind der Verzehr von Schweinefleisch, Blut und Verendetem, sowie Alkohol.

Ich höre immer, dass das Fastenbrechen zu großen Gelagen mit vielen Gästen gerät?
Gastfreundschaft wird gerade im Ramadan hochgehalten. Wird für eine große Anzahl Personen gekocht, bietet man oft eine größere Auswahl von Speisen an. Sicher kann man kritisch anmerken, dass es dabei nicht zu übertriebener Luxusentfaltung kommen soll.

Fasten alle Muslime?
Vom Fastengebot ausgenommen sind Kinder, Reisende, Frauen im Wochenbett oder während ihrer Menstruation. Alle Menschen, für die das Fasten gesundheitlich unmöglich oder nicht zuträglich wäre, sind befreit. Darunter fallen zum Beispiel Kranke, ältere Menschen, Schwangere, aber unter Umständen auch  Menschen mit körperlich sehr anstrengenden Berufen. Die Gewissensentscheidung liegt beim Einzelnen. Der Körper gilt als ein so hohes Gut, dass man ihn nach  Kräften durch einen   verantwortungsvollen Umgang pflegen soll. "Gott will es den Menschen leicht machen." - ist eine koranische Aussage, die zusätzlich vor übertriebenen Kasteiungen bewahren soll.
Aber bei mir in der Volksschule fasten schon einige Kinder! Für Kinder ist die Ramadanzeit ein Erlebnis, denn es herrscht eine besondere, im Idealfall sehr ausgeglichene und fröhliche Stimmung. Oft  möchten sie dem Beispiel der Erwachsenen nacheifern und schon mitfasten. Tatsächlich sollen Kinder schrittweise an das Fasten herangeführt werden. Von Familie zu  Familie kann variieren, wie das geschieht. Da wird die eine oder andere Mahlzeit ausgelassen, bis ein ganzer Fastentag erreicht ist. Natürlich ist auch die Konstitution der Kinder zu berücksichtigen. Die meisten Kinder aber   schätzen sich selbst sehr gut ein und profitieren davon, so ganz bewusst mit Nahrung umzugehen.

Ich finde schade, dass ich gar nicht weiß, ob die muslimischen Kinder in meiner Klasse fasten... Mitunter trifft man seitens Muslimen auf die Befürchtung, dass das Fasten auf Unverständnis oder Ablehnung stoßen könnte. Darum versuchen manche muslimischen SchülerInnen kein Aufhebens davon zu machen und dies vor KlassenkollegInnen und  LehrerInnen eher zu verbergen. Solche Dinge offen anzusprechen kann aber beiden Seiten nur nützen. Das muslimische Kind gerät nicht in Verlegenheit, wird ihm etwas zu essen angeboten,  die Lehrkraft weiß die   Situation besser einzuschätzen. 

Und wann wird das Fasten dann Pflicht?
Mit Erreichen der Pubertät, dem Zeitpunkt von dem ab der Heranwachsende als religiös mündig gilt.

Wie ergeht es Berufstätigen mit dem Fasten?
Während der Fastenzeit soll man seinen Alltag nach Kräften genauso meistern und mit dem gleichen Elan arbeiten wie sonst auch, denn Fasten soll nicht zu Müßiggang führen, sondern im Gegenteil zu Konzentration in aller Aktivität. Viele Berufstätige sind noch unterwegs, wenn die Dämmerung einsetzt und  können nicht gleich zu Hause essen. Zum Fastenbrechen nehmen sie dann oft einfach ein paar Datteln zu sich, bis es Gelegenheit für eine größere Mahlzeit gibt.   

Gibt es eine Ersatzleistung, wenn man nicht fastet?
Alle erwachsenen Menschen, die das Fasten versäumen, sollen die Anzahl der nicht gefasteten Tage im Laufe des Jahres nachholen. Wem das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, der kann für jeden nicht  gefasteten Tag einen Bedürftigen mit Nahrungsmitteln für einen Tag versorgen. Dies kann auch eine finanzielle Leistung sein.

Dann hat der Ramadan also einen sozialen Aspekt?
Natürlich! Beim Fastenden wird ein Solidaritätsgefühl mit den Menschen geweckt, für die der Zugang zu Nahrung immer schwierig ist. Das soll auch  dazu
anspornen, gerade in diesem Monat freigiebig zu sein und unabhängig von der vorgeschriebenen Zakat (Pflichtabgabe von 2,5 % des stehenden Vermögens jährlich an selbst zu bestimmende Bedürftige) Spenden an Arme zu geben. Vor dem Ende
des Monats muss die sogenannte "Zakat al fitr" bezahlt werden, sonst wäre   das Fasten nicht vollständig. Dieser Betrag geht auch an caritative Zwecke. Pro Kopf in der Familie muss der Gegenwert für eine Mahlzeit geleistet werden.
Man soll dabei das geben, was auch dem eigenen Lebensstandard entspricht. Wenigstens am Feiertag soll kein Mensch in der Gesellschaft Hunger leiden
müssen. Das hat auch etwas mit dem Anspruch des Islam zu tun, soziale Gerechtigkeit verwirklicht sehen zu wollen.

Und wohin geben die Muslime hier in Österreich ihre Spendengelder?
Jede der ca. 50 Gebetsstätten allein in Wien bietet zum Fastenbrechen ein Gratismenu für alle an, die sich nur einfinden. Das Geld dazu stammt aus
solchen Spenden. Daneben soll man im Islam schauen, wo in unmittelbarer Umgebung Hilfe
gebraucht wird und dort möglichst unauffällig Unterstützung gewähren. Denn  aus dem eigenen sozialen Engagement eine Show zu machen, könnte die gute Absicht in Frage stellen.
Viele Muslime geben aber auch Geld in Länder, wo Hilfe dringend gebraucht wird und aus denen sie vielleicht ursprünglich stammen, so dass es  vielleicht sogar persönliche Kontakte gibt und die Hilfe direkt ankommt.

In den Gebetsräumen ist dann im Ramadan mehr los?
Ja, man kommt auch zu einem speziellen Gebet in der Dunkelheit zusammen. Dies wird oft so gestaltet, dass über den Ramadan hinweg während dieses  Gebets der in dreißig Abschnitte geteilte Koran durch den Imam, den Vorbeter, mit schöner Stimme kunstvoll rezitiert wird. Manche Leute halten während der  letzten zehn Nächte eine besondere Andacht, zu der sie die Moschee gar nicht verlassen.

Und die Frauen?
Die Moschee ist prinzipiell ein Ort für Frauen und Männer. Die Frauen nehmen gerade am Gebet im Ramadan zur späten Abendzeit gerne teil. Und wenn sie zum Beispiel  wegen kleiner Kinder zu Hause bleiben, so treffen sie sich doch nach Möglichkeit untereinander. Dann kann auch eine Frau die
Vorbeterinnenrolle übernehmen.

Liegt ein besonderes spirituelles Erlebnis im Ramadan?
Der Ramadan gilt als "Monat des Koran", weil die erste Offenbarung an den Propheten Muhammad im Ramadan erging. Einige Nächte, besonders die "Nacht  der Allmacht", von der man nur weiß, dass sie im letzten Drittel des Ramadan liegt, gelten als besonders segensreich. So bemüht man sich um ein
intensives Koranstudium und darum, den Koran wenigstens einmal ganz durchzulesen. Die Fastenzeit macht besonders empfänglich dafür, sich Zeit zum Innehalten zu  nehmen.
Meint "Islam" Frieden finden und fördern zwischen sich und Gott und zwischen sich und den Menschen, so ist diese Zeit besonders reich, wieder ein Stück
auf diesem Weg zu gehen.

Und ist das Verhältnis zu anderen Menschen im Ramadan dadurch ein anderes?
Vielleicht ein bewussteres. Denn das Fasten würde seinen Wert verlieren, wenn man gleichzeitig etwa schlechte Nachrede im Mund führen würde, im
Umgang ungeduldig ist oder sich zu Streit herausfordern lässt. Gibt es im Ramadan   noch
etwas, was man im Verhältnis zu einem anderen Menschen gerne bereinigen würde, so ist jetzt ein besonders willkommener Zeitpunkt. Der Ramadan gilt  auch als Monat der Versöhnung.

Aber wenn der Ramadan vorbei ist, dann gibt es ein Freudenfest, dass alles überstanden ist?
Ein Fest schon und auch aus Freude - in der Zuversicht, dass Gott das Fasten annehmen möge. Viele Muslime sind aber auch ein wenig wehmütig, weil die besondere Stimmung des Ramadan nun zu Ende geht. Man sagt ja, dass der  Ramadan
auch ein Motor für das übrige Jahr sein soll, sich mit sich selbst und  seiner Umwelt im reinen zu finden.

Und wie wird gefeiert?
Das Fest nach Ramadan, arabisch Eid, türkisch und bosnisch Bayram, heißt manchersorts auch "Zuckerlfest", weil vor allem die Frauen die Taschen
voller Zuckerln haben, um alle Kinder damit beschenken zu können. Der familiäre Charakter ist ganz wichtig. Kinder dürfen sich über neue
Kleidung freuen, bekommen ein Extra-Taschengeld, um sich kleine Wünsche  erfüllen zu können oder die Eltern haben Geschenke vorbereitet. Viele Männer
beschenken auch ihre Frau mit neuem Gewand oder bereiten ihr eine andere Freude. Anschaffungen werden gerne jetzt getätigt. Verwandtenbesuche sind am ersten  Tag üblich, am zweiten besucht man sich im Bekannten- und Freundeskreis. Die festlich hergerichteten Wohnungen stehen zu den Feiertagen weit offen, weil  immer wieder auch überraschend Besucher vorbeikommen können.

Eine religiöse Feier gibt es auch?
Ganz in der Früh findet ein Gebet in der Moschee statt, zu dem die Familien zusammenkommen. Dieses Gemeinschaftsgebet wird möglichst zentral und allgemein gehalten. Die kleineren Gebetsräumlichkeiten haben daher für
diesen Anlass geschlossen, damit sich alle zusammenfinden. Bei schönem Wetter liegen manchmal sogar die Gebetsteppiche im Freien, um allen Menschen Platz bieten  zu können. Wieder kann  man daran erinnern, dass das Fest in verschiedenen Jahreszeiten liegen kann und seinen Charakter so nicht unbedingt aus der jahreszeitlichen Stimmung gewinnt. Das ist auch von den Sprachen her ein buntes Gemisch, denn Menschen vieler verschiedener Ursprungsländer treffen sich. Dabei wächst die Gruppe der sogenannten zweiten und dritten Generation ständig. Deutsch ist so immer selbstverständlicher die gemeinsame Sprache.


von:
Carla Amina Baghajati
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
Medienreferat der Islamischen Religionsgemeinde Wien



Ashtoret

Was bedeutet Fasten?

Sprachlich gesehen meint das Fasten, die Enthaltsamkeit. Sich z.B. des Sprechens zu enthalten, bedeutet in der arabischen Sprache ebenfalls Fasten. In der Quransure Maria, Vers 22-26, lesen wir, daß Gabriel zu Maria, der Mutter Jesu, sagte, daß wenn sie einen Menschen begegnet, der sie vielleicht wegen des Kindes befragt, wie sie es ohne Ehemann und ohne daß sie mit irgendeinem eine geschlechtliche Beziehung gehabt hat, bekam, dann soll sie ihm antworten, daß sie dem Allerbarmer ein Fasten, d.h. Schweigen gelobt habe, und daß sie deswegen heute mit keinem Menschen sprechen wird. Im religiösen Sprachgebrauch bedeutet das Fasten, sich zu enthalten von Speise und Trank und von all dem, was ihnen gleichkommt bzw. ähnlich ist, und dies vom ersten Aufkommen der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang; wobei der Muslim seine Absicht, das vorgeschriebene Fasten zu erfüllen, jede Nacht nach Sonnenuntergang und vor dem ersten Aufkommen der Morgendämmerung, formulieren muß.


Ashtoret

Die Pflicht zu fasten...

Im Quran, Sure Al Baqara, Vers 185, heißt es sinngemäß: Der Monat Ramadan, ist der Mondmonat in dem der Quran herabgesandt wurde als eine Rechtleitung für die Menschen und als deutliches Zeichen der Leitung und der Unterscheidung. Wer nun von euch in dem Monat anwesend (d.h. volljährig und geistig gesund) ist, der muß in ihm fasten.

Wie gesagt ist die Zeit des Pflichtfastens der Monat Ramadan. Es ist sowohl im Quran, als auch in den Aussprüchen des Propheten verankert. In der Quransure Al Baqara, Vers 183 heißt es sinngemäß: O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch zu fasten, wie es denen vorgeschrieben worden ist, die vor euch lebten, auf daß ihr gottesfürchtig werdet.

Die hohe Bedeutung des Pflichtfastens wird in einem von Al Tirmisi überlieferten Prophetenwort ausgedrückt: Seid gottesfürchtig, verrichtet die fünf täglichen Gebete, fastet den Mondmonat Ramadan, entrichtet die Pflichtabgabe, gehorcht denen, die Befehlsgewalt unter euch haben, so werdet ihr in das Paradies eures Herrn hineingehen.

Ashtoret

Wer ist verpflichtet, im Ramadan zu fasten?

Verpflichtet zum Fasten ist jeder volljährige, geistig gesunde Muslim, der körperlich dazu imstande ist. Frauen dürfen während ihrer Regelblutung oder Blutungen nach der Entbindung (Wochenbett) nicht fasten und müssen die versäumten Fastentage später nachholen. Kranke, die das Fasten als überaus schwierig empfinden, alte Leute, die das Fasten nicht halten können, sind vom Fasten befreit. Ebenso vom Fasten ausgenommen sind schwangere und stillende Frauen, denen das Fasten schwer fällt oder sie sich um die Gesundheit ihres Kindes fürchten. Sie holen die versäumten Fastentage später nach, wenn kein Anlaß mehr für ihre Befürchtung besteht.

Reisende, die eine Strecke von 84 KM zurücklegen, und unter der Bedingung, daß sie es zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, sind ebenfalls vom Fasten befreit. Dies ist nur der Fall, wenn die Reise nicht aus einem sündhaften Grund erfolgte. Nach schafiitischer Schule darf man am Ausreisetag nur dann sein Fasten brechen, wenn man die Gebäuden der Stadt vor Beginn der Morgendämmerung verlassen hat. Ferner darf man am Zielort das Fasten brechen, wenn man dort höchstens drei Tage verweilen will. Wer am Zielort vier Tage oder länger bleiben will, darf das Fasten nach schafiitischer Schule nicht brechen. Er kann jedoch das Fasten am Ein- und Ausreisetag brechen, wenn er die Gebäuden der Stadt vor Beginn der Morgendämmerung verläßt.

Eine Person will z.B. im Ramadan nach Hannover reisen. Sie will am Montag abfahren, den Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag in Hannover verbringen und am Samstag zurückfahren. Diese Person darf das Fasten in Hannover nicht brechen, da sie vier Tage dort bleiben will. An dem Ein- und Ausreisetag jedoch kann sie das Fasten brechen, wenn sie die Gebäuden der Stadt vor Beginn der Morgendämmerung verläßt. Ein anderes Beispiel: Wenn eine Person am Montag nach Hannover losfahren, den Dienstag, Mittwoch und Donnerstag dort verbringen und am Freitag zurückfahren will. Diese Person darf in Hannover das Fasten brechen. Sie darf auch am Ausreisetag ihr Fasten brechen, wenn sie die Gebäuden der Stadt vor Beginn der Morgendämmerung verlassen hat. Das Fasten am Einreisetag kann sie ebenfalls brechen. Das Brechen des Fastens während der Reise ist keine Pflicht, sondern wird demjenigen empfohlen, dessen Reise erschwerlich ist

toricelli

önce ashtoreti kutluyorum.şu anda da ramazan devam ettiği için konu aktüell.
fakat gerek bayan baghajati'nin gerekse diğer yazılarda orucun esas amacı olan 'nefsini terbiye etme' olgusuna hiç değinilmemiş. oruç sadece yeme içme konuşma ve benzeri konularda 'enthaltsamkeit üben' gibi anlatılmış. tabii yapılmış bir işi eleştirmek kolay, sen niye bunları açıp arkadaşlarına katkıda bulunmuyorsun diye önce kendimi eleştirmem gerekir, ama bunu formüle etmeyi yinede ashtoret arkadaşımız daha iyi yapıyor diye topu ona atıyorum. konuyu bu açıdan biraz açabilirseniz sevinirim. şimdiden teşekkürler!

toricelli

ich habe gerade bemerkt, dass alle beitraege hier in deutsch sind. deswegen versuche ich jetzt meine letzte in türkisch gefasste antwort nochmal in deutsch zu schreiben.(kurz gefasst)
zuerst möchte ich ashtoret gratulieren sie hat eine schöne arbeit geleistet. der eigentliche zweck des fastens-  das lernen, eigene begierde zu zaehmen- ist aber etwas zu kurz gekommen.ich bitte ashtoret auch in dieser richtung einiges zu erzaehlen.ich weiss sie kann das seht gut machen, denn sie hat das bewiesen. danke im voraus 

Ashtoret

ARZULARIN KÖLELIGINDEN AZAT OLMAK

Yeryüzünde halife olarak yaratilan insan, Allahu Tealâ’ya kulluk etmedigi taktirde, Allah onu masivanin kölesi yaparak cezalandirir. Böylece insanoglu, kendisine hizmet için yaratilan seyleri gaye haline getirip onlari Allah gibi sevmeye baslar (Bakara/165). Bu da gönül ve fikir dünyasinin madde tarafindan tutsak edilmesi demektir.

Allahu Teâlâ, böyle nefsanî zevk ve sefa pesinde kosarak maddenin tutsagi haline gelen kâ­fir­lerin hallerini muhtelif ayetlerde söyle beyan etmektedir: “Hevâsini kendisine ilâh edinen kimseyi gördün mü?” (Furkan, 43). “Davarlarin yedigi gibi yer ve içerler. Onlarin yeri atestir.” (Muhammed/12). “Onlar hayvanlar gibi, hatta hayvan­lar­dan da asagidirlar.” (Araf/179).

Bu ayetler her ne kadar iman etmeyenleri tasvir ediyorsa da, madde, makam, söhret gibi seylerin tutsagi haline gelen müminler de anilan ayetlerin muhatabi olmaktan kurtulamazlar.

Iste müminleri bu esaretten kurtaracak en tesirli ibadet oruçtur. Çünkü oruç, nazarlari maddenin ve midenin ötesine çekerek, insana yaratilis gayesini hatirlatir. Bu yüzden bütün ilâhî dinlerde oruç vardir. Kur’an-i Kerim’de söyle buyurulur: “Ey iman edenler! Oruç sizden önce gelip geçmis ümmetlere farz kilindigi gibi, size de farz kilindi. Umulur ki korunursunuz.” (Bakara/183)

BIR ‘KORUNMA’ EGITIMI

Orucu layikiyla tutan bir insan bütün haram olan fiillerden, zulüm ve fenaliktan uzak durur. Allah’in emirlerine riayet etmekle kalmaz, yaptigi amelleri de ihlâsla, sirf Allah rizasi için yapmaya gayret eder.

Evinde her türlü nefis yiyecekler olan bir kimseyi düsünelim. Bu kimse oruçluyken karni aç oldugu halde o yiyeceklere elini sürmez. Halbuki orucunu bozsa kimse görmeyecek. Fakat Allah görecek. Yine oruçluyken yanindaki helâline elini sürmez. Çünkü Allah görüyor.

Demek ki bu insan, hiçbir mani yokken sirf Allah rizasi için bunlara elini sürmüyor ve bu sekilde nefisle aralarinda cereyan eden mücahedede Allah namina hareket ediyor. Sayet nefsine uyup orucunu bozacak olsa, kendisini altmis gün keffaretle cezalandiriyor.

Sirf Allah rizasi için helâl malini yemeyen bir mümin, nasil olur da baskasinin haram malini yiyebilir? Allah rizasi için sehvetini zaptedip, helâl olan esine dahi dokunmayan bir mümin, nasil olur da haram olan bir kimsenin irz ve namusuna musallat olabilir? Keza kendi malindan zekât veren bir kimse, nasil olur da baikasinin malini çalabilir?

Iste orucun farz oldugunu beyan eden ayetteki “umulur ki korunursunuz” ifadesinin hikmetleri, oruçta tam manasiyla tezahür ediyor.

Kaynak: www.semerkand.com

toricelli

teşekkürler ashtoret gerçekten güzel olmuş.ellerine ve beynine sağlık!

aybastili ekrem

Yüregine saglik Ashtoret! Allah yolunu aydinlik,yüregine iman dolu zenginlik,ömrüne saglik sihhat ve afiyet versin.Güzel yazilar yayinliyorsun.

Ashtoret

Allah hepimizden razi olsun.  Sizler tarafından bu konu uzerine ilgi gosterilmesinden mutluluk duydum.